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JP 2003
Originaltitel:Mibu gishi den
Alternativtitel:When the Last Sword Is Drawn
aka. Last Sword - Der letzte Feldzug der Samurai, The
Länge:131:52 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Yojiro Takita
Buch:Jiro Asada, Takehiro Nakajima
Kamera:Takeshi Hamada
Musik:Joe Hisaishi
Darsteller:Kiichi Nakai, Koichi Sato, Yui Natsukawa, Takehiro Murata, Miki Nakatani, Yuji Miyake, Yoshinori Hiruma, Keisuke Horibe, Atsushi Ito, Hideaki Ito, Ryo Kase, Momo Nakayama, Eugene Nomura, Ayumu Saitô
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:23.07.2007 (Verleih) / 02.08.2007 (Kauf)



Inhalt
"The Last Sword" erzählt die Geschichte der gefürchtetsten Verbindung herrenloser Samurai Japans: den 1863 gegründeten "Die Wölfe von Mibu". Diese Gruppe war bedingungslos dem Tokugawa-Shogun verpflichtet, fühlte sich aber ebenso dem Kaiser ergeben. Als sich der Konflikt zwischen Kaiser und Shogunat zuspitzt, geraten auch die Samurai Kanichiro Yoshimura (Kiichi Nakai) und Hajime Saito (Koichi Sato) in einen tödlichen Gewissenskonflikt ...

