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HK, TW 1971
Originaltitel:Wai Jan Sei Fong
Alternativtitel:Destroyer, The
aka. Hero, The
aka. Rächer mit der Todespranke, Der
aka. Rage of the Tiger
aka. Rage of the Master
aka. Todessprung der gelben Katze, Der
aka. Wang Yu - The Destroyer
aka. Wei Zhen Si Fang
Länge:86:22 Minuten (gekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Wang Hung Chang
Kamera:Liu Man Min
Darsteller:Lap Bo Au, Fu Hung Cheng, Han Chiang, Chiao Chiao, Cheung Siu Gwan, Yue Hang, Kang Kai, Cho Kin, Yu Yang Kun, Bun Law, Fei Lung, Lau Chung Ming, Lee I. Min, Mao Shan, Hon Siu
Vertrieb:X-Rated
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Eigentlich hatte er ein Gelübde abgelegt, niemals wieder zu töten, doch Wang Yu, die gelbe Katze mit der Todespranke, begibt sich nun auf einen blutigen Rachefeldzug gegen eine brutale Bande von Thai-Boxern, die heimtückisch und skrupellos seine Mutter umgebracht haben ...

Bild
Format2.00:1 (Letterbox)
NormPAL
 Laut Angaben von X-NK wurde diese DVD aus 5 unvollständigen Fassungen zusammengesetzt, was sich natürlich nicht allzu positiv auf die Bildqualität auswirkt. Das Basismaterial, welches den Hauptanteil der Spielzeit einnimmt, liegt im Format von etwa 2,00:1 im Letterbox-Modus vor und erreicht nur ausreichende Werte. Die Schärfe geht in Ordnung, in Bewegungen ist aber ständiges Zittern auf feinen Elementen ersichtlich, die Farben könnten etwas kräftiger sein und an Verschmutzungen mangelt es nicht gerade. Nun ja, bis hierhin wird keine Überraschung geboten, viele HK-Actioner dieser Zeit sehen, falls sie nicht bearbeitet wurden, so aus. Richtige Mängel werden deutlich, wenn es zu blutigen Szenen kommt, die aus einer zweiten Vorlage stammen. Nun wird das Bild grünlich, matschig und sieht auch herangezoomt aus. Ärgerlich ist der weitaus größere Anteil an Handlungsszenen, der aus einer englischen Vorlage herausgezogen wurde. Die Bildqualität ist zwar farblich etwas schlechter, sonst aber sehr vernünftig. Nur ist das Bildformat totaler Murks, weil deutlich herangezoomt. Eine Vermutung ist, dass eine bereits zum Vollbild gecroppte US-Vorlage genutzt wurde, die durch Abdecken wieder auf 2.00:1 gebracht wurde. Das würde zumindest die hoffnungslos ausbleibende Übersichtlichkeit erklären. Den Preis, eine möglichst komplette Fassung zu bekommen, zahlt man also mit einem hohen Preis, wobei das Vorhaben an sich, verschiedene Vorlagen zusammenzufassen, gar nicht mal so verkehrt war. Nur besitzen sie zu unterschiedliche Qualität.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Der deutsche Ton in Mono ist zwar kein Klangwunder, erledigt seinen Job aber gut. Die Sprachausgabe ist sehr angenehm, dezentes Rauschen und ein paar Knackser nimmt man fast völlig ohne Einbuße hin, weil sie zu dieser Art Film fast dazugehören. Die Verzerrungen beim Score sind auch eher geringerer Natur, so dass man von einer fürs Genre sauberen Vorlage sprechen kann. Natürlich geschieht dies in Anbetracht der Seltenheit des Materials. Da auch bei dem Ton auf keine komplette Spur zurückgegriffen werden konnte, bleiben einige Szenen in Englisch, bei denen sich dann aber deutsche Untertitel zuschalten. Zur englischen Synchro, die mal wieder eine echte Kuriosität ist, noch eine kurze Randbemerkung: Solche kleinen Filme - nur die wenigsten Eastern haben es in den USA zu größeren Bekanntheitsgrad gebracht - wurden oft höchst stümperhaft übersetzt und gesprochen. Das merkt man auch hier, denn das (A)Synchronstudio schien wohl keinen blassen Schimmer darüber gehabt zu haben, was ursprünglich gesprochen wurde, so dass scheinbar frei heraus mit Floskeln und Phrasen gearbeitet wurde. Da hat man im Deutschen doch eine wesentlich authentischer und sauberer klingende Synchronisation bekommen. Leider fehlt in einer längeren englischsprachigen Sequenz die deutsche Untertitelung.
