Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
UK 2005
Originaltitel:Experiment
Länge:95:00 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Dan Turner
Buch:John Harrison, Dan Turner
Kamera:Gareth Pritchard
Musik:John Rand
SFX:Tim Carter
Darsteller:Clive Ashborn, Andrew Byron, Molly Ewins, Mem Ferda, Georgina Frenca, David Gant, John Hopkins, Hamadi Mwapachu, Nick Simons, Petr Vanek, Alysha Westlake
Vertrieb:Ascot Elite/Atomik-Film
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:27.03.2007 (Verleih) / 11.05.2007 (Kauf)



Inhalt
Anna, eine junge Frau, erwacht auf einer Straße in Prag und hat keine Ahnung, wer sie ist oder wie sie hierher gekommen ist. Sie irrt durch die Stadt, verfolgt von alptraumhaften Visionen. Schließlich trifft sie Morgan, einen Mann, der ebenfalls sein Gedächtnis verloren hat. Zusammen suchen sie nach Bruchstücken ihrer Erinnerung und bemerken dabei nicht, dass jeder Schritt beobachtet wird. Anna und Morgan sind die Hauptakteure eines Experiments, das die beiden als Marionetten einsetzt ... und unaufhaltsam seinem fatalen Ende entgegensteuert.

Bild
Format2.35:1 (anamorph)
NormPAL
 Mit dem nach Digital Video aussehenden Aufnahmeverfahren lies sich für diese DVD ein absolut sauberes Bild anfertigen, welches keinerlei sichtbares Rauschen enthält. Der Kontrast ist nicht ganz ausbalanciert. Während dunkle Szenen gern so düster bleiben können, gibt es immer wieder zu helle Stellen auf einigen Objekten. Besonders in Aufnahmen unter freiem Himmel fällt dies auf, wobei hier auch die Schärfe die besten Ergebnisse erbringt. Dass dies nicht immer so ist, zeigen leicht verwischende Bewegungen und der manchmal etwas ausgeprägte Detailmangel. Trotzdem wird über längere Zeit ein knackiges Bild geboten, welches für eine kleinere Independent-Produktion sehr gut ist. Die typischen, unrealistischen Merkmale einer digitalen Aufnahme sieht man kaum. Die Farben könnten stellenweise noch etwas kräftiger sein, wobei jener kühle Look dem Film nicht schlecht steht und nicht selten mit Filtern gearbeitet wurde.
 ++++--

Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu), Dolby Digital 2.0 Surround (En)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Der deutsche Ton besitzt gegenüber dem englischen Original einen deutlichen Nachteil, der aber weniger mit der Klangqualität als mit der Synchro an sich zu tun hat: Die in Prag angesiedelte Handlung wird im Original englisch und tschechisch gesprochen, während die deutsche Synchro den tschechischen Dialogstellen nur einen leichten Akzent mitgibt. Auch spricht Anna im Original nur gebrochen ihre Sprache bzw. kann diese nur schwer lesen, wohl ein Überbleibsel des Experiments, während sie im Deutschen kaum Probleme hat, fließend zu sprechen.
Davon abgesehen wird der deutsche Ton mit einer 5.1-Spur veredelt, die letztlich aber kaum mehr erbringt als der originale Surround-Ton, weil es mitunter etwas zu frontlastig zugeht. Szenen wie jene in der Bar sollten einfach mehr Bass- und Effektleistung erbringen. Gerade der Klang der Stimmen, die Verständlichkeit und Rauschfreiheit ist aber bestens. Auch die Musikeinspielungen sorgen für etwas Arbeit der hinteren Lautsprecher, was ansatzweise Bewegung in den Ton bringt.
 +++---

Extras
Extras
  • Trailer dt./engl. (1:15 Min.)
  • Bildergalerie (34 Bilder)
  • Weitere DVDs:
    • Explosive City (2:12 Min.)
    • Kamikaze Girls (1:58 Min.)
    • Lizard Woman (0:59 Min.)
    • Nude Fear (1:55 Min.)
    • One Nite In Mongkok (2:26 Min.)
    • PTU (2:05 Min.)
    • Sars War (2:46 Min.)
    • The Circle (1:10 Min.)
VerpackungKeepCase
 Die Bildergalerie besteht aus extra angefertigten Produktionsfotos.
 +-----

Fazit
Prag ist nicht nur Schauplatz vieler billig gedrehter Action-Filme, sondern mit "Experiment" auch eines ambitionierten Kleinfilms, der sich weniger über Action als über sein spannendes Konzept definiert. Um Ersteres geht es natürlich auch, schließlich befinden sich die zwei Protagonisten in einer für sie befremdlichen Situation wieder und versuchen vorerst, ihren Ängsten zu entfliehen. Dabei sind die ersten Minuten die schockierendsten, prasseln doch Flashback artige Erinnerungsstürme von brutaler Behandlung und Schreien auf den Zuschauer ein, die nur bruchstückhaft darstellen, was dem Mann und der Frau passiert sein kann.
Die Aufklärung folgt nur langsam, für einige Zuschauer vielleicht etwas zu langsam. So weiß man anfangs nur, dass sich Anna und Norman inmitten eines unmenschlichen Experiments befinden und sie als Prototypen nicht nur unter ständiger Beobachtung stehen, sondern auch gezielt manipuliert werden. Interessant bleibt es trotz dieser Fakten, da dem Zuschauer nicht zu viel offenbart wird und die Hintergründe nur langsam vollständige Erklärung bekommen. Neben den Kulissen, die die Stadt zu bieten hat, sind auf jeden Fall die schauspielerischen Talente der Protagonisten gefordert, die ihren Verstand zu verlieren drohen und gegen einen nicht greifbaren Feind ankämpfen müssen. "Experiment" bleibt nicht oberflächlich, sondern versucht auch den Nebencharakteren Tiefe zu verleihen, was im Falle der Hi-Tech-Gangster nicht unbedingt gelingt. Trotzdem ist die britische Produktion durchweg erfrischend, kurzweilig und kann einige überraschende Wendungen für sich verbuchen. Und das alles funktioniert mit klassischen inszenatorischen Mitteln, die von hektischen Schnitt- und Kamerafolgen absehen und vielleicht deswegen die Intensität des Filmes zu steigern vermögen. Einziger Kritikpunkt ist, dass die Möglichkeiten der Geschichte nicht tiefergehend ausgeschlachtet werden, also die auf wenige Orte und Personen beschränkte Handlung in einen umfassenderen Kontext setzt. Aber dass "Experiment" gar nicht zu viele Antworten geben möchte, sich sogar davon entfernt, eine Diskussion über die ethischen Grundsätze von Gedankenmanipulation zu führen, das verdeutlichen auch der jeweils abrupte Beginn und Schlussteil. Dass "Experiment" auf mehreren kleinen Festivals zum besten Film gekürt wurde, ist nicht überraschend, denn thematisch ist man auf der Höhe der Zeit - und das spricht Zuschauer an. Zusätzlich profitiert die mit einfachen, aber stets effizienten Mitteln umgesetzte Hetzjagd von den glaubhaften Darstellern und der ernsthaften, nicht überzeichneten Geschichte.



Bilder der DVD




Druckbare Version
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.