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KR 1967
Originaltitel:Taekoesu Yonggary
Alternativtitel:Godzilla - Das Monster mit der Todespranke
aka. Godzilla - Monster des Schreckens
aka. Godzilla - Monster des Grauens
aka. Great Monster Yongary
aka. Great Monster Yongkari
aka. Monster Yongkari
aka. Yongary, Monster from the Deep
aka. Yongkari, Monster of the Deep
aka. Dai koesu Yongkari
aka. Yonga
Länge:64:59 Minuten (gekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Ki-duk Kim
Buch:Ki-duk Kim, Yun-sung Seo
Kamera:In-jib Byeon
Musik:Jeong-geun Jeon
SFX:Kenichi Nakagawa
Darsteller:Yeong-il Oh, Jeong-im Nam, Sun-jae Lee, Moon Kang, Kwang Ho Lee
Vertrieb:CMV-Laservision
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:22.09.2006 (Verleih) / 20.10.2006 (Kauf)



Inhalt
Nach einer Reihe von Atombombentests kommt es auf der koreanischen Halbinsel Li Lau Tung zu seltsamen Erdbeben. Die Erdstöße werden immer stärker und verlagern sich langsam in Richtung der Hauptstadt Seoul. Die Experten sind ratlos und kommen der Ursache dieser Bedrohung nicht auf die Spur. Doch der Wissenschaftler Dr. Jo hat eine Theorie: Einer alten Legende nach lauert im Erdinneren ein gigantisches Sauriermonster namens Yongary. Durch die Atomtests ist dieses nun geweckt worden und wird an die Oberfläche kommen, um alles zu zerstören, was sich ihm in den Weg stellt. Die Spezialisten zweifeln erst an dieser Theorie, doch schließlich bewahrheitet sich Dr. Jos Vermutung und wird zu einer schrecklichen Bedrohung ...

