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D, FR, UK, IT, CH, ESP 1985
Originaltitel:Quo Vadis?
Alternativtitel:Quo Vadis
Länge:ca. 348 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Franco Rossi
Buch:Ennio De Concini, Francesco Scardamaglia, Franco Rossi
Kamera:Luigi Kuveiller
Musik:Piero Piccioni
SFX:Giovanni Corridori
Darsteller:Klaus Maria Brandauer, Frederic Forrest, Cristina Raines, Barbara De Rossi, Francesco Quinn, Marie-Theres Relin, Gabriele Ferzetti, Massimo Girotti, Philippe Leroy, Leopoldo Trieste, Olga Karlatos, Marko Nikolic
Vertrieb:Koch Media
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:25.05.2007 (Kauf)



Inhalt
Im Jahr 64 nach Christus: Der siegreiche Kommandant Marcus Vinicius kehrt mit seinen Truppen von Britannien nach Rom zurück, wo er sich in die römische Sklavin Lygia verliebt. Zugleich will der unter Größenwahn leidende Kaiser Nero (Klaus-Maria Brandauer) Rom in einem Flammenmeer versinken und an selbiger Stelle eine neue Stadt mit dem Namen Neropolis errichten.

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Hier hat Koch Media einmal wieder bewiesen, dass sie sich mit ihren DVD-Produktionen sehr viel Mühe geben. Der Vollbildtransfer überzeugt mit satten und kräftigen Farben, einem ausgewogenen Kontrast, der selbst in dunklen Szenarien jegliche Details offenbart, und einem ebenfalls guten bis sehr guten Schwarzwert. Die Schärfe befindet sich auf einem hohen Niveau und überzeugt mit einer überraschend guten Detailschärfe, welche lediglich durch das etwas starke Bildrauschen getrübt wird. Insgesamt befinden sich die Detailwiedergabe aber auf einem sehr hohen Level und lediglich leichtes Bildzittern und hin und wieder auftauchende Unruhen stören etwas. Defekte und Verschmutzungen huschen immer mal wieder durch das Bild, stören aber nicht weiter und selbst die Kompression arbeitet tadellos.
 ++++/-

Ton
FormateDolby Digital 2.0 Stereo
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Der deutsche Stereoton ist stets hervorragend zu verstehen und gibt weder Rauschen noch Verzerrungen von sich. Der englische Mix klingt allerdings etwas dumpfer, bleibt dennoch verständlich. Man merkt jedoch deutlich, dass es sich hier auch nur um eine Synchronisation handelt. Deutsche Untertitel fehlen leider.
 ++/---

Extras
Extras
  • 16seitiges Booklet
VerpackungDigipack
 Leider keine Extras. Dafür wird die Edition in einem schönen Digipack ausgeliefert, dem noch ein 16seitiges Booklet mit reichlich Hintergrundinformationen beiliegt.
 +-----

Fazit
Den meisten dürfte die 1951er Adaption von "Quo Vadis?" ein Begriff sein, zumindest dem älteren Semester. In einer Zeit, wo Monumentalfilme die Superhelden-Filme unserer Zeit waren, wartete dieser Studiofilm mit Stars wie Sir Peter Ustinov und Deborah Kerr auf. Erzählt wurde die Adaption des gleichnamigen Romans von dem polnischen Schriftsteller Henryk Sienkiewicz, der für dieses Werk 1905 den Nobelpreis für Literatur erhielt. Viele Jahre beschäftigte sich Sienkiewicz mit der römischen Geschichte, um auch ja alles historisch korrekt wiederzugeben. Der italienische Fernsehsender Rai initiierte 1985 dann eine sechsteilige Mini-Serie für das Fernsehen, unter anderem besetzt mit Klaus Maria Brandauer und Max von Sydow. Die einzelnen Episoden gehen dabei gut eine Stunde, sodass die Serie selbst eine Laufzeit von sechs Stunden hat. Vergleicht man die Serie mit der Studioproduktion, drängt sich einem die Frage auf, was das Ganze eigentlich soll. Die halb so lange Kinoversion hat im Vergleich zur Serie viel mehr Zug und Spannung, wobei auch sie an gewissen Punkten kränkelt. Erzählt werden immer noch hauptsächlich zwei Themen, auf der einen Seite der römische Despot Nero (Brandauer) und auf der anderen Seite die Liebesgeschichte zwischen Römer und Christin. Das Essentielle wurde dabei von der Kinofassung eingefangen, die Miniserie hingegen verliert sich oft in Nebenplots, langweilt bisweilen und tritt auf der Stelle.
Bereits die Eröffnungsepisode ist sehr anstrengend gestaltet und die gesamte Serie verlangt dem Zuschauer viel Geduld ab. Dies ändert sich im Grunde im Verlauf der Serie auch nicht. Dabei können ebenfalls die Effekte nicht überzeugen, gerade das Finale ist im Vergleich zur Kinoadaption mitunter lächerlich. Das Hauptmanko des Filmes, neben seiner Länge, ist, dass "Quo Vadis" durch und durch christlich motiviert ist. Da wird der kalte Marcus Vinicius durch seine Liebe zu der Christin Lygia langsam aber sicher innerhalb einer Woche zum Christentum konvertiert. Dies kann man ehrlicherweise aber nicht dem Film, sondern der Romanvorlage vorwerfen, die mit ihrer Geschichte wie ein anbiederndes Missionierungswerk daherkommt. Für Freunde von historischen Fakten sind Sienkiewicz' Recherchen auch zum Teil äußerst verstörend. Hier werden Vorkommnisse, die sich über Jahre erstrecken, in ein und demselben Zeit und Raum geworfen, ganz davon abgesehen, dass historische Figuren mit fiktiven interagieren. Auch die Darsteller wissen über weite Strecken nicht wirklich zu überzeugen, gerade Brandauers Spiel macht aus Nero bisweilen eine Witzfigur. Hier wurde der zwiespältige Charakter von Ustinov weitaus besser eingefangen. Allgemein empfiehlt sich jedem, bei Interesse an der Geschichte doch lieber zur '51er Version zu greifen, die besser gespielt ist und in der Hälfte der Zeit grundsätzlich dieselbe Handlung erzählt.

Koch Media veröffentlichte diese sechsteilige TV-Serie "Quo Vadis?" aus dem Jahre 1985 in einer wirklich tollen Qualität. Bild und Ton befinden sich auf einem hohen Level und der edle Schuber mit Goldprägung machen die Edition zu einem wahren Blickfang.



Bilder der DVD




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