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FR, USA 1981
Originaltitel:Bunker, The
Alternativtitel:Bunker, Le
aka. Führerbunker, Der
Länge:144:49 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:George Schaefer
Buch:Uwe Bahnsen, John Gay, James P. O'Donnell (Novel)
Kamera:Jean-Louis Picavet
Musik:Brad Fiedel
Darsteller:Anthony Hopkins, Richard Jordan, Cliff Gorman, James Naughton, Michael Lonsdale, Piper Laurie, Susan Blakely, Martin Jarvis, Michael Kitchen, Robert Austin, Andrew Ray, Yves Brainville
Vertrieb:Koch Media
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:27.07.2007 (Kauf)



Inhalt
Im Januar 1945 steigt Adolf Hitler ein letztes Mal in den Führerbunker, gegenüber dem Kanzleramt in Berlin, hinab. Dort wird er die letzten 105 Tage seines Lebens verbringen, zusammen mit einigen seiner getreuesten Gefolgsmännern und der Geliebten, die im Bunker zu seiner Ehefrau wird: Eva Braun.

Bild
Format1,72:1 (anamorph)
NormPAL
 Der anamorphe Transfer macht einen soliden Eindruck, wirkt insgesamt aber etwas unscharf, was vor allen in den Gesichtern sehr deutlich zur Geltung kommt, die nur bedingt Tiefe zeigen. Das der Transfer nachgeschärft wurde, sieht man den teilweise knackigen Konturen, welche derweilen aber etwas überstrahlen. Hinzu kommt ein eingesetzter Rauschfilter, der für stehende Rauschmuster sorgt und eine Bewegungsunschärfe mit sich bringt. Die Farben wirken dafür frisch, der Kontrast zu hart, wodurch die Detailwiedergabe in dunklen Flächen absäuft. Dafür gibt es kaum noch Bildrauschen und Defekte fallen nur selten auf. Die Kompression arbeitet weitgehend sauber, zeigt jedoch immer wieder leichtes Blockbildung im Hintergrund. Insgesamt noch ein angenehmer Transfer, dessen vier Punkte gerade noch vertretbar sind.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Der deutsche Monoton klingt stets gut verständlich und rauscharm, ingesamt wirkt der Track aber eine Spur zu grell. Der englische Track zeigt etwas mehr Hintergrundrauschen und auch wenn die Stimmen natürlicher wirken, ist die Sprachverständlichkeit etwas schlechter. Deutsche Untertitel gibt es leider nicht.
 ++----

Extras
Extras-
VerpackungKeepCase
 Leider gibt es kein Bonusmaterial, nicht einmal ein informatives Booklet wurde der Veröffentlichung beigelegt.
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Fazit
Dieser US-Fernsehfilm von 1981 basiert auf dem gleichnamigen Roman von James O'Donnell, welcher auch den Erzähler des Filmes darstellt. Seine Erzählung basiert ebenso wie Bernd Eichingers und Oliver Hirschbiegels Interner Link"Der Untergang" von 2004 mitunter auf dem Werk des Historikers Joachim Fest, sodass Szenen zum Teil identisch mit dem deutschen Oscar-Beitrag sind. Die Handlung konzentriert sich auf die letzten Tage Adolf Hitlers im Führerbunker, als die Sowjets im Begriff waren Berlin einzunehmen. Hierbei gliedert sich der Film in drei Teile, wobei der erste ganz unter dem Motto "Speer und Er" stattfindet, da hier der damalige Rüstungsminister Albert Speer als die gute Seele dargestellt wird, der nicht nur die deutsche Bevölkerung retten, sondern sogar ein Attentat auf Hitler verüben will! In den übrigen zwei Dritteln des Filmes taucht Speer dann bezeichnenderweise gar nicht mehr auf und diese zwei Drittel gliedern sich in Hoffnungslosigkeit und Todesvorbereitungen.
Dabei wird die eigentliche "Handlung" gelegentlich von Rückblenden unwichtiger Figuren unterbrochen, die sich an bessere und glorreiche Zeiten erinnern, während Hitler seinem Niedergang entgegen schreitet. Prinzipiell macht der Film also dieselben Fehler wie sein jüngeres Pendant, indem er sich auf mehreren Nebenkriegsschauplätzen verliert und dabei ein karikierendes Portrait von Adolf Hitler liefert. Dabei mutet Anthony Hopkins' (Interner Link"Das Schweigen der Lämmer") Darstellung wie eine Mischung aus Vincent D'Onofrio in Interner Link"Men in Black" und Giovanni Ribisi an und führt beim Zuschauer besonders in den Unterhaltungen mit Speer zu großartigen Lachanfällen. Die Amerikaner verwechselten den Hitler aus Propagandafilmchen mit dem des wahren Lebens und lassen Hopkins keifend und schreiend Herumbrüllen was das Zeug hält, in bester "Der große Diktator"-Manier. Historisch akkurat will der Film dabei nicht sein, weist löblicherweise auch zu Beginn darauf hin.
In bunten Technicolor-Farben wird der Niedergang des Deutschen Reichs gezeigt, optisch gänzlich unpassend. Dazu sieht man dann Hitler am Weibertisch oder klischeehafte Horrorfilm-Musikuntermalungen für das Ehepaar Goebbels. Die Sympathien trägt dabei zum einen der "Held" Speer (welcher zur Zeit der Ausstrahlung noch lebte und sehr gut mit seiner positiven Darstellung gelebt haben dürfte) und ein unwichtiger Handwerker, der immer wieder die Geschehnisse im Bunker beobachtet und kommentiert. Am Ende bleibt "Der Bunker" als fragwürdige Geschichtsdarstellung, welche in einem lächerlichen Bild von Adolf Hitler mündet und wie sein 2004er Pendant zeigt, dass ein Hitlerbärtchen nicht gleich einen Adolf Hitler machen. Ob man sich nun dieses Ami-Schmankerl von 1981 oder sein im Prinzip identisches deutsches Pendant von 2004 antut, spielt keine Rolle - beide Filme sind als historisch fragwürdig anzusehen.

Solide technische Umsetzung des preisgekrönten TV-Klassikers mit Anthony Hopkins als Adolf Hitler. Bild und Ton gehen soweit in Ordnung, nur das fehlenden jeglicher Extras ist sehr schade. Dafür liegt der Titel aber für einen ausgesprochen günstigen Preis im Regal.



Bilder der DVD




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