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JP 2004
Originaltitel:Shinkuronishiti
Alternativtitel:Burakku kisu
aka. Synchronicity
Länge:132:29 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Macoto Tezuka
Buch:Macoto Tezuka
Kamera:Kazuhiro Shirao
Musik:Kan Takagi
Darsteller:Reika Hashimoto, Kaori Kawamura, Masanobu Ando, Seri Iwahori, Kikuo Kaneuchi, Angie, Hijiri Kojima, Masao Kusakari, Shunsuke Matsuoka, Ken Mitsuishi, Mitsuru Murata, Jô Odagiri, Shinzen Okada, Eiji Okuda
Vertrieb:I-On New Media
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:29.06.2007 (Kauf)



Inhalt
Asuka, jung und wunderhübsch, freut sich darauf endlich in Tokio ihre Modelkarriere voranzubringen. Doch ihre neue Kollegin, die ausgebrannte und verzweifelte Kasumi macht ihr keine guten Aussichten auf den Job. Zuviel Seltsames passiert hinter den Kulissen ihrer gemeinsamen Agentur. Doch Asuka bleibt nicht viel Zeit diesen Aussagen unvoreingenommen nachzugehen, da sie unfreiwillig Zeugin eines brutalen Mordes wird bei dem Kasumi die Hauptverdächtige zu sein scheint. Doch es bleibt nicht bei diesem einen Mord und bald finden sich ein unerfahrener Detektiv, ein Paparazzi und weitere mehr als mysteriöse Typen ein, um die grausamen Morde aufzuklären. Oder ist gar einer von ihnen der echte Mörder?

