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AU, USA 2007
Originaltitel:Welcome to the Jungle
Länge:78:48 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Jonathan Hensleigh
Buch:Jonathan Hensleigh
Kamera:Jonathan Hensleigh, John Leonetti
SFX:Brain Holmes
Darsteller:Sandy Gardiner, Callard Harris, Jeran Pascascio, Nick Richey, Veronica Sywak
Vertrieb:Galileo Medien
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:30.10.2007 (Verleih) / 29.11.2007 (Kauf)



Inhalt
Keine wirklich gute Urlaubsidee: Vier junge Abenteurer machen sich auf, um im Dschungel von Neuguinea nach dem verschwundenen, millionenschweren Rockefeller-Erben zu suchen. Doch auf der zweitgrößten Insel der Welt ist nicht nur ein Rockefeller-Erbe zu vermuten, auch so mancher Kannibalenstamm wurde schon gesichtet. Die zwei von Abenteuerlust und Geldgier getriebenen Pärchen machen sich auf einen Trip der ganz besonderen Art und nur die Aufnahmen ihrer Videokameras verraten, warum sich die Spuren im Wald verlieren ...

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Die digitale Videotechnik hat so ihre Tücken. Auch wenn die Ergebnisse zum Großteil einen guten Eindruck hinterlassen, gibt es immer wieder Punkte, die eine Bewertung nach unten ziehen. So ist bei "Cannibals" die Schärfe ein Problem, welche in Nahaufnahmen zu überzeugen weiß, aber in Totalen deutlich an Schärfe verliert und etwas matschig wirkt. Hierbei leidet dann die Detailwiedergabe, die ansonsten zu überzeugen weiß. Die Farben wirken meist kräftig und natürlich, wobei der Kontrast leichte Defizite vorzuweisen hat und je nach Helligkeit eine Farbaura um Personen und Gegenstände hervorbringt. In dunklen Szenen ist der Kontrast ebenfalls etwas steil gewählt und neigt dazu, Details zu verschlucken. Ein leichtes Rauschen ist ebenfalls vorhanden. Selbst die Kompression, die eine gute Arbeit abliefert, schwächelt bei sehr farbstarken und schnellen Szenen und kann kleinere Artefaktbildungen nicht vermeiden. Defekte innerhalb des Bildes sind aber keine auszumachen. Viele der angesprochenen Kritikpunkte könnten aber auch Stilmittel sein, um einen möglichst authentischen Look zu erschaffen, daher ist die Bewertung letztendlich sehr schwerer. Daher auch ein Kompromisswert mit guten 4 Punkten.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0 (Surround)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Tonal wollte man eine möglichst reale Soundkulisse schaffen, die ganz ohne Score oder unnötigen Effekte auskommt, um nicht abzulenken. Das Endergebnis darf auch als gelungen bezeichnet werden und holt den Dschungel direkt ins heimische Wohnzimmer. Direktionale Effekte sorgen dafür, dass die Rears ordentlich einbezogen werden, wohingegen die Front für die Dialoge fungiert. Neben dem Dolby Digital 5.1 Track für beide vorhandenen Sprachen besteht auch die Möglichkeit auf 2.0 auszuweichen, was auf dem Cover nicht angegeben wurde. Aber eigentlich ist die Surround-Spur nebensächlich und somit eher Platzverschwendung. Störgeräusche oder Defekte sind keine auszumachen und es herrscht eine sehr homogene Atmosphäre vor, der etwas mehr Dynamik gut zu Gesicht gestanden hätte. Optionale Untertitel in deutscher Sprache sind ebenfalls vorhanden.
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Extras
Extras
  • Trailershow:
    • Gruesome (1:08 Min.)
    • Baba's Cars (1:15 Min.)
    • Lost Things (1:50 Min.)
VerpackungKeepCase mit Hologramm-Cover
