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JP 2005
Originaltitel:Sengoku jieitai 1549
Alternativtitel:GI Samurai 2
aka. Civil War Self-Defense Forces 1549
Länge:87:29 Minuten (gekürzte internationale Fassung)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Masaaki Tezuka
Buch:Harutoshi Fukui, Ryo Hanmura novel "Sengoku jieitai", Yasushi Matsuura, Kiyoto Takeuchi
Kamera:Osamu Fujiishi
Musik:Fusao Yuwaki
SFX:Katsuro Onoue
Darsteller:Haruka Ayase, Yosuke Eguchi, Masatô Ibu, Takeshi Kaga, Kazuki Kitamura, Koji Matoba, Katsuhisa Namase, Daisuke Shima, Kyoka Suzuki, Shin Takuma, Akiyoshi Nakao
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:05.03.2007 (Verleih) / 10.05.2007 (Kauf)



Inhalt
Im Jahr 2003 führt das japanischen Militär ein Experiment durch. Ziel des Versuchs ist es, Einheiten durch die Zeit reisen zu lassen. Der Test gelingt und eine Einheit findet sich im Jahre 1547 wieder, wo sie prompt von einer Samurai-Armee angegriffen wird. Doch es gibt kein zurück mehr. Zwei Jahre später soll eine Elitetruppe die verlorenen Soldaten zurückholen, doch dem Team bleibt nicht viel Zeit. In der Vergangenheit angekommen, müssen sie feststellen, dass der japanische Oberst Matoba nun zum tyrannischen Anführer der Samurais aufgestiegen ist. Ein gnadenloser Kampf zwischen Schwertkämpfern und High-Tech-Einheiten beginnt ...

