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USA 2007
Originaltitel:Beneath
Länge:78:38 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Dagen Merrill
Buch:Dagen Merrill, Kevin Burke
Kamera:Mike Southon
Musik:John Frizzell, Frederik Wiedmann
SFX:Brant McIlroy
Darsteller:Nora Zehetner, Matthew Settle, Gabrielle Rose, Jessica Amlee, Nicola Anderson, Gillian Barber, Warren Christie, Don S. Davis, Heather Feeney, Patrick Gilmore, Tom McBeath, Brian Mulligan
Vertrieb:Paramount
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:25.10.2007 (Kauf)



Inhalt
Christys wunderschöne ältere Schwester wird durch einen brutalen Autounfall entstellt, den Christy als Fahrerin verursacht hat. Seitdem wird Christy von seltsamen Visionen verfolgt, die sich immer wieder um den Unfall drehen. Jahre später kehrt sie nach Hause zurück und versucht verzweifelt herauszufinden, was Wahrheit und was nur Erfindung ihrer aufgewühlten Mädchenfantasie ist. Sie erfährt, dass ihre schlimmsten Alpträume beides sind: Wirklichkeit und Voraussage.

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Die größte Schwäche des Transfers bemerkt man schon direkt zum Anfang: die Schärfe. Zwar wirkt die Grundschärfe recht angenehm, was unter anderem an den sauberen und teilweise knackigen Konturen liegen dürfte, aber nur selten darf uns die Detailwiedergabe wirklich überzeugen. Meist wirkt der Transfer sehr weich und es fehlt deutlich an Tiefe. In Totalen erscheint er stellenweise sogar recht unscharf. Sicherlich ein Resultat des Rauschfilters, denn Bildrauschen findet sich hier nicht. Zum Glück arbeitet die Kompression auch sehr sauber, lediglich die doch deutliche Bewegungsunschärfe in Kameraschwenks trübt den Sehgenuss etwas. Die Farben wirken derweilen sehr satt und dennoch natürlich, der Kontrast dagegen hart und bekommt in dunklen Sequenzen nicht immer die Kurve, dafür dürfen wir uns über einen satten und kräftigen Schwarzwert freuen. Leichte Überstrahlungen in hellen Flächen werte ich einmal als gewolltes Stilmittel. So bleibt uns ein solider Transfer, dessen Unschärfe bereits auf kleineren Diagonalen recht unangenehm auffällt.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch, Englisch, Holländisch, Englisch für Hörgeschädigte
 Man spendiert uns ein ordentliches Klangbild, welches insgesamt zwar frontlastig geraten ist, in den nötigen Momenten, aber auch die Effektkanäle einzusetzen weiß. Dies geschieht aber meist im Bereich der Musik, direktional spielt sich eher wenig ab, wodurch der Sound die Atmosphäre des Filmes nur bedingt zu unterstützen weiß. Dies liegt unter anderem daran, dass "Beneath" von Grund auf ein sehr ruhiger Vertreter seines Genres ist und er erst zum Ende hin, nämlich dann wenn die Action zunimmt, etwas an Kraft zulegen darf. Beim Showdown darf dann auch der Subwoofer und die Rears ein wenig zu tun bekommen, richtig überzeugen kann es dennoch nicht. Dialoge sind gut zu verstehen, wirken aber etwas steril und wie der gesamte Mix etwas dumpfer als die englische Abmischung. Diese ist nicht viel räumlicher, klingt dafür aber durchaus dynamischer und klarer als die deutsche Synchronfassung. Optional lassen sich diverse Untertitel hinzuschalten.
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Extras
Extras-
VerpackungKeepCase
 Es gibt weder ein animiertes Menü, noch einen Trailer oder anderweitige Extras.
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Fazit
"Beneath" wirkt anfangs wie einer der typischen Genre-Vertreter, die bemüht sind mit Gruselschocks und hektischer MTV-Ästhetik eine spezielle Zielgruppe zu finden, doch bereits nach kurzer Zeit merkt man, dass "Beneath" mehr sein will und dies vor allem auch ist. Dagen Merrils Regiedebüt baut mehr auf subtilen Grusel, düstere Atmosphäre und eine interessante, da nicht im den ersten Moment vorhersehbare Geschichte auf. Er verzichtet nahezu gänzlich auf Knalleffekte und darf als fast schon untypisch ruhig bezeichnet werden - zumindest wenn man bedenkt, dass MTV den Film produziert hat.
Nora Zehetner ("Heroes") spielt die hübsche Christy, die als Kind bei einem Autounfall mit ihrer älteren Schwester Vannessa fast ums Leben kommt. Ihre Schwester ist nach dem Unfall entstellt und scheint kurze Zeit darauf gestorben zu sein. Doch die 14jährige Christy ist fest davon überzeugt, dass ihre Schwester noch lebt und wird darauf hin in eine Nervenklinik gebracht. Seitdem wird Christy von seltsamen Visionen verfolgt, die sich immer wieder um den Unfall drehen. Jahre später kehrt sie nach Hause zurück und versucht verzweifelt herauszufinden, was Wahrheit und was nur Erfindung ihrer aufgewühlten Mädchenfantasie ist. Hier erfährt sie, dass durchaus mehr hinter ihren Hirngespinsten steckt und als ihre Nichte von einem Monster zwischen den Wänden spricht, sucht Christy weiter nach der Wahrheit. Starb ihre Schwester wirklich an den Folgen ihrer Verbrennungen oder ist sie am Ende sogar ermordet worden? Ihre Visionen eskalieren und sie weiß nicht mehr, was Realität und ein Vorstellung ist. Somit wird es Zeit ihren Ängsten entgegen zu treten und Vanessas Grab zu öffnen ...
Zwar bietet "Beneath" genügend übernatürliche Momente und gruselige Sequenzen, aber wir bekommen es hier vielmehr mit einem Thriller zu tun, als mit einem Horrorfilm im eigentlichen Sinn. "Beneath" lässt zu Beginn auf einer der vielen Spukgeschichten hoffen, ab der Hälfte der Spielzeit den Thrilleranteil aber immer stärker mit einfließen. Am Ende bleibt uns zwar kein überragender, dafür aber umso überraschender Film, der Klischees gekonnt ausarbeitet, ohne dabei langweilig zu wirken. Zwischenzeitlich führt man uns sogar auf die falsche Fährte, entschädigt uns aber mit einem recht kurzen, aber überraschenden Ende. Lediglich der nicht wirklich nachvollziehbar Showdown kränkelt, da dieser etwas unlogisch ausfällt. Die Darstellerriege um Nora Zehetner agiert derweilen sehr blass und die Inszensierung kann sich nicht wirklich vom B-Movie-Niveau abheben, dafür sieht das Gezeigte zu sehr nach TV-Produktion aus, als dass es schlussendlich wirklich überzeugen kann. Aber einen Blick darf man bei dieser solide produzierten DVD ruhig einmal riskieren, denn langweilen wird man sich beim Film sicher nicht.



Bilder der DVD




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