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USA 2007
Originaltitel:Next
Länge:92:16 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Lee Tamahori
Buch:Gary Goldman, Paul Bernbaum, Jonathan Hensleigh
Kamera:David Tattersall
Musik:Mark Isham
SFX:Eric Allard
Darsteller:Nicolas Cage, Julianne Moore, Nicolas Pajon, Paul Rae, Alan Kemper Armani, Jessica Barth, Jim Beaver, Jessica Biel, Jason Butler Harner, Charles Chun, Enzo Cilenti, Gelbert Coloma
Vertrieb:Paramount
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:20.11.2022 (Verleih) / 20.12.2006 (Kauf)



Inhalt
Der Magier und Hellseher Cris Johnson (Nicolas Cage) hat eine übersinnliche Gabe: Er kann tatsächlich vorhersehen, was in unmittelbarer Zukunft geschehen wird. Das ist gut fürs Geschäft und gut für mühelose Bargeldbesorgung. Denn Cris macht sich gerne einen Spaß daraus, sich - bei dem ein oder anderen finanziellen Engpass - seiner phänomenalen Fähigkeit am Black Jack-Tisch in Las Vegas zu bedienen. Das ruft irgendwann sogar die attraktive FBI-Agentin Callie Ferris (Julianne Moore) auf den Plan. Doch die interessiert nicht etwa für Cris' paranormale Schummeleien am Spieltisch - sie braucht ihn für eine lebensbedrohliche Mission: Eine Terror-Organisation will nämlich auf Los Angeles einen Anschlag verüben - mit Atomwaffen!
Die Atombombe tickt also - und Cris Johnson könnte der Schlüssel sein, um den nuklearen Holocaust zu verhindern. Denn wenn er seine Gabe nicht einsetzt, um durch die richtigen Zeitportale in die Vergangenheit zu reisen und damit die Gegenwart zu verändern, dann könnte seine Zukunft - und damit die Zukunft von hunderttausenden Menschen - schon bald der Vergangenheit angehören ...

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 "Next" gehört wieder einmal zu der Sorte von Filmen, welche optisch stark verfremdet wurden, was wir hier sehr schön am harten Kontrast und der warmen Farbgebung zu sehen bekommen. Letztere wirkt erdig und lässt nur selten natürliche Farben zu, welche zudem auch noch reduziert wurden. Vielmehr tendiert das Bild ins Bräunlich-Gelbe und der Kontrast, welcher mit einem satten Schwarz aufwartet, säuft in dunklen Sequenzen immer wieder ab und lässt Details vermissen. Helle Flächen wirken meist unnatürlich steil und neigen zu Überstrahlungen. Da dies aber ein gewolltes Stilmittel ist, darf dies nicht einmal wirklich negativ bewertet werden. Bildrauschen wurde weitgehend reduziert, somit aber leider auch das Schärfeverhalten. Anstelle uns einen knackig scharfen Transfer zu spendieren, erscheint das Bild sehr weich, in Totalen sogar recht unscharf. Lediglich in Nahaufnahmen und Close-Ups von Gesichtern gewinnt der Transfer an Tiefe, wobei die Konturenschärfe besser sein könnte und die Kanten hin und wieder überstrahlen. Hinzu kommt eine leichte Bewegungsunschärfe und leichte Rauschmuster im Hintergrund. Dafür ist der Transfer aber frei von Defekten und Verschmutzungen.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch, Englisch
 Tonal hört sich die Sache doch schon besser an. Ein sauberes Zusammenspiel aller Kanäle erzeugt eine angenehme Räumlichkeit. Der Score wird ordentlich auf sämtliche Boxen gelegt, erzeugt so auch außerhalb der Actionsequenzen eine gute Räumlichkeit und sobald die Action losgeht, dürfen wir uns über einige gut platzierte direktionale Effekte freuen, sowie einen satten Basseinsatz, der stellenweise etwas brachialer hätte ausfallen dürfen. Hinzu kommt ein guter Einsatz der Rears für Umgebungsgeräusche, sowie eine natürliche Sprachwiedergabe. Der englische Mix unterscheidet sich nur minimal von der deutschen Tonspur und bietet eine etwas bessere Dialogwiedergabe. Optional lassen sich deutsche Untertitel hinzuschalten.
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Extras
Extras
  • Trailer bei DVD-Start: (7:10 Min.)
    • Transformers
    • Disturbia
    • Stardust
  • Das Making of von NEXT (17:32 Min.)
  • Die Visualsierung von NEXT (7:30 Min.)
  • NEXT: Eine Großartige Idee (6:30 Min.)
  • Zwei Minuten in die Zukunft mit Jessica Biel (2:23 Min.)
VerpackungKeepCase
 Das 17minütige Making of lässt wie so oft viele Beteiligte des Films zu Wort kommen, welche den Film und die Geschichte mit Lob überschütten und ständig erzählen, wie toll doch alles ist. Im Hintergrund sehen wir dann Filmausschnitte und ab und an sogar ein paar "Behind the Scenes"-Aufnahmen. Ein richtiges Making of sollte anders aussehen. Das nachfolgende Featurette widmet sich in knapp 7 Minuten den visuellen Effekten im Film und lässt unter anderen VFX-Supervisor John Sullivan und seine Crew zu Wort kommen. Man zeigt uns kleinere Vergleiche und gewährt uns somit einen schönen, obgleich viel zu kurzen Einblick in die Visual Effects-Arbeiten. "Next: Eine Großartige Idee" thematisiert die Dreharbeiten in einem alten Indianer-Reservat, um die romantische Komponente im Film etwas hervorzuheben. Das schönste an diesem Featurette sind sicherlich die Naturaufnahmen von dem Canyon, der Rest ist Selbstbeweihräucherung.
Das letzte Featurette ist ein 2minütiges Interview mit Jessica Biel, welche eigentlich nur Blödsinn von sich gibt und erzählt, wie es für sie wäre, zwei Minuten in die Zukunft blicken zu können. Zwischendrin werden immer wieder Filmausschnitte gezeigt. Leider war es das dann auch schon mit den Extras, nicht einmal ein Kinotrailer wurde beigelegt. Dafür starten nach dem Einlegen der Disc zwei Trailer anderer Paramount-Titel automatisch. Das DVD-Menü wurde nicht animiert und besteht nur aus einem Standbild.
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Fazit
"I've seen every possible ending. None of them are good for you."

