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USA 1957
Originaltitel:Jet Pilot
Alternativtitel:Düsenjäger
Länge:107:59 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Josef von Sternberg, Jules Furthman (uncredited)
Buch:Jules Furthman
Kamera:Winton C. Hoch
Musik:Bronislau Kaper
Darsteller:Hans Conried, Ivan Triesault, Janet Leigh, Jay C. Flippen, John Wayne, Paul Fix, Richard Rober, Roland Winters
Vertrieb:Universal / Koch Media
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:05.10.2007 (Kauf)



Inhalt
Air Force Colonel Shannon hat eine pikante Mission: Er soll die russische Pilotin Anna überwachen, die samt Düsenjäger aus der UdSSR geflohen ist. Sie steht im Verdacht, für den KGB geheime Informationen über das US-Militär auszuspionieren ...

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Wie auch bei den anderen Titel des Koch Media / Universal-Deals liefert man uns einen mehr als gelungenen Transfer, der uns trotz des hohen Alters überzeugen konnte. Die Farbgebung wirkt sehr natürlich, ist dem Alter entsprechend aber hin und wieder etwas blass. Der Kontrast hinterlässt ebenfalls einen guten Eindruck und wirkt selbst in dunklen Szenen sehr detailfreudig. Hinzu kommt eine überraschend hohe Schärfe und saubere und knackige Konturen. Selbst feine Details lassen sich sehr gut ausmachen. Lediglich das Bildrauschen ist etwas stark vertreten und hin und wieder macht die Kompression auf sich aufmerksam, dafür ist der Transfer aber nahezu frei von Defekten und Verschmutzungen.
 ++++--

Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Tonal macht man hier auch nichts falsch und auch wenn der deutsche Monotrack deutliches Rauschen im Hintergrund offenbart, so bleiben die Dialoge gut verständlich, ertönen allerdings etwas blechern, mitunter sogar spitz. Der englischen Fassung merkt man die Nachbearbeitung an und wie auch schon bei Interner Link"Der Eroberer" klingen die Stimmen recht dumpf und gedrungen - dafür wurde das Rauschen allerdings auf ein Minimum reduziert.
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Extras
Extras
  • Bildergalerie (38 Bilder)
  • 24-seitiges Booklet mit Informationen zum Film
VerpackungKeepCase im Schuber
 Leider gibt es bis auf eine Bildergalerie und ein 24seitiges Booklet mit Hintergrundinformationen keine Extras.
 +-----

Fazit
Die meisten Menschen dürften mit dem Namen Howard Hughes bis zu Martin Scorseses "The Aviator" nichts anzufangen gewusst haben, dabei war er einer der glamourösen Männer des alten Hollywood, der in seinem Leben 28 Filme produziert hat. Sein letzter von diesen 28 war "Der Überflieger" ("Jet Pilot") aus dem Jahre 1957. Dabei war der Film bereits 1953 fertig gestellt worden, nachdem vier Jahre lang an ihm gedreht worden war und dabei neben Josef von Sternberg noch weitere fünf Regisseure - darunter Don Siegel - ihr Glück versuchen durften. Hughes' Intention war es mit seinen Flugzeugen den neuesten Stand des amerikanischen Militärs zu zeigen, als man 1950 drehte. Dummerweise waren 1957 die verwendeten Modelle schon wieder veraltet. Somit lässt sich "Der Überflieger" in etwa als die Mutter des dreißig Jahre später ins Kino gekommenen Interner Link"Top Gun" verstehen, da sehr viele Szenen in der Luft spielen und sich alles um die Kampfjets der Amerikaner und Sowjets dreht. In bester Screwball-Manier versucht "Der Überflieger" zwischen Liebeskomödie und einer ernst zu nehmenden Geschichte mit politischen Untertönen sprichwörtlich durchzufliegen, hierbei die kecke Janet Leigh als scharfe Sowjet-Pilotin die Grenzen überquerend um den Ur-Ami John Wayne für sich zu gewinnen. Zu einer Zeit, als der Kalte Krieg im Begriff stand in seine Hochphase einzutreten, welche mit der Kubakrise einige Jahre später ihren Höhepunkt erreichen sollte, propagiert "Der Überflieger" ganz klar den American Way of Life, wenn die Sowjetpilotin Anna aus dem Staunen nicht mehr herauskommt, als sie sieht, dass man in den Vereinigten Staaten ein Haus ganz für sich alleine haben kann oder dass jeder so viel Steak bekommt, wie er verputzen kann. Ganz anders die Situation in Russland, wie man im Laufe des Filmes sieht, wo es tagelang dasselbe zu essen gibt und ein Haus praktisch ein Zimmer darstellt.

Nach der Hälfte des Filmes verlässt man das amerikanische Terrain und wechselt auf die sowjetische Seite, dabei hätte "Der Überflieger" an dieser Stelle auch gut enden können, da anschließend vom Spannungspunkt her nicht mehr sonderlich viel interessantes passiert. Außer eben diese pro-amerikanische Lektion, denn die Amerikaner sind ja sowieso die besten, tollsten und größten, vor allem in ihren eigenen Filmen. Die Botschaft, die der Film also offeriert liegt ganz in ihrer Entstehungszeit begründet und war dabei natürlich an die heimische Bevölkerung gerichtet. Mit Blick von heute ist dies alles sehr kritisch zu beäugen, auch wenn der Film hauptsächlich Komödie ist (was ihm in der ersten Hälfte obschon seines propagandistischen Charakters annehmbar gelingt). Aus technischer Sicht können wir mit der Umsetzung zufrieden sein. Bild und Ton wurden sauber restauriert und wer etwas mit John Wayne anfangen kann, darf hier gerne zugreifen.



Bilder der DVD




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