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Die Farben wurden gewollt verfremdet und wirkend erdig und warm. Der Kontrast schafft somit solide Werte, wobei der Schwarzwert zu wünschen übrig lässt. Größtes Manko ist die schwache Schärfe. Der Transfer wirkt überwiegend weich, verschwommen und stellenweise sogar unscharf. Somit wird uns keine zufriedenstellende Detailwiedergabe geboten und selbst Nahaufnahmen wirken nur bedingt scharf. Hinzu kommt ein sichtbares Bildrauschen und Bewegungsunschärfen in schnellen Kameraschwenks. Die Kompression zeigt zudem noch etwas Blockbildung auf homogenen Flächen.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1, DTS 5.1 (nur dt.)
SpracheDeutsch, Japanisch
UntertitelDeutsch
 Tonal hätten wir uns ebenfalls mehr gewünscht und so bleibt das Klangbild sowohl bei der 5.1-Version, als auch beim DTS-Mix recht schwachbrüstig. Die Actionszenen wirken blass und kraftlos und der Subwoofer bekommt nur bedingt etwas zu tun. Es fehlt hier deutlich an Dynamik und gezielt eingesetzten Effekte. Zudem ist die Sprachwiedergabe ebenfalls nur durchschnittlich und klingt altbacken und bei weitem nicht so, wie man es von einer neuen Produktion erwarten dürfe. Der japanische 5.1-Mix ist zwar im Frontbereich nicht viel besser und die Stimmen klingen zu leise, dafür wurden die Actionszenen deutlich kraftvoller und weiträumiger abgemischt. Somit dürfen sehr oft alle Kanäle plus Subwoofer einen schönen Eindruck hinterlassen. Für einen Actionfilm zwar auch hier nicht perfekt, aber deutlich besser als die deutsche Versionen. Optional lassen sich deutsche Untertitel hinzuschalten.
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Extras
Extras
  • Trailershow:
    • Lady Vengeance (1:51 Min.)
    • The Killer (1:24 Min.)
    • Journey to the End of the Night (2:18 Min.)
    • Twillight Samurai (2:14 Min.)
    • Born to Fight (1:46 Min.)
    • Countdown (2:35 Min.)
  • Deutscher Trailer (1:20 Min.)
  • Japanischer Trailer (1:02 Min.)
  • Behind the Scenes (19:59 Min.)
  • Storyboard (9:59 Min.)
  • Bildergalerie (51 Bilder)
VerpackungKeepCase
 Außer ein 20minütiges, leider nicht untertiteltes "Behind the Scenes", 9 Minuten an Storyboard-Vergleiche, Trailer und eine umfangreiche Bildergalerie gibt es leider nicht. Das "Behind the Scenes" Featurette ist trotz Verständlichkeitsprobleme sehenswert und bietet uns einen schönen Enblick hinter die Kulissen, den Dreharbeiten im Freien, welche meistens von Regen heimgesucht wurde, sowie Aufnahmen im Studio vor dem Bluescreen. Untertitel wären aber wirklich schön gewesen.
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Fazit
Das Original war toll, der Trailer zum Remake versprach viel, aber der Blick auf die Laufzeit ließ uns erzittern - knapp 45 Minuten fehlen in dieser "internationalen Fassung". Was genau fehlt, lässt sich nur erahnen, man muss aber gleichzeitig sagen, dass 40 Minuten mehr Handlung und eventuell sogar Propagandamaterial für das japanische Militär dem Film den finalen Todesstoß gegeben hätte. Regisseur Masaaki Tezuka, der bereits diverse Godzilla-Filme inszenierte, versucht sich an einem Remake des 1979 entstandenen "Time Slip" und lässt seinen Film somit auf dem ersten Teil einer Romantrilogie von Ryô Hanmura basieren. Leider scheitert "Samurai Commando" in allen Belangen und kommt nicht einmal ansatzweise an sein großen Bruder heran.
Das beginnt schon mit der Abänderung der Geschichte, wodurch die Soldaten nicht mehr gezielt durch die Zeit reisen, sondern aufgrund eines (mal wieder) schief gelaufenen Experiments die ganze Sache durchstehen müssen. Dann dieser Quatsch mit dem Loch im Raum-Zeit-Kontinuum, welches die Gegenwart aufsaugt; das wirkt nicht nur total Banane, sondern auch arg konstruiert. Hinzu kommen die teilweise üblen CGI-Effekte, die, wenn sie dann mal gut sind, höchstens als Mittelmaß bezeichnet werden können. CGI-Blut, CGI-Hubschrauber, CGI hier, CGI da. Wie man für den Film eine Auszeichnung erhalten konnte, ist wirklich schleierhaft, aber wer weiß, vielleicht ist die 45 Minuten längere Fassung ja viel besser? Oder hatte das Militär ihre Hand im Spiel? Egal, auf jeden Fall nervt nicht nur die dämliche und teilweise langweilige Geschichte, die miesen CGI-Effekte, nein, auch die schlechten und unblutigen Kampfszenen sind kaum der Rede wert und für solch eine "große" Produktion ein Witz. Das Original sah in allen Belangen besser aus, es war alles handgemacht und zudem bot man uns blutige und wirklich erstaunliche Schlachtszenen mit Hundertschaften von Statisten. Heute braucht man nur einen PC dafür ...
Leider ist "Samurai Commando" ein unheimlich schlechter Film geworden, bei der man über Logiklöcher und hanebüchene Sequenzen nicht mehr hinwegsehen kann. Hat schon jemand gewusst, dass es leicht wäre, in der Vergangenheit Erdölraffinerien zu bauen? Auch hochmoderne Bomben lassen sich in der Vergangenheit bauen. Nun ja, vielleicht hatten die Jungs ja Hilfe von McGyver und einer Rolle Toilettenpapier, wer weiß?

Die DVD überzeugt ebenfalls nur bedingt, weist ein viel zu unscharfes Bild auf und der Ton ist für einen Actionfilm ebenfalls weit unter dem üblichen Standard. Da sollte man doch lieber zum Original greifen, auch wenn es davon ebenfalls keine wirklich ungekürzte Fassung in Deutschland gibt.



Bilder der DVD




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