Bild
Format2.35:1 (anamorph)
NormPAL
 Godzilla-Filme (oder welche, die diesem Genre zuzuordnen sind) haben schon schlechter ausgesehen (siehe die älteren deutschen DVD-Veröffentlichungen), aber auch weitaus besser (japanische DVDs von Toho). Zumindest besitzt diese Fassung schon einmal das Originalformat und liegt im anamorphen Format vor. Auch die Farben sind ausgeglichen, wenn auch manchmal Hauttöne etwas ausgrauen. Dafür sind an anderer Stelle fast schon strahlende Rot- und Blautöne vorhanden. Schwerwiegend ist dafür die Abdunklung des Bildes, die so einige Bildinformationen zunichte macht, was sehr deutlich in Tagszenen auffällt. Auch die Schärfe ist nicht die Beste, wobei dadurch kleine Pluspunkte gesammelt werden können, dass es insgesamt weich, aber nicht matschig oder verwaschen aussieht. Die Vorlage ist dann noch ziemlich verschmutzt, was etwas über den nostalgischen Faktor hinausgeht. Natürlich sind Alter und Seltenheit mit einzurechnen, aber so richtig 3 Punkte sind mir das noch nicht, dafür ist der Grundaufbau noch zu unscharf und leichtes Flackern macht sich ebenfalls breit auf vielen Bildteilen.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Da man hier die deutsche Kinofassung vorgesetzt bekommt, gibt es natürlich nur den deutschen Ton, welcher sich wacker schlägt für sein Alter. Ein wenig Rauschen ist ebenso vernehmbar wie leichte Verzerrungen, die besonders den geringen Frequenzumfang betreffen und bei Stimmen zu leichtem Zischen führen. Darüber hinaus gibt sich die Musik relativ wenig verzerrt und man kann sie klar heraushören. Durch die Bildsprünge treten ebenfalls kurze Tonsprünge auf, so dass im schlechtesten Fall mal ein Teil eines Wortes verschluckt wird. Glücklicherweise tritt das sehr selten auf.
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Extras
Extras
  • limitiert auf 399 Stück
  • Dt. Kinotrailer (1:39 Min.)
  • Bildergalerie (4:46 Min.)
  • Amerikanische Version (77:37 Min.)
  • Super-8-Fassung (14:52 Min.)
  • Kurzfilme:
    • Gazorra - Die Bestie aus dem Erdinnern (7:34 Min.)
    • Bambi meets Godzilla (1:37 Min.)
VerpackungKleine Hartbox
 Neben dem wundervoll ernsthaften, fast dramatischen Trailer, in dem das Monster ebenfalls als "Godzilla" betitelt wird, und einer lohnenswerten Bildergalerie mit Covermotiven, Werbeheft und Aushangmaterial befinden sich auf dieser DVD noch ein paar ganz besondere Extras: Zum einen wäre das die anders geschnittene amerikanische Version im annehmbaren Vollbild und die Super-8-Fassung des Films, die lediglich eine viertel Stunde währt. Deswegen kommt man dort auch sehr schnell zur Sache, was diese Version eher zu einem überlangen Trailer als zu einem Film werden lässt. Besonderer Unterhaltungswert besitzt die Buttgereit'sche Kurzfilm-Hommage an die asiatische Monsterkultur, die mit Stop-Motion-Effekten, Modellen von der Eisenbahnplatte und Realszenen zu einem Trash-Ereignis mutiert. Besondere Erwähnung sollte sowohl dem Kommandanten gelten (wer spielt da wohl?) als auch den wundervollen Toneffekten, mit denen das Monster lebendig gemacht wird. Im Endkampf werden dann natürlich keine Kosten und Mühen gespart, um tricktechnisch die Apokalypse zu entfesseln. "Bambi meets Godzilla" ist dann ein ganz kurioser Zeichentrick, bei dem der ungleiche Kampf Waldbewohner gegen Riesenechse ein jähes Ende fordert. Tolle Pointe!
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Fazit
Was die Japaner mit ihrem sympathischen Riesenmonster können, schaffen die Koreaner doch schon lange, oder? "Godzillas Todespranke" lässt echtes Retro-Feeling bei den Godzi-Fans aufkommen, ist er doch aus den gleichen Zutaten gebacken. Nur heißt er hier Yongary, steigt aus der Erde empor und steht seinem japanischen Gummifreund in Sachen blinder Zerstörungswut in nichts nach. Das Vieh ist nicht nur unzerstörbar, es lässt sich auch fossile Brennstoffe schmecken, so dass es weiter Feuer speiend durch die Landschaft, vornehmlich Seoul, stapfen kann.
Der Plot ist die übliche Suppe aus wissenschaftlichen Experimenten, kühnen Piloten und den Militärs, die das Problem ohne Rücksicht auf Verluste mit möglichst großer Feuerkraft lösen möchten, dabei aber nicht beachten, dass Yongary seinen Vitaminhaushalt auch mit knusprigen Raketen auffüllt. Die zu unrecht als "Godzillas Todespranke" betitelte Produktion (es handelt sich nicht um einen Toho-Film!) wartet mit all den liebevoll ausgeführten Details auf, die auch sein großes Vorbild so charmant gemacht haben: ein wenig Science Fiction, über die man heutzutage lächeln wird, Modellbauten mit Spielzeugpanzern und -hubschraubern en masse, die gern feurig kurz und klein geschossen werden und der Held, der mit einem Trick (und was für einer!) dafür sorgt, dass das glühende Einhorn doch irgendwann auf dem Saurierfriedhof landet. Die deutsche Kinofassung ist zwar etwas wirr wegen ihrer starken Kürzung (die Originalfassung ist mit etwa 100 Kinominuten angegeben), kann den Blick aber auf Action-Szenen fokussieren und bleibt so kurz, knackig und interessant. Letztlich bietet die Geschichte eh keine bemerkenswerten Wendepunkte, so dass man sich voll und ganz auf die handgemachte, drollige Zerstörungsorgie (natürlich im Kleinen) konzentrieren kann. Mehr als einmal lassen sich übrigens die Tricks hinter den Effekten erkennen, aber das wird dem Trash- und Echsen-Fan ein Grund mehr sein, "Godzillas Todespranke" herzlich im heimischen DVD-Player willkommen zu heißen.



Bilder der DVD




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Godzilla - Monster des Schreckens
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