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USA 1962
Originaltitel:Jack the Giant Killer
Länge:90:30 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Nathan Juran
Buch:Orville H. Hampton, Nathan Juran
Kamera:David S. Horsley
Musik:Paul Sawtell, Paul Sawtell
SFX:Jim Danforth, Howard A. Anderson
Darsteller:Kerwin Mathews, Judi Meredith, Torin Thatcher, Walter Burke, Don Beddoe, Barry Kelley, Dayton Lummis, Anna Lee, Roger Mobley, Robert Gist, Tudor Owen, Ken Mayer
Vertrieb:Legend/Universum
Norm:PAL
Regionalcode:0



Inhalt
Pendragon, der schwarze Zauberer, wurde vor vielen Jahren aus Cornwall verbannt. Aus Rache lässt er Prinzessin Elaine an ihrem Geburtstag durch Cormoran, den gehörnten Riesen, entführen. Der Bauernsohn Jack wird Zeuge dieser Tat und kann Elaine retten. Nun soll er sie auch sicher außer Landes geleiten.
Doch Pendragon verhindert die Reise, indem er Elaine von einigen Hexen erneut entführen lässt. Jack erhält schließlich unerwartete Hilfe von dem Wikinger Sigurd, dem Schiffsjungen Peter und einem Flaschengeist, der über magische Kräfte verfügt. Zusammen erreichen die Helden Pendragons Insel ...

