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PH 1989
Originaltitel:Blood War
Länge:89:45 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:juristisch geprüft, strafrechtlich unbedenklich
Regie:Francis Posadas
Buch:Mutmaina Kamlon, Conrad Galang
Kamera:Apolinar Cuenco
Musik:Willy Yusi
SFX:Guy Naelgas, Peping Carmona
Darsteller:Anthony Alanzo, Rosemarie De Vera, Robert Lee, Renato del Prado, Joonee Gamboa, Fred Moro, Bob Duran, Tony Martinez, Rex Lapid, Dahlia Delgado, Grego Gavino, Ernie Ortega, Naty Santiago, Dave Moreno, Vic Santos, Rene Romero
Vertrieb:CMV-Laservision
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:22.09.2006 (Verleih) / 20.10.2006 (Kauf)



Inhalt
Nach jahrelanger Gewaltherrschaft rumort es in den Slums von Manila. Die pure Verzweiflung und Sehnsucht nach Freiheit und Frieden treiben immer mehr mutige Männer zu den Waffen. Sie führen einen aufrechten, jedoch nahezu aussichtslosen Kampf gegen das übermächtige Regime und die Korruption in den eigenen Reihen. Die Regierungstruppen ziehen schonungslos und mit grausamer Härte gegen die Aufständischen zu Felde. Dabei werden selbst Alte und Kinder nicht verschont. Überdies versuchen skrupellose Geschäftemacher aus der verhängnisvollen Situation der Rebellen Kapital zu schlagen. Wird es den wagemutigen Freiheitskämpfern gelingen, ihre barbarischen Unterdrücker zu besiegen? Die Chancen stehen 1:1000 ...

Bild
Format1.33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Nur in den wenigsten Szenen wird eine befriedigende Bildqualität geliefert. Dass das Bild bei weitem nicht einwandfrei wird, dürfte vorab klar gewesen sein, aber dermaßen viele Bildstörungen bzw. Kratzer und Spinnenweben hat man sicherlich nicht erwartet. Teilweise sieht das Vollbild durch diese Defekte so aus, als ob man es mit einem HK-Actioner der 70er zu tun hätte. Außerdem ist das Bild oftmals viel zu dunkel, um über 2 Punkte hinaus zu kommen, was natürlich die verfälschten Farben und den Kontrast beeinflusst. Mitunter wechselt die Helligkeit während einer Einstellung sogar so stark, als ob man die Blende wechseln würde. Auch fester Schmutz (hat da jemand die Kamera nicht geputzt?) wird in Schwenks sichtbar. Mit der Schärfe kann man leben, auch wenn alles etwas zu weich ist. Zumindest verschwimmt das Bild nicht und zieht auch nicht nach. Trash-Fans wird es reichen - im Bewusstsein, dass man froh sein kann, diesen Film überhaupt auf DVD anschauen zu können.
 ++----

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Die deutsche Tonspur unterscheidet sich erheblich von der Englischen und erweist sich sogar als komplette Neuvertonung. Das bedeutet einen neuen Score, veränderte Toneffekte und natürlich die deutsche Synchro. Leider ist nichts davon wirklich gut geworden, im Höchstfalle brauchbar, zumindest aber interessant zu hören, wie man sich an der Sache versuchte. Besonders die Nebengeräusche wie Schusswechsel bestehen aus billigen, wiederholten Samples, die teilweise gar nicht zur Szene passen. Den Klang kann man insgesamt als gelungen bezeichnen, er ist aber auch frei von Höhepunkten und fällt gedrungen aus - jemand überrascht? Trotzdem ein Gewinn gegenüber der englischen Spur, die sowohl alt, dumpf als auch stark kratzend erklingt, was dem Zuhörer im Deutschen alles erspart bleibt.
 ++----

Extras
Extras
  • Bildergalerie (2:17 Min.)
  • Trailer (9:21 Min.):
    • Lady Terminator
    • Games of Survival
    • Das Orakel
VerpackungKleine Hartbox
 Neben drei Trailern bietet die DVD noch eine Bildergalerie, wobei ich davon nicht alles interessant fand, weil einige Motive genau so im Film vorkommen.
 +-----

Fazit
Die philippinische Billig-Action sieht auf dem Cover leider sehr viel interessanter aus, als er letztlich ist, auch wenn man mit dem scheinbar ewig währenden (Terror-)Krieg zwischen bevölkerungsmäßig stärker vertretenen Christen und den Islamisten als Minderheit einen der Brennpunkte der philippinischen Innenpolitik erfasst. Zusammengefasst könnte man von einer Inszenierung auf unterem TV-Niveau sprechen, die mit vielen, aber meist belanglosen Action-Szenen gefüllt ist.
Die Dramaturgie haben selbst brasilianische Seifenopern besser im Griff, bekommt man sämtliche Wesenszüge der zweidimensionalen Figuren doch mit dem Holzhammer vermittelt. Sicherlich geht es kitschiger, aber kaum sinnfreier und alberner als hier. Jeder darf zumindest das Taschentuch herausholen, wenn sich die verfeindeten Parteien zur gegenseitigen Friedenserklärung gegenüberstehen, was in einem Akt von Beinahe-Liebeserklärungen endet. Der Held ist ein angesehener Leutnant, der auf Seiten der Regierung in den Kampf zieht (nicht der Guerilla vom Cover!) und alles richtig macht. Nebenher ordnet er noch sein Privatleben, ist es doch an der Zeit, seine Herzensdame ausfindig zu machen, denn die Letzte wurde vom Erzfeind vergewaltigt, so dass es ihr die Ehre gebot, ihren Peiniger zu heiraten - wow, harter Tobak! Hat man diese Szenen überstanden, die kleistriger Musik kaschiert werden, kommt es zu einem der zahllosen Kämpfe. Selbstverständlich dürfen die meisten der Statisten an ihren MGs wackeln, damit es so aussieht, als ob geschossen wird. Leider ist das ewige Feuer-Deckung-Spielchen bereits nach kurzer Zeit abgenutzt, weil Interner Link"Rambo"-typische Materialschlachten und Explosionen vom Budget exekutiert worden sind. Auch der Blutgehalt ist gering, sterben die meisten doch Früh-Western typisch mit der Hand auf der Schusswunde. Und das wollen echte Soldaten sein, die da als Statisten herhalten?

Richtig langweilig ist "Blood War" zwar nicht, aber viel zu normal und eintönig, um in der Trash Collection zu landen. Mag sein, dass er in seinem Herkunftsland dank pathetischer Spielweise und seelsalbender Aussage ("Peace Be With You") angenommen wird, aber mir fehlen da verrückte, absurde, vielleicht auch splattrige Szenen, die für Unterhaltung sorgen.



Bilder der DVD




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NewsCMV-Neuheiten im September / Oktober '06
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