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D 2004
Originaltitel:Tears of Kali - Dark Side of the New Age
Länge:105:48 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Andreas Marschall
Buch:Andreas Marschall
Kamera:Heiko Merten, Michael M.Schuff
Musik:John Pananma, India Bharti
SFX:Dr.Jones Lab., Nikolaj Espinosa Ybach, Denis Becker
Darsteller:Michael Balaun, Jörg Büttner, Mathieu Carrière, Mai Christa, Chilcott Cora, Zöllner Crisjan, Peter Domsch, Maunsell Gabriel, Anja Gebel, Jandris Irena-Heliana, Bozatt Joey, Ulrich Lenk, Ebert Leon, Oefelein Leoni, Trunsch Marcel, Pietro Martellanza, Chole Micky, Ludwig Nicole, Celik Nuran, Thomas Otto, Magdalena Ritter, Groten Sharin, Adrian Topol, Bittner Udo
Vertrieb:e-m-s/Anolis
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Anfang der Achtziger gründeten sich Poona in Indien eine Reihe von Kommunen und Selbsterfahrungsgruppen. Von der Raijnish.Sekte spaltete sich nach einiger Zeit die berühmt-berüchtigte Taylor-Eriksson-Gruppe, denen kein Experiment radikal genug war, ab. Obwohl niemand genau wusste, wer Taylor und Eriksson waren, woher sie kamen und was genau ihre Ziele waren, hatte die Gruppe einen großen Zulauf. Es gab seltsame Gerüchte über die Gruppe, über extreme Selbstfindungs- Experimente und das Verschwinden einiger Schüler. Dann Ende 1983 löste sich die Gruppe plötzlich auf. In drei Episoden, Shakti - Kali - Devi, um die eine Rahmenhandlung gefasst ist, werden die unheimlichen Geschichten der Taylor-Eriksson-Gruppe und deren Schüler erzählt, die ihre Grenzen in Selbstfindung, Sex und Gewalt neu definieren wollten. Was anfangs beginnt wie ein psychologisches Vexierspiel, entpuppt sich bald als purer Terror.

