Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
IN, UK 2005
Originaltitel:Naina
Alternativtitel:Evil Eyes
Länge:107:42 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Shripal Morakhia
Buch:Shripal Morakhia, Sagar Pandya, Oxide Pang Chun, Danny Pang, Anjum Rajabali
Kamera:C.K. Muralidharan
Musik:Salim Merchant, Suleman Merchant
SFX:Prime Focus Ltd
Darsteller:Urmila Matondkar, Anuj Sawhney, Shweta Konnur, Amardeep Jha, Kamini Khanna, Sulabha Arya, Morne Botes
Vertrieb:I-On New Media
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:25.05.2007 (Verleih) / 29.06.2007 (Kauf)



Inhalt
Naina verlor ihre Eltern und ihr Augenlicht bei einem Unfall während einer Sonnenfinsternis. Nun, Jahre später, stimmt sie einer Hornhauttransplantation zu, die wieder Licht in ihr Leben bringen soll. Die Operation erfolgt ohne Probleme, aber es zeigen sich ernste Nebenwirkungen. Naina scheint eindeutig mehr zu sehen, als die Menschen um sie herum. Schemen von merkwürdigen Gestalten scheinen sie zu verfolgen. Kein Zweifel, Naina sieht die Geister der Toten. Um diesen Fluch zu besiegen, muss sie herausfinden, wer die Spenderin ihrer Hornhaut war. Und welches Schicksal sie erfuhr ...

Bild
Format2.35:1 (anamorph)
NormPAL
 Passend zur Handlung hat auch der Zuschauer dieser DVD eine kleine Sehschwäche, die wohl aber eher als Defizit des Transfers anzusehen ist. Die Schärfe ist definitiv zu niedrig angesetzt. Es fehlt nicht nur die Greifbarkeit des Geschehens, sondern auch der Detailgrad ist sehr glatt geschliffen. Dadurch, dass auch der Kontrast manchmal etwas aus der Balance gerät, wirkt das Bild sehr matt. Gelegentlich ist das durchaus so gedacht, beispielsweise wenn Naina ihr Augenlicht zurückgewinnt und ihre Augen sich erst an die Helligkeit gewöhnen müssen, aber auch im späteren Verlauf ist der Kontrastumfang etwas eingeschränkt. Farblich kann man Boden gutmachen, den man aber durch ruckelnde Schwenks wieder verliert. Somit ist der Transfer alles andere als gut und folgt der Durchschnittlichkeit einiger Umsetzungen aus Japan.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Hindi
UntertitelDeutsch
 Der Ton fällt im Deutschen ziemlich enttäuschend aus, obwohl die Dialoge noch eine ganze Ecke klarer sind als jene dumpfe Sprachausgabe des Originaltons. Letztlich ist es der entfernte, deshalb sehr indirekte und äußerst schwachbrüstige Klang, der nicht dazu beitragen kann, die Bilder mit entsprechenden Tönen zu unterstützen. Besonders fällt dies innerhalb der Schreckmomente auf, die tonal lediglich blechern verhallen, weil Höhen und Tiefen wie ausgeblendet wirken. Auch der Surroundbereich verhält sich kläglich, weil die Kanaltrennung nicht sauber gelingt. Das ebenfalls nicht wohlklingende Original enthält übrigens nicht nur Hindi, sondern auch Englisch gesprochene Passagen, wobei komplette deutsche Untertitel zur Anwahl stehen.
 +++---

Extras
Extras
  • Trailer (2:28 Min.)
  • Trailershow:
    • Black Kiss (1:28 Min.)
    • Cup Of My Blood (1:44 Min.)
    • Catch A Virgin Ghost (1:01 Min.)
    • Ghost (1:36 Min.)
    • Ghost Train (1:58 Min.)
    • Matando Cabos (2:21 Min.)
    • Mangler Reborn (1:34 Min.)
    • Shinobi (2:02 Min.)
    • The Crossing (2:07 Min.)
    • The Heirloom (1:35 Min.)
  • Weblink (1 Seite)
VerpackungSteelbook
 Neben dem Trailer enthält die DVD noch weitere Trailer des Anbieters und einen Verweis auf die Webpräsenz.
 ------

Fazit
Wer den thailändischen Interner Link"The Eye" gesehen hat, sollte die Geschichte von "Naina", einem indischen Remake, kennen. Hier wie dort verfolgen wir die Augenoperation einer jungen Frau, die ihr helfen soll, nach fast zwei Dekaden Blindheit wieder sehen zu können. Doch das Glück des hinzugewonnenen Sinnes wandelt sich schnell in einen Alptraum, denn Geistererscheinungen und finstere Visionen lassen die Patientin fast ihren Verstand verlieren.
Tatsächlich, wer "The Eye" kennt, muss sich hierbei auf keine Überraschungen einstellen, außer dass "Naina" nicht dem typischen, indischen Exporttitel entspricht, bei dem sich Komödie, Musical und Romanze zur Familienunterhaltung ergänzen, sondern einem reinrassigen, teilweise ungemein effektiven Horrortitel, der sich zumindest in dieser Hinsicht sehr genau ans Vorbild hält. Das mag auch als erster Kritikpunkt gewertet werden, denn in der ersten Hälfte des inhaltlich zweigeteilten Gruselschockers wird reichlich wenig variiert, vielmehr kopiert. Hier prasseln aber umso mehr die Schauergestalten auf die labile Protagonistin ein, die ihre seherischen Fähigkeiten - sie erkennt später, dass sie Tote sehen kann - erst noch deuten muss. Die stilistische Perfektion des Originals erreicht "Naina" nicht, dafür fallen einige Details negativ auf (leicht komödiantischer Anteil mit Großmutter, als Effekte sichtbare Masken). Dennoch kann sich jeder Horror-Fan wirklich auf etwas gefasst machen, denn besonders im zweiten Teil, bei dem Nania ihrer Gabe auf den Grund geht und dazu in ein ländliches Dorf reist, wird eine unglaublich dichte Atmosphäre geschaffen. Hier ist zwar auch mehr als deutlich der Handlungsfaden von "The Eye" erkennbar, aber "Naina" kann durch kulturelle Einflüsse einen geringen Anteil an Eigenständigkeit aufbauen. Diese für europäische Zuschauer fremde Welt verstärkt die Wirkung der mystischen Geistergeschichte nur noch, die inhaltlich als Schnittmenge von Interner Link"The Sixth Sense" und des neueren J-Horrors aufgefasst werden kann. Stellt euch einfach vor, vor euren verschwommenen Augen taucht urplötzlich eine bleiche, stumme Gestalt auf, wem stehen da nicht die Haare zu Berge? Zumal in diesen Sequenzen durch geschickte Blickwinkelvariation immer genau der Bereich verdeckt wird, in dem man die Gestalt des Todes vermutet.
Nun stellt sich vielleicht die Frage, warum man nicht beim Original bleiben sollte, welches authentischer und geringfügig besser gespielt ist. Ganz einfach: Auch wenn "Nania" nur eine Aufarbeitung ist, so stammt er doch von einem derart hochgradigen Original ab, dass er die meisten der Genre-Kollegen mühelos in die Tasche steckt und durch dabei seine nationalen Einflüsse spielen lassen kann. Und einen durchweg ernsten Horrortitel aus Indien bekommt man nun nicht alle Tage zu sehen. Wem also das Genre interessiert, der sollte einen Blick riskieren.



Bilder der DVD




Druckbare Version
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.