Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
USA 2006
Originaltitel:Other Side, The
Länge:92:16 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:Gregg Bishop
Buch:Gregg Bishop
Kamera:Sherman Johnson
Musik:Kristopher Carter
SFX:Chris Burns, Matt Green, Bob Shelley, Dave R. Watkins, Matt Shumway
Darsteller:Nathan Mobley, Jaimie Alexander, Cory Rouse, Poncho Hodges, Chris Burns, Shale Nelson, Stephen Caudill, Daniel Massey Tovell, Brian De Pue, Justin Welborn, Lori Beth Edgeman, Amy Lucas, Vince Canlas, Lucas Till
Vertrieb:Koch Media
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:22.06.2007 (Verleih) / 27.07.2007 (Kauf)



Inhalt
Am Tage des Wiedersehens mit seiner Freundin Hanna Thompson wird Samuel North auf mysteriöse Weise ermordet und in die Hölle geschickt. Gemeinsam mit zwei anderen Verdammten gelingt es Samuel, dem Fegefeuer zu entkommen. Auf sich selbst gestellt, muss er die mysteriösen Umstände seines Todes und das plötzliche Verschwinden von Hanna aufklären. Doch die "Unterwelt" fordert ihren Preis und schickt die Jäger der Hölle, um die Entflohenen zurückzuholen.

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Ne, das Bild will so gar nicht passen, auch wenn man den niedrigen Produktionsstandard bedenkt. Der Stil ist schwer zu beschreiben, dümpelt irgendwo zwischen rauschfreiem Super-8 und viel zu weichem Digital Video herum und zeigt bereits bei den Farben deutliche Schwächen. Diese fallen stets etwas verfälscht aus, so dass Gesichter rötlich, Umgebungen gelblich und ein heller Himmel nicht wirklich weiß ausfällt. Großes Problem ist die Schärfe, die kaum noch als solche zu bezeichnen ist, weil das Bild oftmals ganzheitlich matschig wirkt. Es kommt zwar nicht ungemütliches Videoflair in diesem Bereich auf, aber es müsste doch zu machen gewesen sein, wenigstens in ein paar Szenen die detaillosen Bildobjekte etwas aufzubessern, die in Bewegungen noch etwas mehr verwischen. Somit macht das alles den Eindruck eines Grindhouse-Filmes der 70er, nur eben ohne Verschmutzungen, mit nur geringem, aber feinen Rauschen und mit einer guten Kompression. Denn auch der Kontrast arbeitet nicht gerade differenziert, so dass es zum bekannten Effekt kommt, bei dem schwarze Objekte keine Schattierungen mehr enthalten, sondern nur noch komplett dunkel aussehen. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, ob das nur 2 oder schon 3 Punkte wert ist. Störend für den Filmgenuss ist es nicht unbedingt, aber der Käufer einer aktuellen DVD mit einem aktuellen Film erwartet doch etwas mehr. Das hier ist ein wenig unter dem Mindestmaß.
 ++----

Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu, En), DTS 5.1 (Deu), Dolby Digital 2.0 (En)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Angenehm bassig sind sämtliche 5.1-Spuren zugange, wobei die deutsche DTS-Spur durch eine kräftige Anhebung der Lautstärke diesen Effekt noch verstärkt. Diese besitzt aber auch als einzige ein paar deutliche Ausfälle: In den ersten Minuten fällt mehrmals für etwa eine halbe bis eine ganze Sekunde der Ton komplett aus. Das häuft sich in der Spielzeit um die 11. Minute, weswegen man DTS gleich abschalten kann, obwohl hier der fülligste und wärmste Sound geboten wird. Den erreicht man aber auch mit deutschsprachigem Dolby Digital, der davon abgesehen deutlichere Nebengeräusche von sich gibt als der Originalton. Die Surround-Abmischung scheint mir im Deutschen auch wesentlich gelungener und effektiver zu sein, so dass sich hier in einigen Szenen ordentlich Futter für die Rear Speaker bietet. Lediglich die aufgesetzte Synchro beeinflusst den Klang negativ, wobei die Sprecher im Deutschen saubere Arbeit leisten. Sonst ist der deutsche Ton vergleichsweise hell, störungsfrei und qualitativ über dem, was man von einem "preiswert" gedrehten Film erwartet. Das merkt man im dumpfen und wenig lebendigen Originalton sehr deutlich.
 ++++--