Bild
Format1.66:1 (Letterbox)
NormPAL
 Dass man hierfür kein anamorphes Master zur Verfügung hatte, ist schade. Die Tiefenschärfe ist trotzdem sehr angenehm, was aber aus einer überstarken Nachschärfung resultiert, welche noch dazu auf feingliedrigen Flächen Regenbogenmuster erkennen lässt und für leichtes Zeilenflimmern sorgt. Die Kolorierung reicht von prächtig schillernden Farben, die nicht immer die Realität widerspiegeln und daher umso geschaffener für die wundervolle Fantasywelt des Films sind, bis hin über leicht vergilbte Szenen, in denen die Special Effects auftauchen - wohl eine Art Rückprojektion oder Verwendung von Filtern. Der gute Eindruck reißt in einigen abfallenden Szenen etwas ein, dies bekommt man aber eher selten zu sehen. Das Rauschen des Materials ist von nur geringem Ausmaß, der Verschmutzungsgrad ist für das Alter des Materials überaus tragbar und auch der MPEG-Standard wurde hier ohne ersichtliche Einbußen in der Bildqualität angewandt. Die DVD hinterlässt somit einen zwiespältigen Eindruck, denn eine Restauration ist nur streckenweise ersichtlich und führt auch zu einigen Nebeneffekten. Trotzdem sind 4 Punkte für das Bild noch möglich, schließlich ziehen über 40 Jahre nicht einfach spurlos am Material vorüber und allein die eingesetzten Tricktechniken mindern die Qualität in ihren Szenen schon von vornherein ein wenig.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch, Englisch
 Dass beide Tonspuren nur Mono sind, darüber wird sich kaum jemand aufregen. Anders als auf dem Cover versehen sind sie auf die Stereolautsprecher verteilt wurden. Beide sind nicht mehr besonders frisch, aber gerade diese leicht dumpfe, alles andere als unangenehm verzerrende Klangbild dürfte bei Anhängern des Films für Verzückung sorgen, schließlich ist das hintergründige Rauschen nicht von Bedeutung für die gut verständlichen Dialoge und die leicht schwummrigen Musikstücke. Zudem steht ja noch der englische Originalton zur Verfügung (wahlweise mit englischen oder deutschen Untertiteln), der den Dialogen eine grandiose Klangqualität mitgibt, so dass nur wenige Störgeräusche den Eindruck das Alter wirklich verraten. Außerdem ist die Dynamik erhöht, was vor allem dem orchestralen Soundtrack zu Gute kommt.
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Extras
Extras
  • Pappschuber
  • 12seitiges Booklet
  • Musical Version:
    • Happily Ever After (2:23 Min.)
    • Ding Dong (1:06 Min.)
    • We Have Failed Master (1:31 Min.)
    • Just Ask Me (2:18 Min.)
    • Leprechaun's Song (2:28 Min.)
    • A Spectacle (3:17 Min.)
    • To Us (1:08 Min.)
    • You Can Do It (2:37 Min.)
  • Trailer (3:10 Min.)
 Das Menu scheint anamorph (schaltet aber nicht um), der Film leider nicht. Halb so schlimm für die Menuführung! Hier gibt es Zugriff auf einen Trailer, der die Ausschnitte in der vollbildigen Open Matte-Fassung zeigt. Und auf das skurrilste Feature, welches ich je gesehen habe: Auszüge aus der Musical-Version des Filmes. Man muss dazu sagen, dass weniger die Präsentationsart seltsam erscheint - nein, die 8 Songs sind alle einzeln anwählbar und werden mit einer Texttafel eingeleitet. Aber das Musical selbst kann ja wohl nur als Satire verstanden werden. Durch die Songs, die einfach über Szenen gelegt wurden, verkommt der Film nach diesem kurzen Eindruck für mich zum Kindergartenprogramm. Z.B. sieht man deutlich, dass Szenen ähnlich wie in Kalkofes Interner Link"Mattscheibe" vorwärts und danach wieder rückwärts abgespielt werden, um Synchronität zu den Stücken zu wahren oder es wurde einfach die Abspielgeschwindigkeit verändert, Passagen wiederholt oder umgeschnitten (siehe 4. Titel). Wenn man bedenkt, dass diese Version in den USA doch recht bekannt sein soll, wird verständlich, dass man den Film dort in dieser Fassung lächelnd als "trash movie" abtut. Im Amaray, welches in einem Pappschuber mit alternative Cover steckt, befindet sich zusätzlich ein 12seitiges Booklets vom Autor Ingo Strecker, welches sich der Produktion des Filmes widmet und dabei ausführlich auf Regisseur und vor allem den Special Effects-Künstler Jim Danforth eingeht. Kein Fehler, aber zumindest interessant ist die Covergestaltung des Covers vom Amaray: Nicht nur, dass dieses recht detailreich ist, auch fehlt am linken Rand der Oberkörper eines Riesen, welcher grad von Jack attackiert wird.
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Fazit
"Der Herrscher von Cornwall" ist einer jener Fantasyfilme, die schmalen Grat zwischen kitschigem Heldentum und epochaler Gewalt auf dem richtigen Wege meistern. Inmitten voll prächtiger Zaubergestalten lässt der Tricktechniker dieses Werks (ursprünglich war der Grandmaster Ray Harryhausen persönlich für diese Aufgabe geplant, was aber verworfen werden musste) seine Stop-Motion-Monstren anmutig durch die wunderschönen, weiten Landschaften im englischen Königreich stapfen und beschert dem heroischen Recken damit ein Abenteuer nach dem anderen. Die Art, wie die Odyssee auf der Suche nach der verwunschenen Prinzessin bestritten wird, dürfte sowohl Jung als auch Alt ansprechen: Während sich Torin Thatcher in der Rolle des bösen Magiers Pendragon mit Skeletten, Dämonen und Hexen umgibt, erinnert die Reise selbst, bei der Jack vom alten Seebären, dem kleinen Schiffsjungen Peter und einem reimenden Kobold in einer Flasche begleitet wird, an "Der Zauberer von Oz". Magische Kämpfe werden stets mit putzigen Spezialeffekten aus der fotomechanischen Zunft aufgebohrt und mögen für heutige Verhältnisse künstlich aussehen, sie funktionieren tatsächlich aber besser als viele der aktuellen Computereffekte und verhelfen dem Zuschauer mitsamt des packenden, beinahe märchenhaften Scores dazu, für anderthalb Stunden in eine Fantasywelt voller Abenteuer, Riesen und sogar Seeschlangen versinken zu können.
Die Bildqualität hat ihre kleineren Macken, was aber durchaus tolerierbar ist, insgesamt kann man dieser DVD aber eine klare Empfehlung aussprechen. Wer sich also an den "Sindbad"-Abenteuern erfreut hat, für den führt kein Weg am familientauglichen und spannenden "Der Herrscher von Cornwall" vorbei.



Bilder der DVD




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