Wieder ein direktes Zitat aus dem Film, welches diesen charakterisiert. Was wie ein Nicolas Cage-Marathon aussieht ist reiner (unglücklicher) Zufall. Hollywood hat nicht aus seinen Fehlern gelernt, sondern begeht weiterhin neue: Dickscher Stoff ist nicht adäquat zu verfilmen! Aber die da drüben werden es wohl nie lernen. Bedauerlicherweise. Für "Next" zu Grunde gelegen hat "The Golden Man" - eine geniale Kurzgeschichte macht aber noch keinen genialen Film aus (siehe "Minority Report"). Wenn man dazu als Regisseur auch noch Lee Tamahori engagiert, welcher sich mit jedem Film selbst mehr demontiert, kann so ein Projekt nur schiefgehen.
Nicolas Cage spielt - mit erneut furchtbarer Frisur - den Magier Cris Johnson, welcher zwei Minuten (!) in die Zukunft blicken kann. Dies macht ihn interessant für das FBI (Leiterin ist Julianne Moore, welches eine Truppe von zusammengewürfelten Terroristen) davon abhalten will, eine Atombombe in den USA, genauer gesagt Süd-Kalifornien, genauer gesagt Los Angeles, zu zünden. Ebenjene Terroristen wollen Johnson töten, weil das FBI an ihm interessiert ist. Johnson versucht derweil mit 1000 und 1 Anmachspruch bei der kessen Liz (Jessica Biel) zu landen. Story-Plot Ende. In der "Simpsons"-Folge "Letzte Ausfahrt Springfield" gab es eine Szene, in der Mr. Burns 100 Affen den längsten Roman der Welt schreiben lässt ... ähnlich mutet das Drehbuch von "Next" an, welches zu den schlechtesten gehört, die mir je untergekommen sind. Highlight ist hierbei die FBI-Kommandozentrale, welche auch noch gekrönt wird von furchtbarer Schauspielerei (das gilt auch ihnen, Mrs. Moore)! Die ganze Handlung von "Next" hat weder Hand noch Fuß, baut keinerlei Spannung auf und endet katastrophal. Johnson kann zwei Minuten in die Zukunft sehen, exakt zwei Minuten, auf die Sekunde genau, wieso er das kann oder ob es noch andere gibt (die es logischerweise geben muss), wird nicht erklärt. Ebensowenig wieso er in Gegenwart von Liz auf einmal doch weiter wie zwei Minuten in die Zukunft blicken kann.
Und weshalb eine Gruppe von Misch-Masch-Terroristen (Anführer ist Thomas Kretschmann - anscheinend heißt er im Film "Mr. Smith"!) eine Atombombe in den USA zünden will, wird auch nicht erklärt. Eben das ist das Fatale an "Next", denn die Terroristen sind eigentlich nur Handlungs-Sidekicks, wir erfahren nichts über sie, weder Motive noch Namen. Das sorgt dafür, dass sie einem im Prinzip scheiß egal sind, selbiges gilt für jede andere Figur im Film. An sich erfährt man in dem Film gar nichts und deswegen ist einem auch der ganze Film scheiß egal. Johnson verstrickt sich dabei mit seiner Wahrsagerei selber in Widersprüche (ohne es zu merken). Aus viel Potenzial (bsp. die Auto-Verfolgungsjagd relativ zu Beginn) wird wenig herausgeholt, gegipfelt von einem der Top-5 der schlechtesten Filmenden aller Zeiten. Biel ist dabei wie immer eine nutzlose Vergeudung, Cage spielt mit seinem 08/15-Gesicht und die größte Enttäuschung ist Juliane Moore, die ich so schlecht schon seit Jahren nicht mehr gesehen habe. Um "Next" kann man getrost einen Bogen machen.

Die deutsche DVD des Science Fiction-Thrillers bietet lediglich solide Bildqualität, wartet dafür aber mit einem ordentlichen Digital-Mix auf. Die Extras sind leider nicht der Rede wert und beschränken sich auf teilweise unnötiges PR-Gelabere.



Bilder der DVD




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