Bild
Format1.85:1 (Letterbox)
NormPAL
 Produktionsbedingt gibt sich das Bild recht wechselhaft, da die einzelnen Epsioden in verschiedenen Stadien der Produktion entstanden sind und daher fällt das Gezeigte dementsprechen unterschiedlich auf, kann aber stets als gut bis sehr gut für seine Art bezeichnet werden. Die Farbgebung wirkt natürlich und der Kontrast kann ebenfalls auf weiter Strecke überzeugen, kränkelt aber stellenweise an seinem etwas zu schwachen Schwarzwert, der nicht immer optimal ist. Auch gehen in dunklen Szenen einige Details verloren und insgesamt wirkt das Bild in einigen Szenen zu dunkel. In der Shakti-Szene, welche nach der "verschollenen Folge" (siehe unsere Filmkritik) die erste Episode ist, wirkt der Kontrast gerade in helle Flächen sehr steil und neigt zu Überstrahlungen. Die Bildschärfe steigert sich von Episode zu Episode und wirkt in erster Linie angenehm scharf und bietet gerade in Nahaufnahmen eine gute bis sehr gute Detailschärfe. Diese gute Schärfe schwankt aber in einigen Szenen extrem und wirkt in den totalen wiederum sehr weich und unscharf. Meist sind dies aber Szenen, die Aufgrund eines Stilmittels oder des etwas zu starken Bildrauschen auffallen. Letzteres zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Laufzeit des Films und ist in unterschiedlicher Intensität zu bemängeln. Doch gerade dieses Rauschen ist produktionsbedingt bei vielen Independent-Filmen zu finden und resultiert nicht selten durch eine etwas schwache Ausleuchtung oder digitale Verfremdung im Bild. Letzteres sorgt auch für die passende Atmosphäre des Films, hat jedoch einige der oben genannten "Mängel" zur folge, die den Sehgenuss aber kaum mindern. Die Kompressionen leisten eine gute Arbeit und offenbaren weder Defekte noch Kompressionsartefakte, lediglich eine leichte Bewegungsunschärfe ist in einigen Szenen auszumachen. Für eine Independent-Produktion können wir mit dem Bild also voll und ganz zufrieden sein, leider wurde dem Bild aber kein anamorpher Transfer spendiert. Schade eigentlich ...
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch
Untertitel-
 So wie uns das Bild überraschte, so überrascht uns auch der Ton. Für eine Independent-Produktion bekommen wir hier einen wirklich beachtlichen Raumklang geboten, dessen einziger Schwachpunkt die Dialogwiedergabe ist. Da man hier auf eine nachträgliche Synchronisation verzichtete, wirkt die an sich gute Sprachverständlichkeit stellenweise etwas zu dumpf und zu leise. Auch die Höhen sind nicht immer perfekt, dies ist aber je nach Episode recht wechselhaft und trübt den Hörgenuss nicht wirklich. Wirklich überraschend gut ausgefallen ist hier aber die Kanaltrennung von Musik und Effekten. Mit einem effektiven Bass und einer dieser Produktion entsprechenden, hervorragenden Dynamik, werden wir in das Geschehen reingezogen und der gekonnte Einsatz der Surroundeffekte sorgt für die passende Gruselatmosphäre. Die Rearspeaker werden stets zum richtigen Zeitpunk für die Umgebunsgeräusche oder die Effekte eingesetzt und auch die Musik bietet eine nahezu perfekte Abmischung, was man z.B. sehr gut am Anfang der "Devi"-Episode hören kann. Mit einer Hollywood-Produktion kann dieser 5.1 Mix zwar nicht konkurieren, aber im Independent-Bereich gab es bisher keine besseren bessere Abmischung und wo der Dialogbereich etwas Schwachbrüstig ist, so überzeugt die Abmischung der Effekte und der Musik umso mehr.
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Extras
Extras
  • Making of (11:50 Min.)
  • Trailer (2:49 Min.)
 Die Extras sind recht überschaubar und bieten lediglich einen Trailer und ein knapp 12minütiges Making of, welches "Hinter den Kulissen"-Material der Poona/Indien-Folge zum Thema hat. Mehr Bonus wird es erst bei der Mitte 2005 erscheinenden Special Edition geben.
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Fazit
Es ist schon wirklich beeindruckend, was eine kleine Produktionsfirma wie Cut & Run Productions mit dem passenden Regisseur, einer interessanten Geschichte und einem Budget von schlappen 600.000 € unter Ausschluss von Fördermitteln auf die Beine stellen kann. "Tears of Kali" vereint gekonnt indische Mythologie mit packendem und teilweise grotesk wirkendem und stets zitierfreudigem Horror, fernab vom Mainstream. Regisseur Andreas Marshall verzichtet auf Klischees und serviert uns eine durchdachte Story, die trotz drei abgeschlossener Folgen eine Einheit ergibt. Shakti - Devi - Kali. Drei Episoden dreier Menschen, die das gleiche Schicksal teilen. "Tears of Kali" ist ein düsterer Psycho-Trip, wie es Deutschland noch nie gesehen hat. Perfekt arrangiert, opulent in Szene gesetzt und mit einem hervorragenden Aufgebot an jungen Talenten und etablierten Stars. Die Goreeffekte werden immer passend eingesetzt und wirken nie überladen oder selbstzweckhaft, man versucht sogar durch eine verwackelte Kameraführung etwas der Härte zu nehmen, sodass sich immer noch viel im Kopf abspielt, jedoch das Geschehen nicht minder hart wirkt. Andreas Marshall trifft hier genau den Nerv des Publikums und lässt die beklemmende Optik durch den hypnotischen Soundtrack vom ehemaligen "Eggmen 5"-Mitglied John Panama untermauert und katapultiert sich so in eine neue Generation des Independent-Films in Deutschland.
Wer mehr über diese kleine raffiniertes Meisterwerk erfahren möchte, dem sei unsere umfangreiche Filmkritik & Analyse empfohlen.

Die uns vorliegende Verleih-DVD bietet uns eine gute Bild- und erstaunliche Tonqualität, jedoch bekommen wir nur wenig Extras geboten und auch die Leih-DVD wird sich nicht von dieser Fassung unterscheiden. Es wurde aber bereits eine "Special Edition" angekündigt, die mit einer zweiten DVD aufgewertet wird und auch der Hauptfilm wird eventuell noch mit verschiedenen Sprachen und Untertiteln erweitert. Diese voraussichtlich in einer Sonderverpackung erscheinden "Special Edition" wird aber nicht vor Sommer 2005 erscheinen. Solange muss und sollte man sich diese Scheibe zu Gemüte führen, es lohnt sich.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Tears of Kali - Dark Side of the New Age
Tears of Kali - Dark Side of the New Age (3-Disc Special Edition)
News"Tears of Kali" - die ersten Bilder
IMDb.com OFDb.de



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