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USA, MEX 2006
Originaltitel:Trespassers
Länge:82:49 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Ian McCrudden
Buch:Ian McCrudden, Tim Tori
Kamera:Dan Coplan
Musik:Dan Beyer, P. Daniel Newman
Darsteller:Michelle Borth, Joleigh Fioreavanti, Alex Feldman, Kaiwi Lyman, Jon Ada, Melissa Davis, Marc Jozefowicz, Clayton Rohner
Vertrieb:Koch Media
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:16.03.2007 (Verleih) / 13.04.2007 (Kauf)



Inhalt
Eigentlich hatte sich Collin (Kaiwi Lyman) auf einen entspannten Kurzurlaub mit seinen Freunden an der malerischen Küste von Baja in Mexiko eingestellt. Doch der exotische Surftrip wird zum Alptraum, als sie am Strand auf verstümmelte Menschenleichen stoßen. Es dauert nicht lange, und die fünf Freunde sind selbst ihres Lebens nicht mehr sicher. Auf sie lauert der tödliche Fluch eines uralten Kultes ...

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 "Blood Waves" muss wohl eine sehr kleine Produktion gewesen sein, denn lediglich in hellen Szenen macht das Bild einen guten Ausdruck bzw. den eines besseren Urlaubsvideos. Starkes Rauschen, ein etwas milchiger Effekt und auch Nachziehen machen sich aber bereits hier bemerkbar. Die Farben sind grad noch ok, könnten aber bereits etwas strahlender sein und der Kontrast geht auch soweit in Ordnung, nur ist die Ausleuchtung spätestens ab der 48. Minute sehr mangelhaft. Man versucht damit, dem Film etwas mehr Atmosphäre zu verleihen, herausgekommen ist aber ein sehr rauschiges, wenig erkennbares Bild. Dieser Effekt nimmt zu, sobald schnellere Bewegungen eintreten: Dann verliert die sonst zwischen ums Mittelmaß schwankende Schärfe an Boden, vor allem wenn in den "Fressszenen" der unheimlich schnelle Schnitt für weitere Wackeleffekte sorgt. Als Independent-Film macht "Blood Waves" insgesamt keine allzu schlechte Figur, dort ist er qualitativ aber im unteren Drittel anzusiedeln.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu, DTS 5.1 (Deu), Dolby Digital 2.0 (En)
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Der Ton macht schon wesentlich mehr her, wurde doch sehr viel Wert auf ordentliches Sound-Design gelegt. Somit erreichen die beiden deutschsprachigen 5.1-Spuren wesentlich mehr als der übliche Upmix, denn sowohl lautstarke Einsätze der Rears als auch fortwährend atmosphärische Zusätze werden geboten. Langeweile kommt dadurch sicher nicht auf. Beim Klang überwiegt auch Ausgewogenheit und Kraft, nur etwas fehlt: die Beweglichkeit bei den Effekten. Auch die Synchro ist nicht gerade eine Wohltat, weil sie oberflächlich ertönt. Der englische Ton ist da doch etwas natürlicher, leider aber nur in 2.0 drauf.
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Extras
Extras
  • Originaltrailer (1:57 Min.)
  • Bildergalerie (52 Bilder)
  • Trailershow:
    • Pleasure Drivers (2:02 Min.)
    • Animal (2:12 Min.)
    • El Cortez (2:12 Min.)
    • Tal der Wölfe (1:40 Min.)
    • Black Cadillac (1:56 Min.)
    • Dark Places (2:07 Min.)
    • Uncertain Guest (1:39 Min.)
    • Evel Knievel (2:03 Min.)
VerpackungKeepCase
 Der Extrateil klingt zwar nicht viel, aber die Bildergalerie ist umfangreich und besteht aus Fotos, die man nebenher geschossen hat. Die Jungs und Mädels hatten scheinbar viel Spaß beim Dreh! Der Originaltrailer ist ebenso dabei, der freilich den lahmen Beginn des Films nur anreist und somit ein viel positiveres Licht darauf lenkt.
 +-----

Fazit
Regisseur Ian McCrudden hat wahrlich den schlechtesten Einstieg für seinen Horrorfilm gewählt, den man sich vorstellen kann: ein Haufen völlig unsympathischer Twens, die nix in der Birne haben als "Saufen, Fressen und Ficken" ... und natürlich Surfen. Hohles Gequatsche schlimmer als hier wird man selten zu sehen bekommen; es dürfte vermutlich sogar dafür reichen, dass die meisten "Blood Waves" entnervt aus dem Player befördern und sich fragen, welchen Teenie-Bullshit man sich denn jetzt wieder an Land gezogen hat.
Umso erstaunlicher, dass der Film doch noch mal die Kurve bekommt, sogar einige effektive Aufnahmen versprechen kann - wären die nicht bewusst derart verwackelt, dass man kaum mitbekommt, welches Monster grad an welchem Protagonisten rumzuppelt. Denn die Abgeschiedenheit in der mexikanischen Einöde irgendwo zwischen Dünen am Strand macht nicht nur den fünf Lebenslustigen Angst, auch der Zuschauer weiß jetzt wieder, in welchem Genre er sich befindet. Zwar läuft mal wieder alles nach Schema F ab - man teilt sich in kleine Grüppchen auf, die von der Vielzahl an Angreifern problemlos aufgerieben werden -, aber die Geschichte, die stark an Interner Link"Hügel der blutigen Augen" erinnert, sorgt für "plausible" Täter, die positiv über das abgenutzte Motiv des psychopathischen Einzeltäters hinausgehen und eine rohe, wilde Atmosphäre einbringen. Das wird zwar auch in pseudodokumentarischen Handkameraaufnahmen vermittelt, die sich fast noch schlimmer als eine zu schnelle Schnittfolge auswirken können, aber zumindest halten die Protagonisten endlich ihre Klappe und kümmern sich um etwas Wichtiges: das eigene Überleben! Einige grässliche Gesichtsmasken, blutige Überreste und Knochen der letzten Opfer und kurz angedeutete Gewalt reichen übrigens in diesem Falle auch völlig aus, um den Horror-Fan bei Laune zu halten. Übrigens ein positiver Aspekt, der bei den meisten Billigproduktionen überhaupt nicht verstanden wird.

Ein halbe Stunde Kürzung - und zwar der reichlich überflüssige Beginn - hätte dem Film gut getan, denn man merkt ihm die Streckung auf Grund von Ideenmangel mehr als deutlich an. Somit trotz des fesselnden, aber verwackelten Endes ein nur unterdurchschnittlicher Genre-Vertreter, der den schlimmen Befürchtungen eines oberflächlichen Teenie-Slashers nicht wirklich entgehen kann, obwohl er besonders in den letzten 30 Minuten genügend Spannung und Potenzial aufzeigt.



Bilder der DVD




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