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USA, JP 1991
Originaltitel:Guyver
Alternativtitel:Guyver, The
Länge:84:30 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Screaming Mad George, Steve Wang
Buch:Jon Purdy, Yoshiki Takaya
Kamera:Levie Isaacks
Musik:Matthew Morse
SFX:Jeanna Crawford, Tom Gleason, Ted Rae
Darsteller:Jack Armstrong, Vivian Wu, Mark Hamill, Greg Paik, Jimmie Walker, Peter Spellos, Michael Berryman, Spice Williams, Johnnie Saiko, Deborah Gorman, David Gale, Linnea Quigley, Jeffrey Combs
Vertrieb:Laser Paradise
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:25.10.2005 (Kauf)



Inhalt
Niemand weiß woher sie kamen - aber plötzlich waren sie mitten unter uns, die Zoanoids - Super Monster Soldiers aus einer anderen Welt. Bei seinen Nachforschungen stößt CIA-Agent Reed (Mark Hamill) auf einen geheimnisvollen Plan zur Auslöschung der menschlichen Rasse. Die Spur führt zu dem exzentrischen Milliardär Balcus (David Gale), der in den Labors deiner "Chronos Corporation" makabere biogenetische Experimente durchführen läßt. Die einzige Chance der Freaks Herr zu werden ist der Guyver - ein High Tech Instrument, das seinem Träger überirdische Kräfte verleiht. Doch der Guyver ist verschwunden. Wenn er in die falschen Hände gerät ist alles verloren.

Bild
Format1.33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Das Material hat seine beste Zeit hinter sich und sollte nicht noch einmal auf DVD landen. Grund für meine Beschwerde dürfte die Beschaffenheit des Filmes sein, denn die meisten Szenen spielen nun mal im Dunkel oder Halbdunkel. Der viel zu schattige Kontrast leistet da nichts, da es kaum Abgrenzungen des Schwarzwertes gibt. So passiert es schon im Hellen, dass sich eigentlich leichte Schattierungen auf Gesichtern so entwickeln, als würde die gesamte Beleuchtung fehlen. Daher sind die meisten späteren Szenen, beispielsweise die Kämpfe nicht so aufschlussreich, wie sie vielleicht sein sollten. Das wirkt sich natürlich auf Farben aus, die zwischen bräunlichen und bläulichen Tönen schwanken, was keineswegs wie eine stilistische Bemühung aussieht. Sobald die Beleuchtung nämlich etwas besser wird, fällt auch dort die unnatürliche Farbgebung, beispielsweise auf Gesichtern, auf. Ein Rauschen ist in Form von etwas Flimmern erkennbar, wirkt sich aber nicht negativ auf die Kompression aus. Trotz der annehmlichen Schärfe, die zwar keine sonderlich detaillierten Bilder zulässt, dafür aber kein matschiges Bild produziert, tendiere ich hier doch eher zu 2 Punkten, weil das Bild für diesen Film schlichtweg zu dunkel ist und sich nur bedingt für eine DVD-Auswertung eignet.
 ++----

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Bei den vielen Cameos wäre der Originalton mehr als interessant gewesen, aber man muss leider drauf verzichten. Stattdessen wird eine deutsche Tonspur geboten, die wahrscheinlich aus dem Videozeitalter stammt. Rauschen drückt dezent durch, bei zu lauter Artikulierung treten Tonfehler und Kratzgeräusche auf und die Stimmen haben wenig Ausdruckskraft. Die Musik dünnt an einigen Stellen etwas aus, trotzdem bleibt die Sprache gut verständlich. Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass bereits die Synchro dem Film kaum Nebengeräusche durchlässt und das Alter nochmals kleine Unreinheiten wie flackerndes Stereo in die Hörgänge befördert.
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Extras
Extras
  • Trailer:
    • Shadowchaser 3 (2:03 Min.)
    • The Beast (2:42 Min.)
    • The Zone 99 (2:36 Min.)
    • Mutronics (2:36 Min.)
  • Filmografien:
    • Vivian Wu
    • Jack Armstrong
    • Greg Paik
    • Deborah Gorman
VerpackungKeepCase
 Vier Filmografien bietet die DVD im Extrateil, die aber lediglich selbstablaufend sind und auch nur Titelerwähnungen anzeigen, was dem Fan doch zu wenig sein wird. Alle Übergänge zwischen den Menupunkten sind einfach animiert, wobei das vorzeitige Abbrechen einer Filmografie zu unerwünschten Nebeneffekten führt. Im Trailermenu hat sich übrigens noch der Trailer zu "Mutronics" versteckt.
 +-----