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Extras
Extras
  • Dt. Trailer (2:14 Min.)
  • Bildformatanalyse (1:06 Min.)
  • Alternativanfang (1:07 Min.)
  • Filmprogramm (5 Seiten)
VerpackungGroße Hartbox
 Das Bonusmaterial ist nur halbwegs überzeugend. Beispielsweise sieht der deutsche Trailer nach einer Neuproduktion aus. Genau kann ich das natürlich nicht sagen, aber es fehlt ihm einfach die Rasanz und reißerische Aufmachung anderer HK-Action-Trailer. Die Bildformatanalyse stellt das Widescreen dieser DVD mit dem Vollbild der US-DVD gegenüber und zeigt auf, wie viel eigentlich dort vom Bild fehlte. Der Alternativanfang stammt vom englischen Titel "Wang Yu - The Destroyer" ab und das Filmprogramm zeigt 5 Seiten aus dem Werbematerial des Films. Leider lässt sich bei dieser geringen Auflösung kaum etwas mehr von den Seiten ablesen als die Fotos. Das Menu wurde routiniert erstellt, animiert und musikalisch vom Score begleitet.
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Fazit
In seiner Handlung ist "Der Rächer mit der Todespranke" ebenso völlig austauschbar wie in der Kampfdramaturgie. Da bekommt der Held hunderte Schläge verpasst, von denen mehrere tödlich sein könnten, während die Statisten umfallen wie die Fliegen. Diese fehlende Balance fällt bei vielen Eastern auf, ist hier aber besonders deutlich zu sehen, da die Choreografie mitunter ebenfalls etwas dürftig geraten ist und zum Schluss hin nur noch wahllos gemeuchelt wird. Das, und da kann sich "Der Rächer mit der Todespranke" positiv hervorheben, geschieht zuweilen auf eine höchst blutige Art und Weise, da neben der Genre üblichen Handkante auch der Dolch die Runde macht. Deutliche Wunden und Blut hustende Schergen sind also in den zahlenmäßig hochwertigen Kämpfen an der Tagesordnung.
Nun muss man natürlich entscheiden, ob es das ist, was einen guten Eastern ausmacht. Denn die Geschichte ist wie eingangs angesprochen nicht nur üblich einfallslos, sondern auch ziemlich langweilig und auch etwas konfus inszeniert, da zwischendurch ein neuer Nebenhandlungsstrang eröffnet wird, dessen Bedeutung mir nicht richtig einleuchtet. So kommt es zwischen den Kämpfen trotz Ausflüge in die Artistik und ein Spielkasino zu Ermüdungserscheinungen, die erst mit der nächsten Konfrontation wieder verschwinden. Aber auch hier fehlt ein wenig das Salz in der Suppe, denn die Charaktere fallen mehr als monoton aus, werden nicht gerade durch gute Darsteller begleitet und können somit auch kaum Spannung aufbauen. Mit anderen Worten: Der Bösewicht ist kaum ernst zu nehmen und der Held, bevor ihm dann endlich mal die Hutschnur platzt, ein ziemliches Weichei, dem Emotionen fehlen. Natürlich können solche Fakten nur bedingt für die Einschätzung eines Eastern herangezogen werden, zählen doch letztlich die Auseinandersetzungen, die es besonders im Schlussteil in Massenansammlungen gibt. Hier beweist der Film etwas Einfallsreichtum, indem immer wieder mal ein gewitzter Todesstoß verpasst wird oder ein Messer durch die Luft pfeift, welches fast zufällig einen der Bösewichte an die Wand nagelt. Très chic! Beim Score griff man übrigens auf furiose, stellenweise an den europäischen Western erinnernde Orchestereinspielungen zurück, die einigen Szenen ordentlich Nachdruck verleihen.

Die DVD leidet bildtechnisch unter dem schwierigen Prozess der Zusammenfügung verschiedenster Master, ist letztlich zwar noch nicht gänzlich ungekürzt, aber immerhin als bisher längste Fassung bekannt.



Bilder der DVD




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