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 4 Punkte in diesem Bereich kann die DVD zwar ergattern, für mehr ist es aber noch deutlich zu schwach. An Farben und Kontrast liegt es nicht, auch wenn beides erstmal etwas ungewöhnlich aussieht. Ein grünlicher Grundfarbton lässt das Geschehen etwas kränklich aussehen, wie angestrahlt von Neonleuchtstoffröhren und einige Bildelemente wurden gezielt sehr hell gestaltet. Trotzdem vermisst man keine Details in dunklen Szenen oder wird gar optisch überfordert, weil die Stilistik beibehalten wird und nicht zu viel mit den Filtern gespielt wird. Die etwas weiche Zeichnung passt gut zur Stilistik. Dabei ist die Schärfe gut, aber nicht übermäßig stark ausgefallen, so dass es nicht an Details mangelt, während man sich immer wieder mal wünscht, einige Strukturen wären plastischer. Nun aber zum Negativen: Dezentes Ghosting fällt in längeren Bewegungen auf und die Kompression ist in stark beanspruchten Szenen deutlich überfordert. Sei es ein Wetterblitz, ein auslösender Fotoapparat oder ein Oberlichtflackern, in diesen Szenen kommt es immer wieder zu kurzzeitigen Verblockungen, die sich innerhalb einer Sekunde wieder auflösen, aber trotzdem störend wahrgenommen werden. Rauschen tritt nur in geringem Maße auf und dann auch nur hintergründig. Demnach ein farblich gewöhnungsbedürftiges, aber gutes Bild mit leichten Makeln bei der Schärfe und der Kompression.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Japanisch
UntertitelDeutsch
 Auch wenn die vielen Dialogstellen die Surround-Lautsprecher nicht so stark beanspruchen, kommt doch der Eindruck eines wohligen, fülligen Surround-Tracks auf. So ist es umso überraschender, wenn sich die Rear Speaker feurig entladen. Dabei stimmt auch der stellenweise zugeschaltete Basslevel und die saubere, professionelle Synchro, die dem ebenfalls in Dolby Digital 5.1 abgelegten Original in nichts nachsteht. Etwas mehr Dynamik und Aktivität wäre zwar noch wünschenswert, wenn aber das Ausgangsmaterial nicht mehr hergibt und zumindest im Stereobereich immer klare, gut verteilte Signale ausgespielt werden, geht das mehr als in Ordnung.
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Extras
Extras
  • Deleted Scenes:
    • Kimuras Geheimnis (3:34 Min.)
    • Kasumi und Asuka (2:28 Min.)
    • Schachtel der Mysterien (1:32 Min.)
    • Jokers DJ-Auftritt (0:47 Min.)
    • Aikas Photoaufnahmen (1:16 Min.)
  • Die Wahrheit über "Black Kiss" (9:24 Min.)
  • Auflösung des Rätsels von "Black Kiss" (14:01 Min.)
  • Making Of der Spezialeffekte (3:21 Min.)
  • Trailer (1:28 Min.)
  • TV-Spots (1:01 Min.)
  • Trailershow:
    • Cycle Of Fear (1:31 Min.)
    • Ghost Train (1:58 Min.)
    • Neighbour No. 13 (1:37 Min.)
    • Red Shoes (2:08 Min.)
    • Shinobi (2:02 Min.)
    • Survive Style (1:33 Min.)
    • The Heirloom (1:35 Min.)
    • Tokyo Zombie (2:00 Min.)
  • Info (1 Seite)
VerpackungKeepCase
 Neben dem netten Menu bietet die DVD auch einiges an Zusatzmaterial zum Film an. Unter den gekürzten Szenen befinden sich zwar zwei, die wirklich Füllmaterial sind, aber auch drei interessante Handlungselemente, wobei sämtliche Szenen deutsch untertitelt worden und eine kurze Einleitung vorangestellt bekommen, die die Einordnung in den Film erleichtern sollen. Wer sich Gedanken um die Auflösung des Films macht, der sollte nachher "Die Wahrheit über 'Black Kiss'" anschauen, denn hier erörtert der Regisseur seine Gedanken zu der Identität des Mörders und wie dieser beispielsweise der Polizei entkommen kann. Zwar lässt er bestimmte Aspekte immer noch offen, aber die Geschichte wird etwas plausibler, weil er auch Szenen anspricht, die nicht für den Film gedreht wurden. In "Auflösung des Rätsels", ebenfalls einem Videointerview, wird er dann etwas konkreter, beginnt mit Erörterungen zu seinem vorangegangenen Film und weist somit schließlich auf "Black Kiss" hin. Die Spezialeffekt-Abteilung stellt sich in einem kurzen Video anhand von 4 Szenen vor, die im Vorher-Nachher-Vergleich präsentiert werden. Der Trailer zum Film, ein paar TV-Spots und eine Trailershow schließen den Bonusbereich ab.
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Fazit
Da ist doch in Japan endlich mal einer auf die Idee gekommen, dass man ja auch mal fürs heimische Ländle die Mechanismen und Inhalte eines klassischen italienischen Giallos für sich vereinnahmen können. Sucht man die typischen Elemente, die sexuell motivierten und sexualisierten Verbrechen; der Zeuge, der etwas gesehen hat, an das er sich nicht mehr erinnern kann; die grausam zugerichteten Opfer; die Polizei auf der falschen Fährte, die den Zeugen verdächtigt; das Familiendrama aus ferner Vergangenheit, dann findet man auch zu allem etwas, insofern ist man linientreu gewesen. Der Rest kann den Vorbildern leider außer der guten Absicht nicht das Wasser reichen, denn Macoto Tezuka hat sein Debut zu einem 130-Minuten-Reißer aufgeblasen, dessen Hintergrundbezüge sich leider immer mehr aufblähen, am Ende aber nur einen Hasenpups produzieren.
Tezuka, auch Drehbuchautor, ist sichtlich bemüht, aber die Auflösung rund um den Killer, der letztendlich so eine Art Auftragskiller für die Familie war, ist weniger als nicht befriedigend und hat eigentlich keinen echten Höhepunkt. Vielmehr bleibt der Mörder unidentifiziert, bzw. nicht richtig enttarnt und hinterlässt eine Menge Fragen dazu, was er tut, wie er es tut und warum! Darüber hinaus fehlt Tezuka die Erfahrung und das visuelle Sendungsbewusstsein, aus seinen Schauplätzen etwas richtig Stylisches herauszufiltern, möglicherweise ist Chinatown auch nicht so ganz der passende Schauplatz für die eher sterile Isolation wirksamer Giallo-Szenen.
Natürlich ist nicht alles schlecht, Gott bewahre, vor allem die Mordopfer kommen mehr als bizarr daher, vor allem als die Polizeitruppe in ein Haus voller Opfer eindringt, wird's richtig abartig, ohne dass überhaupt viel Blut zu sehen ist, da spielt die Phantasie auf der bösen Klaviatur. Dennoch mutet das Opfergemenge und die Vorgehensweise dann doch eher wie von Interner Link"Sieben" inspiriert und das starre, ignorante Polizeigefüge, wieder mal mit der typischen Rangunterwürfigkeit der Japaner kombiniert, spielt dem Eindruck in die Hände.

Am Ende bleiben viele Fragen offen und einige gute Ansätze (die "Geschenk"-Sendung an das Revier ist ein echtes "Bah"-Highlight") werden aufgegeben, um zu einer Art Fortsetzungsmöglichkeit überzulenken. Ein dennoch interessanter Film, gute Milieuszenen, wenn auch streckenweise zu zäh erzählt und stets unfokussiert zwischen einer Handvoll Hauptfiguren hin- und herspringend.



Bilder der DVD




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