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SE, DK 2004
Originaltitel:Kongekabale
Alternativtitel:Den tredje makten
Länge:102:38 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Nikolaj Arcel
Buch:Nikolaj Arcel, Rasmus Heisterberg, Niels Krause-Kjær
Kamera:Rasmus Videbæk
Musik:Henrik Munch, Flemming Nordkrog
Darsteller:Anders W. Berthelsen, Søren Pilmark, Nastja Arcel, Nicolas Bro, Lars Mikkelsen, Ulf Pilgaard, Charlotte Munck, Lars Brygmann, Helle Fagralid, Jesper Langberg, Jens Jørn Spottag, Kurt Ravn, Bjarne Henriksen, Anders Nyborg, Robert Hansen, Laura Christensen, Hans Henrik Voetmann, Søren Poppel
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:29.06.2006 (Verleih) / 03.08.2006 (Kauf)



Inhalt
Kurz vor der dänischen Parlamentswahl verunglückt der Vorsitzende der Zentrumspartei schwer. Ein heftiger Kampf um seine Nachfolge entbrennt. Der Fraktionsvorsitzende Dreier und die Parteisprecherin Kjeldsen sind die Hauptkontrahenten in diesem Konflikt. Zur gleichen Zeit übernimmt der junge Journalist Ulrik Torp die Berichterstattung über das Kopenhagener Parlament. Als ihm hochbrisantes Material zugespielt wird, kommt er einem Komplott auf die Spur, welches einer nationalen Verschwörung gleichkommt.

Bild
Format2.35:1 (anamorph)
NormPAL
 Mit bläulichen, grünlichen Farben kreiert "King's Game" seinen typischen, unterkühlten und etwas harten Stil, der sich ebenso im etwas harten Kontrast äußert. Sehr schattig geht der Film zugange, was aber durchaus passend ist, da die kriminellen Machenschaften der Akteure umso mehr undurchdringlicher erscheinen. Etwas stärker als sonst ist das feine Bildrauschen zu sehen, was der Detailschärfe etwas gegenarbeitet. Diese bietet gute Ansätze, also ein durchaus feines Bild, was aber nicht vollständig ausgearbeitet erscheint. Deswegen sieht das Bild weniger plastisch aus als es vielleicht sein könnte. Schlechtes muss man aber nicht dahinter vermuten, man wird wohl trotzdem sehr zufriedengestellt werden. Dass bei der feinen Bildbewegung die Kompression durchweg saubere Arbeit leistet, ist bemerkenswert.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Die Tonspuren machen sich ein wenig rar. Während e-m-s hierbei sonst immer bemüht ist, den Originalton mitzuliefern und manchmal sogar noch eine DTS-Spur mit drauf packt, gibt es bei "King's Game" "nur" einen Dolby Digital 5.1-Ton in deutscher Sprache, der weniger ist als er zu sein scheint, und keinerlei Untertitel. Die Benutzung der hinteren Lautsprecher lässt in einigen Szenen auf sich warten, weil die einzig auswertbare Komponente neben dem gut vertonten Autocrash zu Beginn, die Filmmusik, oftmals nicht weit genug durchdringt. Für einen sehr dialoglastigen Film wie diesen ist das natürlich schlecht, denn mehr als Stimmengemurmel hat er kaum zu bieten. Der Klang dagegen ist durchaus annehmlich, in wenigen, kurzen Momenten sogar angenehm bassig und klar. Aber auch hier fehlen deutlich Dynamik und etwas mehr Brillanz in den Stimmen. Zudem ist die Frontlastigkeit etwas ungewohnt.
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Extras
Extras
  • Weitere DVDs:
    • Die heilige Hure (1:26 Min.)
    • Flight 93 (1:33 Min.)
    • Ein ferpektes Verbrechen (1:04 Min.)
    • Cry_Wolf (2:16 Min.)
    • Après Vous (1:53 Min.)
    • 11:14 - Elevenfoureen (1:30 Min.)
VerpackungKeepCase
 Filmbezogenes Material besitzt die DVD leider keins.
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Fazit
Wie ein Politthriller auszusehen hat, der statt millionenschwerer Stars und Oberflächlichkeiten mit eher unbekannten Darstellern und einer mitreißenden Geschichte auftrumpfen kann, das zeigen die Dänen mit ihrer 2004er Produktion um einen Korruptionsskandal im Parlament. Man verfolgt einen idealistischen Jungreporter, der für eine renommierte Tageszeitung von den anstehenden Wahlen Bericht erstatten soll, aber bald herausfinden muss, dass hinter der Fassade der Parteien und deren angesehenen Politikern so einiges im Argen liegt. Denn der Unfall des Spitzenkandidaten der Mitte löst eine Kette von verleumderischen Meldungen aus, hinter denen sich noch weitaus größere Lügen verbergen. Während man als Zuschauer zumindest die Zuteilung von "gut" und "böse" unter den Charakteren schon bald erahnen kann, wird man doch immer wieder von kleinen Überraschungen in seiner Meinung zurecht gerückt, denn für Schwarzweißmalerei ist hier sicherlich kein Platz. Unser Reporter merkt nämlich bald, dass sein Enthüllungsjournalismus der falschen Seite zuarbeitet, es seiner Anstellung schädlich ist und auch von privater Seite Ärger droht (sein Vater war ehemals Politiker). Dass er in seinem Metier selbst bald nur noch ein Machtinstrument ist und die Wahrheit nicht in jedem Fall angebracht ist, sind wichtige Themen des Films, die glücklicherweise absolut perfekt inszeniert sind. So verzichtet der Film auf platte Effekthascherei, wie man sie erwarten könnte, käme das große Revolverblatt mit den vier Buchstaben hinter einen ähnlichen Lügenskandal. Auch die darstellerische Leistung kann begeistern, werden die Figuren doch jeweils charismatischer dargestellt als es beispielsweise bei Filmen aus Übersee der Fall ist. Wesentlich mehr also als der übliche Thriller und daher auch spannender als dieser, was angesichts meiner anfänglichen Vermutung, hier mal wieder so ein einfallsloser, handlungsarmer Schickimicki-Streifen zu bekommen, doch ganz erfreulich ist.



Bilder der DVD




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