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TH 2004
Originaltitel:Tuk kae phii
Länge:94:32 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Manop Udomdej
Buch:Manop Udomdej
Kamera:Dorsic Stanislav
Musik:Phatai Puangjeen
SFX:Triple-X, Suphol Matcharern
Darsteller:Petr Thongchua, Rungravee Brijindakul, Kowit Wattanakul, Wantip Pawapootanon, Sarayuth Sritong, Chattapong Pantanaangkoon, Aisika Tangsirichanon, Sophita Sribanchaen, Kazuki Yono, Saito Kano, Suchada Eam, Jai Pongsak
Vertrieb:Atomik Films / McOne
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:25.04.2006 (Verleih) / 29.06.2006 (Kauf)



Inhalt
Japanische und thailändische Geologen untersuchen eine Höhle im Regenwald. Dort finden sie eine alte Holzkiste, die einst für schwarzmagische Zeremonien eingesetzt wurde. Als die Kiste auf dem Rückweg versehentlich aufbricht, entweichen die Geister dämonischer Reptilien. Niemand kann ihnen entkommen, jeder Biss hat tödliche Folgen. Die Opfer verwandeln sich zunächst in Zombies und müssen dann qualvoll sterben.

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Zwei Typen von stilistisch verfremdeten Szenen prägen den Film und damit auch die vorliegende deutsche DVD: Zum einen wären da die nächtlichen Sequenzen, die meist in gelblich-grünlichem Farbschimmer leuchten und einen perfekten Schwarzwert zeigen. In Blockbustern aus Amerika mag man zwar etwas mehr erkennen, weil die Schattierungen dort feiner abgestuft und die Szenen anders ausgeleuchtet sind, aber jene Düsternis von "Lizard Woman" ist nicht nur passend, sondern sieht auch noch gut aus, weil die Farben trotzdem nicht an Ausdruck verlieren. Zweiter Typus ist jener der taghellen Aufnahmen, die fast durchgehend prächtig aussehen, wenn auch hier kulturell bedingte Verfärbungen bzw. stilistische Ausrichtungen erkennbar sind. So übersteigen Farben und Detailreichtum deutlich meine im Vorfeld nicht sehr hohen Erwartungen. Konturen als auch Details bleiben hier konstant auf hohem Niveau und lediglich die etwas dunkleren Szenen sind dahingehend nicht optimal. Da es kaum Verschmutzungen zu sehen gibt (bei thailändischen Produktionen durchaus ein Problem), kein Ghosting auftritt und die Kompression sich selbst in feingliedrig aufgebauten Szenen (beispielsweise jene unter dem Moskitonetz) nicht aus der Ruhe bringen lässt, sind vier Punkte mehr als sicher.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu), Dolby Digital 2.0 (Thai)
SpracheDeutsch, Thai
UntertitelDeutsch
 Die deutsche Tonspur macht eine ganze Menge aus dem Stereo-Original. Diese ist sehr verhalten und auch etwas dumpf, wohingegen der deutsche Ton sowohl im Dynamikbereich als auch in Sachen Surround wesentlich mehr erreicht. Fast klingt es wie eine Großproduktion, wäre da nicht der uninspirierte Einsatz der Rear Speaker (mit den Effekten will es nur stellenweise klappen) und der immer noch zu eingehüllte Klang der Dialoge. Durch einen breiten, hellen Stereoklang und einige Einsätze des Subwoofers kann dies durchaus ausgeglichen werden. Wer sich gern den Originalton anschaut (und dabei einige Unterschiede zur Synchronisation entdecken kann), der bekommt deutsche Untertitel angeboten, die aber nur die deutsche Synchronisation in Textform sind.
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Extras
Extras
  • Slideshow (3:00 Min.)
  • Trailer:
    • Lizard Woman (0:59 Min.)
    • The Circle (1:10 Min.)
    • Explosive City (2:12 Min.)
    • Nude Fear (1:55 Min.)
    • SARS War (2:46 Min.)
    • The Commitment (1:31 Min.)
    • Kamikaze Girls (1:58 Min.)
    • One Nite In Mongkok (2:26 Min.)
    • PTU (2:05 Min.)
VerpackungKeepCase
 Die auf dem Cover angegebenen Extras konnte ich nicht auf der DVD finden. Daher muss man sich mit einigen Trailern und einer Slideshow zufrieden geben, welche zumindest Originalproduktionsfotos enthält.
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Fazit
Ein Schamane verhexte einst diverse Tierarten, darunter verschiedenste Eidechsen, so dass diese nun im auflebenden Fluch, der durch eine falsch gelagerte Schatulle ausgelöst wird, zu angriffslustigen Tierchen mutieren und die gebissenen Menschen zu ihrer Spezies werden lassen. Der erkennbar westliche orientierte Thai-Horror bietet eine Grundidee, die man zwar nicht gerade innovativ, aber auch nicht unbedingt verbraucht nennen möchte. Ganz im Gegenteil, hat der thailändische Geisterglauben dem Genre doch immer noch zu einem passablen Einsatz verfolgt. Hier vermasselt die Regie so einiges, denn sowohl erzählerisch als auch im Sinne der Atmosphäre wurden Fehlentscheidungen getroffen, die die meisten der Gruselmomente lasch erscheinen lassen. Dabei mangelt es weder an deftigen Ideen, die für sich schon spannend klingen, z.B. die Echsenaugen, die wie Zombies herumirrenden Gebissenen oder der stimmungsvolle Exorzismus, aber "Lizard Woman" verläuft gerade was die emotionale Ebene angeht viel zu gleichförmig, um echten Grusel aufkommen zu lassen. Denn was als Standbild oder Einzelszene gut und vielversprechend aussieht, muss noch lange nicht in der Art von Aneinanderreihungen, wie man sie hier vorgesetzt bekommt, funktionieren. Der zweite Grund, die Regie zu verfluchen, ist die völlig zerstückelte Zeitleiste. Vielleicht ging es ja darum, den Film doch etwas interessanter zu gestalten, aber so kann nun mal auch keine Stimmung aufkommen.
Erst gegen Ende kann mich "Lizard Woman" wieder überzeugen, denn dort werden die deutlich computeranimierten Tierchen (mich stört's keineswegs) noch mal ordentlich losgelassen und blutige Effekte als auch erschreckende Momente vertiefen das zuvor zerfahrene Erlebnis. Da fällt es auch nicht mehr so sehr auf, dass fast sämtliche Szenen im Hellen inszenatorische Totalausfälle sind, die zwar Spielzeit versprechen, aber auch von einem Schwachsinn an Dialogen gezeichnet sind, die einem den Spaß am Film verderben können. Mitunter hat man das Gefühl, die deutsche Synchronisation hätte großen Anteil daran, denn man wird ein wenig zurückerinnert an billige HK-Kung-Fu-Actioner.

Vielleicht lässt sich aus dieser Vorstellung hier auch einfach nur die Enttäuschung herauslesen, denn Cover und Einzelbilder versprechen mehr als der Flick letztlich halten kann. Sowohl exotischere als auch ernstere Streifen sind mir bisher aus Thailand bekannt, hier können aber zumindest die Effekte und - man mag es kaum glauben - die heißen Mädels für etwas Stimmung sorgen. Die DVD dafür ist technisch einwandfrei. Nur die Laufzeitangabe auf der Rückseite ist nicht ganz richtig: Zwar ist der Film ungekürzt, läuft aber nur etwa 95 Minuten. Möglicherweise entstand diese Differenz durch die Normwandlung bzw. es wurde die Kinolaufzeit angegeben.



Bilder der DVD




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