Bild
Format1.66:1 (anamorph)
NormPAL
 Um es gleich vorweg zu nehmen: 4 Punkte sind hierbei sehr knapp bemessen, denn nicht immer bleibt die Qualität gleich. Wie erwartet fallen die Farben seicht aus, es werden also die bräunlichen Töne der Gebäude und besonders die grünlichen Landschaftsaufnahmen darin wiedergegeben. Ein kräftiges Rot beispielsweise sieht man eher selten, die Farbgebung ist also eine komplett anders als bei bekannten Umsetzungen aus der Shaw Brothers-Reihe. Grundsätzlich bietet der Film eine gute Auflösung, die eine stattliche Detailschärfe zulässt. Das merkt man besonders in hellen Szenen, die auch etwas Rauschen tragen. Etwas schlechter wird es in dunklen Aufnahmen, die ein wenig kontrastreicher sein könnten. Hier lässt der Detailbereich merklich nach. Pluspunkte sind dagegen die stets transparente Kompression, das Ausbleiben von Schmutz und die Stetigkeit des Materials in Bewegungen.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Japanisch
UntertitelDeutsch
 Der auffälligste Unterschied zwischen den beiden Sprachen ist der Tonhöhenunterschied, sonst gleichen sie sich aber. Auch hier sind 4 Punkte in Anbetracht der Möglichkeiten vergeben worden, denn Surround technisch hält sich "The Last Sword" zurück. Ohnehin gibt es kaum Getümmel, welches sich actionreich auf den Ton auswirken könnte. Die Dialoge erklingen also aus der Front, während der Score und wenige Geräusche die Rears am Leben erhalten. Mitunter gibt es einige heftige Attacken durch die Musik, die sich sehr dynamisch äußert und an einigen Stellen für hervorragende Bassleistung sorgt. Das verbessert natürlich den gesamten Klang erheblich. Die deutschen Untertitel halten sich übrigens nicht an den deutsch gesprochenen Ton, sondern übersetzen das Original.
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Extras
Extras
  • Originaltrailer dt. (2:19 Min.)
  • Originaltrailer jp. (2:19 Min.)
  • Hinter den Kulissen von "The Last Sword":
    • Dreharbeiten für die Schwertkampfschule (5:48 Min.)
    • Dreharbeiten zum letzten Feldzug der Wölfe von Mibu (9:08 Min.)
    • Dreharbeiten zu Mizus Selbstmordversuch (6:11 Min.)
  • Weitere DVDs:
    • Twilight Samurai (2:14 Min.)
    • The Cutter (1:25 Min.)
    • Born To Fight (1:46 Min.)
    • Kwaidan - Das Herz des Samurai (1:54 Min.)
    • New Police Story (1:57 Min.)
    • Inugami - Die Verfluchten (0:39 Min.)
    • Fighter In The Wind (1:23 Min.)
    • Revenge Of The Warrior (2:55 Min.)
VerpackungKeepCase
 Neben dem üblichen Angebot an Trailern, hier größtenteils zu Titeln asiatischer Herkunft, werden Einblicke in die Dreharbeiten zu jeweils einer Szene geboten. Die Videos mit einer Gesamtspielzeit von 21 Minuten sind zwar nicht übersetzt (kurze Sprechpassagen, Texteinblendungen), letztlich aber auch selbsterklärend und zeigen meist die Vorbereitung der eigentlichen Szenen mitsamt Spezialeffekten und Kostümierung.
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Fazit
"The Last Sword" erinnert mich etwas an den ebenfalls von e-m-s veröffentlichten Interner Link"Twilight Samurai". Beides sind Filme, die sicherlich nie die Massen erreichen werden (wie leider die meisten leiseren Asienfilme), sich als geschichtliches Drama aber keineswegs vor westlichen Arbeiten verstecken müssen. "The Last Sword" profitiert von seinem starken Protagonisten, den in ärmlichen Verhältnissen lebenden Yoshimura, einem eigentümlichen Samurai und wahre Frohnatur, die sich zwar etwas träumerisch durch seine Welt bewegt, sich aber letztlich der Realität stellt und diese meistert. Im Zuge dessen werden über drei Generationen hinweg weitere interessante Charaktere vorgestellt, die sich aus engeren Familienmitgliedern, Weggefährten und Freunden zusammensetzt. Die interessanteste Rolle wird jedoch einem Samurai zuteil, den eine brisante Hassliebe mit dem großherzigen Yoshimura verbindet. Wie so oft wird man anfangs vielleicht ein wenig Probleme haben, die Figuren in Gedanken zu ordnen, denn fast übergangslose Zeitsprünge und die Vielzahl an Nebenfiguren machen es einem nicht unbedingt leicht, den Überblick zu bewahren.
Doch dann wird man definitiv gebannt das interessante Leben Yoshimuras und dessen Philosophie verfolgen, die zwischenzeitlich zwar widersprüchlich erscheint, aber immer wieder zu einer schlüssigen Einheit zurückfindet. Als Nebenhandlung wird wie so oft die kriegerische Zeit um 1860 gewählt, in der das japanische Reich von inneren Unruhen erschüttert war, bei denen sich das der westlichen Welt zugewandte Shogunat Tokugawa gegen die kaiserliche Macht erhob. Die Shinsengumi, der auch Yoshimuras angehört, steht plötzlich zwischen den Fronten und muss sich neu orientieren. Filmisch wirkt sich das mit verhältnismäßig wenigen Kämpfen aus. Viel interessanter ist die Entwicklung der Charaktere, auf welche Seite sie sich schlagen und insbesonders, welche eigenen Ziele sie verfolgen. "The Last Sword" ist vergleichsweise opulenter als "Twilight Samurai" aufgemacht, versucht sich ebenso an historischen Korrektheit (oder das, was ich mir darunter vorstelle) und spricht mit seinem langsamen Aufbau sicherlich nicht die Freunde des HK-Action-Kloppers an. Die Qualitäten liegen in der Erzählung, den hervorragenden Sets und Naturaufnahmen (besonders hervorhebenswert: der Moment des Abschieds an der winterlich verschneiten Flussbrücke) und den Darstellern, die eine tolle Show abliefern. Manchmal ist die Stimmung sogar richtig losgelöst, werden ernste Themen doch von einigen leicht komödiantischen Szenen aufgelockert, doch zum Ende hin wird beschreitet "The Last Sword" den logischen Weg eines Dramas. Die letzte halbe Stunde ist dann auch der einzige Teil, der mir etwas zu zäh vorkam, da man es hier mit melodramatischen Szenen ein wenig übertreibt.
Nichtsdestotrotz lohnt sich der Film für aufgeschlossene Filmfans bzw. Liebhaber des Erzählkinos, welches sich mit Samurai-Geschichte befasst.



Bilder der DVD




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