Extras
Extras
  • Originaltrailer dt./engl. (2:03 Min.)
  • Bio-/Filmografien:
    • Gregg Bishop (4 Seiten)
    • Chad Eikhoff (3 Seiten)
    • Nathan Mobley (3 Seiten)
    • Jaimie Alexander (2 Seiten)
    • Cory Rouse (4 Seiten)
    • Poncho Hodges (2 Seiten)
    • Stephen Caudill (3 Seiten)
  • Slideshow (4:06 Min.)
  • Weitere DVDs:
    • Wrestlemaniac (1:52 Min.)
    • Subject Two (1:18 Min.)
    • Blood Waves (1:57 Min.)
    • Dead End Road (1:33 Min.)
    • Pleasure Drivers (2:02 Min.)
    • El Cortez (2:12 Min.)
    • Animal (2:13 Min.)
    • Tal der Wölfe (1:40 Min.)
VerpackungKeepCase
 Man hat sich die Mühe gemacht, zu den wichtigsten Machern des Filmes Biografien in Textform zu erstellen, die sich zwar kurz aber gut lesen. Als weitere Extras werden der Trailer und eine Slideshow angeboten, die zwar Szenen des Filmes zeigt, aber in einer besseren Qualität als auf DVD.
 +-----

Fazit
Was in der Hölle so passiert, das haben Interner Link"Hell - Gefangene des Jenseits" oder auch Interner Link"Beyond The Limits" mehr oder weniger erfolgreich schon auf Zelluloid gebannt. Wie es aber ist, wenn es einem Grüppchen gelingen sollte, dem Fegefeuer zu entwischen und zurück unter die Lebenden zu fliehen, das sah man bisher selten. "The Other Side" holt das ausführlichst nach und lässt die Kinnlade des Betrachters doch das eine oder andere Mal herunterklappen. Denn den Flüchtlingen sind drei Häscher der Hölle auf den Fersen, die neben gewisser Schmerzfreiheit entweder die Macht besitzen, nach ihrem Ableben in die nächste Leiche zu schlüpfen oder gar zu einem nahezu unbesiegbaren Flug-Ripper heranzuwachsen. Mit anderen Worten: Hier geht's von Anfang bis Ende zur Sache, denn die meist mit Feuerwaffen ausgefochtenen Zwistigkeiten zwischen Höllenabtrünnigen und Jägern sind nicht nur perfekt actionreich inszeniert, sondern auch mit Splattereinlagen gesäumt, derer man nie müde werden wird. "The Other Side" ist dabei nicht mal ein tumbes Schlachtenspielchen, sondern garniert die rasanten Fights mit ideenreichen Ablebensmethoden und blutigen Effekten. Dass es nicht langweilig wird, dafür sorgt das im Interner Link"Terminator"-Stil voranschreitenden Jägergespann, welches im Totengräbergewand mit weißen, knochigen Schädel unter schwarzer Kluft emotionslos ihr Werk verrichtet und es auf einen beachtlichen Bodycount bringt.
Die Hauptgeschichte liefert dem Film dann die richtige Würze, denn endloses Sterben wäre doch trotz der hohen Dynamik ein wenig öde. Unter dem pfiffigen Trio, welches entrinnen möchte, befindet sich neben einem kleinen, vorlauten Sexgangster (sozusagen der Pausenclown) der maßgeblich unschuldige Protagonist, der seine vermisste Freundin sucht und dabei ein verflixtes Lügenlabyrinth aufdeckt. Dabei kann er sich zwar auf die Hilfe alter Freunde verlassen, muss aber immer wieder gegen die Reaper antreten.
Stellenweise sieht man dem Film seine Independent-Herkunft an, weil eben noch nicht alles so richtig klappen mag, da er aber dem Zuschauer kaum Zeit zum Verschnaufen lässt, treten nicht die aus diesem Budget-Bereich bekannten Ermüdungserscheinungen auf. Das ist überraschend und sorgt für gute Unterhaltung. Die Schauspieler machen ihren Job gut, obwohl unbekannt, die Dialoge geben sich teilweise sogar witzig bzw. lassen nie nervige Ausfälle oder Phrasen durchschimmern und auf Füllmaterial wurde verzichtet - allesamt positive Faktoren, die für den positiven Gesamteindruck von "The Other Side" bzw. insgesamt für das Independent-Kino sprechen. Bei diesem nimmt man nämlich viel zu oft ein paar Schwächen hin, wenn es nur genug andere Schauwerte gibt. Diesen Kompromiss muss man hier nicht eingehen, deshalb: So muss ein Debut (wer hätte das gedacht?) aussehen, dann klappt's demnächst auch mit den Majors!



Bilder der DVD




Druckbare Version
News"The Other Side" von Koch Media
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.