Fazit
Die Amis verfilmen eine Anime-Vorlage auf Sparflamme - und versagen natürlich vollends. Damit es dem anspruchslosesten Publikum aber nicht zu langweilig wird, entsteht eine actionreiche Monster-Geschichte mit Spaßfaktor, die eigentlich keine ist, weil es nichts zu erzählen gibt. Stattdessen gibt es Unsinn am laufenden Band. Man stelle sich einen Superhelden vor, der aus einem kleinen Apparat geboren wird und dem sich eine Truppe von völlig bekloppten Monstern entgegenstellt, welche in einer wilden Nacht zwischen einem ausgewachsenen Alien und einem Critter entstanden sein müssen und sich durch ihre Tollpatschigkeit am laufenden Band zur Schau stellen. Lediglich das Äußere könnte in einem ernsthaften SciFi-Streifen, der "Mutronics" ganz sicher nicht sein möchte, für leichten Grusel sorgen, da sich unter den zugegeben guten Kostümen aber Männer mit Schmalhirn und Kalauerhumor befinden, mutiert die Chose zum jugendfreundlichen Gekloppe im düsteren Ambiente. Dafür sorgen die dümmlichen Sprüche, teilweise sogar in Reimform vorgetragen, was im Interner Link"Leprechaun" ein Jahr später besser geklappt hat.
Etwas sehr dünn und klischeebehaftet entwickelt sich der Film: Ein junger Verlierertyp gerät in den Besitz der Guyver-Technik, die aus ihm einen Superkämpfer macht. Böse Buben, die sich ebenso in die seltsamsten Kreationen verwandeln können, sind aber bereits auf der Spur nach dem Gerät, welches Macht bedeutet. Zwischen die Fronten gerät ein Ermittler und die Tochter des Guyver-Entwicklers - na, dürfte man doch alles zur Genüge kennen, oder? Demnach wird es immer dann, wenn es um das Weiterspinnen der Handlung geht, arg langweilig.
Mega-Trash-Fans könnten dennoch ihren Spaß haben, werden in den ohne große Superkräfte ausgefochtenen Fäustkämpfen vielleicht sogar an japanische Monsterfilme längst vergangener Zeiten erinnert und dürfen sich auf ein Allstar-Treffen des B-Horrors freuen. In kleineren Rollen verstecken sich z.B. Linnea Quigley, die bei einer Filmaufnahme von den Kämpfern gestört wird und sich darüber aufregt, grad ihren besten Schrei sinnlos vergeudet zu haben, aber auch Jeffrey Combs in der Rolle des Wissenschaftlers - nur eben als Dr. East!!! Sogar Hauptrollen bekamen Mark Hamill, der markant knöchrige David Gale (Interner Link"Re-Animator"), der wohl ebenso wie Combs mittels dem produzierenden Brian Yuzna dazukam, und Michael Berryman, dem als Insider-Gag "kein Haar gekrümmt" werden darf. Ein Lob geht an die Effekte von Mad Screaming George, die zwar nicht splattrig, aber gut gestaltet und zweckhaft in Szene gesetzt werden, auch wenn man davon auf der deutschen DVD eher weniger sieht. Die sollte man in Betracht ziehen, wenn Qualität kaum relevant ist und man filmisch für jeden Spaß zu haben ist, egal, wie unsinnig er auch sein mag.



Bilder der DVD




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