 Es ist wirklich schade, dass Galileo keinen Bonus zum Film auftreiben konnte. Stattdessen gibt es nur drei Trailer zu weiteren Filmen aus dem phantastischen Bereich.
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Fazit
Nach langer Zeit des Wartens erlebt nun auch der Kannibalenfilm eine Wiedergeburt auf der Leinwand. Vorweg: das Ergebnis kann sich sehen lassen, ist aber weit entfernt von der Urmentalität eines Umberto Lenzi oder Ruggero Deodato. Letzterer, bekannt durch die Mutter aller Kannibalenfilme Interner LinkCannibal Holocaust, stand offensichtlich auch Pate für die Grundidee von "Welcome to the Jungle", so der Originaltitel von "Cannibals". Wie auch bei "Cannibal Holocaust" zieht es eine Gruppe junger Leute in den Dschungel von Papua Neuguinea. Ihr Ziel ist, den Verbleib von Michael Rockefeller zu klären, der 1961 nach Abschluss seines Studiums eine Reise nach Papua Neuguinea machte, um die Ureinwohner zu erforschen. Somit wird die fiktive Geschichte von Jonathan Hensleigh mit einem realen Hintergrund in Verbindung gebracht. Über den tatsächlichen Verbleib von Michael Rockefeller ranken sich unzählige Mythen, welche, sollten die Umstände wirklich geklärt worden sein, vom Rockefeller-Imperium der Öffentlichkeit vorenthalten werden.
Für seinen Film entschied sich Hensleigh für Handkameras, wie sie auch schon als Film im Film bei "Cannibal Holocaust" benutzt wurden. Bei "Cannibals" hingegen wurde der ganze Film quasi in der Ego-Perspektive gefilmt, wie es schon bei Interner Link"Blair Witch Projekt" der Fall war. Was anfangs ein wenig nach Urlaubsvideo ausschaut, entwickelt sich dann recht schnell zu einer cleveren Idee, wenn man als Zuschauer in die Rollen der Protagonisten schlüpft und alles aus einer anderen Perspektive zu sehen bekommt. Man ist gezwungenermaßen Teil von Mandi, Colby, Mikey und Bijou auf ihren Trip durch den Dschungel. Und entgegen einer Hexe wie in "Blair Witch" bekommen es die vier mit Kannibalen zu tun. Diese tauchen allerdings erst recht spät auf, was aber kein großes Problem darstellt, da Hensleigh es versteht, eine ansprechende Abenteuer-Atmosphäre zu schaffen, die durch ihren Look und des fehlenden Scores Authentizität verliehen bekommt. Das Problem der Protagonisten, auf sich allein gestellt zu sein und die hierbei entstehenden Konflikte innerhalb der Gruppe sind der Hauptteil der Geschichte. Sind die Kannibalen dann zur Stelle, dürfen sie auch für ein paar gelungene Effekte herhalten, die aber harmlos ausgefallen sind im Vergleich zu dem, was Genre-Vertreter aus Italien in diesem Bereich bereits auffuhren. Wer alles überlebt oder auch nicht, soll an dieser Stelle natürlich nicht verraten werden, jedoch hat sich der Regisseur einen gelungenen Schlussgag einfallen lassen, der den gesamten Film ein wenig auf den Kopf stellt und damit eine etwas andere Interpretation des realen Rockefellers zu erzählen vermag, die vielleicht auch gar nicht so unmöglich erscheint.
Das groß angekündigte Revival ist "Cannibals" zwar nicht geworden, aber ein Interner Link"Mondo Cannibale" war dazumal auch kein "Cannibal Holocaust". In diesem Sinne kann man mit einem ansprechenden Dschungel-Abenteuer vorlieb nehmen, das gegen Ende noch einen überraschenden Gewaltfaktor zu bieten hat.

Die DVD von Galileo präsentiert den auf DV gedrehten Film in einer sehr ansprechenden, qualitativen Umsetzung. Einziger Wermutstropfen ist das fehlende Bonusmaterial.



Bilder der DVD




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