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| Unheimliche Vorkommnisse terrorisieren und ängstigen eine spanische Kleinstadt im 18. Jahrhundert. Ein Werwolf - halb Mensch, halb Bestie - treibt in Vollmondnächten sein Unwesen und saugt seinen Opfern das Blut aus. Nur eine Silberkugel, angefertigt aus einem geweihten Kruzifix, kann den Fluch von Siniestro brechen. |
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| Format | 1,85:1 (anamorph) |
| Norm | PAL |
| Trotz seines hohen Alters von knapp 46 Jahren überzeugt der Transfer in allen Belangen. Der Kontrast wirkt ausgewogen und zeigt selbst in dunklen Szenen alle nötigen Details. Auch die Schärfe befindet sich stets auf einem sehr hohen Niveau, überzeugt mit sauberen Konturen und einer guten bis sehr guten Detailzeichnung, was vor allem in Nahaufnahmen sehr schön zur Geltung kommt. Die Farbgebung ist dem Alter entsprechend angenehm, lediglich leichtes Bildrauschen kann im Hintergrund ausgemacht werden. Dafür arbeitet die Kompression sehr ruhig und sauber, Defekte und Verschmutzungen treten nur vereinzelt auf und selbst der Bildstand leistet sich keinerlei Patzer. Da vergeben wir gerne fünf Punkte. | |
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| Formate | Dolby Digital 2.0 (Mono) |
| Sprache | Deutsch, Englisch |
| Untertitel | - |
| Der deutsche Monotrack überzeugt weitgehend mit einer guten Dialogverständlichkeit und Verzerrungen oder Störungen sind nur selten auszumachen. Insgesamt klingt der Ton altersbedingt etwas dumpf und gedrungen, was beim englischen Track nicht der Fall ist. Dieser offenbart uns ein etwas natürlicheres Klangbild, obgleich auch hier die Stimmen stellenweise zu dumpf erscheinen, dafür aber Umgebungsgeräusche viel natürlicher wiedergibt. Leider verzichtet Koch Media auf deutsche Untertitel. | |
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| Extras |
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| Verpackung | KeepCase im Schuber |
| Als Bonus spendiert man uns ein 16seitiges Booklet mit Hintergrundinformationen von Uwe Huber, sowie den Original-Trailer und eine Bildergalerie Zudem dürfen wir uns über den Comic zum Film freuen, welcher als PDF-Datei auf dem Silberling abgespeichert wurde und über den PC angeschaut werden kann. | |
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Niemand anderes als Terence Fisher ( "Blut für Dracula") inszenierte 1961 Hammers ersten und leider auch einzigen Werwolffilm, der im Grunde gar kein richtiger ist. "Der Fluch von Siniestro" ist vielmehr ein Drama, bei dem die Charaktere und Entstehung des Lykanthropen an erster Stelle stehen. So geschieht es, dass der Film knapp eine Stunde braucht bis ein junger Oliver Reed ( "Die schwarze Mamba") sich das erste Mal als Werwolf zeigen darf. Zuvor wird die Tragödie um die Geburt des Jungen sehr lang ausgewälzt, lässt dabei aber immer noch viel zu viele Fragen offen und Regisseur Fisher zeigt sich unsicher, was das Timing der Zeitabstände anbelangt. So werden zu Beginn große Sprünge über Jahre hinweg gemacht, die notdürftig ein Erzähler erläutern muss. Zum späteren Zeitpunkt vermisst man nahezu die komplette Kindheit Leons und man speist das Publikum damit ab, dass man es durch Liebe und Fürsorge vollbracht hat, ihn von seinem Fluch zu befreien. Auch im weiteren Verlauf hat Fisher es nicht so mit dem Timing, weshalb dies auch schnell als Logiklöcher angesehen werden kann. Leon trifft z.B. das erste Mal die Liebe seines Lebens, seht sie nur von weitem und beide sprechen kurz darauf nur wenige Worte miteinander. Augenscheinlich in der nächsten Nacht liegen sich beide wie ein Liebespaar in den Armen und niemand erklärt uns, dass nun wieder ein paar Wochen vergangen sind.Hier muss sich Fisher die Kritik gefallen lassen, den Beginn viel zu lange hinzuziehen und später nicht mehr genügend Zeit gehabt zu haben, die Entwicklung der Charaktere in ein stimmiges Gleichgewicht zu bringen. Plötzlich wirkt alles so hektisch und schaut gar nicht mehr nach einem Terence Fisher-Film aus. Aber "Der Fluch von Siniestro" hat auch seine schönen Seiten, so z.B. dass man versucht hat, den Ursprung der Lykanthrophie nicht einfach auf einen Biss eines anderen Werwolfes zu beschränken, sondern das ganze bei den Wurzeln zu packen und es als Kampf zwischen Gut und Böse zu beschreiben, den Leon jeden Tag aufs Neue in sich auskämpfen muss. Dabei werden Aberglauben und Schicksalsschläge miteinander verbunden und man versucht uns die Herkunft des Fluches plausibel aufzutischen, führt dies auf die Vergewaltigung und die darauf folgende ungewollte Schwangerschaft von Leons stummer Mutter (Anne Blake) zurück. Eine Idee, die durchaus ihren Reiz hat und bisher leider keine weitere Verwendung in anderen Werwolffilmen fand. Ein weiterer positiver Aspekt sind die Hammer typischen Settings und Kulissen, die gut eingefangene Atmosphäre des späten 18. Jahrhunderts, sowie die überraschend guten Make-Up-Effekte. Vor allem Reed im Werwolfskostüm hinterlässt auch heute noch einen grusligen Eindruck und wirkt bedeutend besser als die eher verspielten Kostüme eines "Skinwalkers" aus dem Jahre 2007. Zudem versteht es Fisher immer wieder atmosphärische Szenen in den leider etwas langsam geratenen Film einzubauen. Sei es die Taufe unter einem bösen Omen, die angedeutete Vergewaltigung oder aber die Szene, in dem der junge Leon mit Reißzähnen vor dem vergitterten Fenster steht und den Mond anheult - hier hat "Der Fluch von Siniestro" seine Stärken, welche die erzählerischen Schwächen aber nicht ungeschehen machen können."Der Fluch von Siniestro" ist sicherlich nicht Fishers Meisterwerk, funktioniert aber dank einer stetigen Atmosphäre und sympathischen, obgleich etwas langatmigen Inszenierung wunderbar. Die Settings sind toll und auch die Darsteller agieren sehr überzeugend, wobei ich mir gewünscht hätte, dass man für diesen Film ein paar bekanntere Hammer-Film-Gesichter arrangiert. Die DVD aus dem Hause Koch Media überzeugt mit gutem Bild und Ton und man präsentiert uns "Der Fluch von Siniestro" erstmals in der unzensierten Fassung sowie hübschen Umverpackung. Für Hammerfilm-Fans ein absoluter Kauftipp! |
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![]() | Druckbare Version |
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