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HK 1997
Originaltitel:Chin Long Chuen Suet
Alternativtitel:Legend of the Wolf, The
aka. New Big Boss
aka. Zhan Lang Chuan Shui
Länge:90:35 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Donnie Yen
Buch:Donnie Yen, Cub Chin, Bill Lui
Kamera:Wong Ka Fei
Musik:Tommi Wai
Darsteller:Donnie Yen, Ben Lam, Carmen Lee, Edmond Leung, Chi Wah Wong, Tony Mak Wai Cheung, Tam Jan Dung
Vertrieb:MIG / EuroVideo
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:24.05.2007 (Verleih) / 14.06.2007 (Kauf)



Inhalt
Der legendäre "Wolf" und die Geschichte, die man sich über ihn erzählt:
"Wolf" Fung Man Hin (Donnie Yen) verlor einst sein Gedächtnis, nun zieht er als "Outsider" durch die Landen. Eines Tages kommt er in ein kleines Dorf; hier ergibt es sich, daß er einen Freund (Dayo Wong) und Gefährten findet. Doch wie das Leben so spielt, lebt in genau diesen Dorf auch seine einstige Jugendliebe Wai Yee (Carman Lee). Alles wäre so schön geworden, wenn nicht diese Banditen ins Dorf gekommen wären. Diese haben noch eine Rechnung zu begleichen und aus diesem Grund entführen sie Wai Yee, um so an Fung Man Hin zu kommen mit dem Ziel ihn zu töten. Von da an hetzt der Wolf die Meute!

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Obwohl "The New Big Boss" erst 1997 entstanden ist, gehört er zu den Filmen, deren Master ordentlich in Mitleidenschaft gezogen wurden. Daher gehört den Herren von My Way Films, die den Film produzierten, eigentlich ein saftiger Tritt in den Allerwertesten verpasst. Somit verwundert es nicht, dass neben den ganzen mittelprächtigen Veröffentlichungen im Ausland auch die deutsche Ausgabe nicht sonderlich überzeugt und nur im unteren Mittelfeld angesiedelt werden kann. Die Farben können noch am ehesten überzeugen, wirken aber durch Filtereinsätze stellenweise unnatürlich und etwas zu stark. Die Schärfe hingegen hat deutliche Probleme, gerade was die Detailzeichnung ausmacht. In schnellen Bewegungen wird dies noch verschlimmert. Auch ein deutliches Rauschmuster ist sichtbar und verschlechtert den Gesamteindruck nochmals. Die Kompression arbeitet verhältnismäßig ruhig, neigt in einigen Passagen des Films zu einer leichten Artefaktbildung.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Stereo)
SpracheDeutsch, Englisch, Kantonesisch
UntertitelEnglisch
 Geboten werden drei solide Stereospuren, wobei die Deutsche auch die Beste ist. Die Synchronisation kann überzeugen, wenn auch einige Stimmen etwas gewöhnungsbedürftig sind. Die Dialoge sind klar und deutlich zu verstehen und es ist kein Rauschen bemerkbar. Die englische Synchro klingt wesentlich dumpfer und weist ein leichtes Rauschen auf, ist von den Dialogen aber ebenfalls gut zu verstehen. Der O-Ton hingegen wirkt blechern und überspitzt und verfügt über deutliches Rauschen, ist im Vergleich zur englischen Tonspur wieder klarer. Optional gibt es noch englische Untertitel.
 ++----

Extras
Extras
  • Ein Gespräch mit Tony Mak Wai Cheung (24:23 Min.)
  • Originaltrailer (2:56 Min.)
  • Trailershow:
    • Gozzako - Seine Fäuste trommeln das Todeslied (1:59 Min)
    • Karate Superman (3:04 Min.)
    • Die rache der gelben Spinne (3:09 Min.)
    • Kung Fu Man (4:07 Min.)
    • Antikiller 2 (1:55 Min.)
VerpackungKeepCase
 An Extras wird neben dem Originaltrailer noch ein Gespräch mit Tony Mak Wai Cheung spendiert. Dies ist recht interessant, da er einiges über sich und seine Arbeiten zu berichten hat. Zudem kann er auch etwas über seine Kollegen Jet Li und Jackie Chan berichten. Einen netten Ausstieg aus dem Bonusbereich gibt es noch mit einer Trailershow mit seltenen Eastern-Trailern.
 +-----

Fazit
Heftig kritisiertes Regiedebüt von Donnie Yen, das fast von allen Seiten verbale Schläge abbekam. Zu Unrecht. Aber man merkt schnell, was den meisten Kritikern störte und woran sie sich dann ausführlich ereiferten. Der Film ist nämlich einfach anders. Absolut nicht zu vergleichen mit beispielsweise Yens "Iron Monkey", "Once Upon A Time In China 2" oder gar den Modern Day-Actionstreifen, die Yuen Woo-Ping Ende der 80er mit ihm machte. Es fällt mir eigentlich überhaupt kein Martial Arts-Film ein, der auch nur annähernd wie "The New Big Boss" ist.
Erst einmal der Aufbau: Es finden mehrere Zeitsprünge von Gegenwart in die Vergangenheit und wieder zurück statt. Außerdem sind selbst in der Vergangenheit noch Rückblenden enthalten, wodurch man leicht den Überblick und damit das Interesse verlieren kann. Dann die Art der Inszenierung: Die Szenen im heutigen Hongkong sind mehr als trostlos dargestellt. Fast hat man das Gefühl, die Apokalypse hat bereits stattgefunden, und es gibt nur noch drei Menschen, von denen zwei sich unterhalten und ein Dritter schläft. Und hier wird zu viel geredet. Nichts gegen Dialoge, aber wenn jemand zehn Sätze braucht, um einen Gedanken auszudrücken, ist das doch etwas happig. Nicht gut gemacht. Die Szenen in der Vergangenheit leiden auch etwas an Eintönigkeit. Alles scheint seinen Gang zu gehen, ohne dass es irgendwen interessiert. Natürlich agieren die Figuren; sie handeln und reden, aber man hat das Gefühl, als scheint ihnen alles recht egal zu sein. Emotionale Kälte. Außerdem wird hier auch zu viel und zu breit geredet, ohne dass es nötig gewesen wäre. Wenig wirkliche Spannung während dieser Ruhepausen. Ich sage mit Absicht Ruhepause, denn ... wenn der Film in Fahrt kommt, dann kommt er richtig in Fahrt.
Die Action ist mit das Beeindruckendste, was ich in letzter Zeit gesehen habe. Die Kämpfe unterschiedlichster Gattung sind allesamt absolute Hingucker. Ich hab selten so effektvolle und effiziente Actionszenen erlebt. Sicherlich, sie wurden abgespeedet und oft sieht man durch extreme Nahaufnahmen wirklich nicht, wer denn nun gerade durch wen getötet wurde, aber das macht nichts. Kamera, Choreographie, Schnitt und Musik haben hierbei in den meisten Szenen eine wahrhaft wirkungsvolle und teilweise auch innovative Zusammenarbeit geleistet. Wer bis zum letzten Drittel durchgehalten hat, erlebt ein wahres El Dorado an Effektivität. Nur allein der fünfminütige Mann gegen Mann-Kampf kurz vor dem Showdown schlägt alles aus beispielsweise "Drunken Master 2" mit Leichtigkeit. Auch ein Interner Link"Fist of Legend" kann da nicht mithalten. Abgesehen von der insgesamt zahlreichen Action bleibt aber leider nicht viel hängen. Außerdem krankt der Film an ziemlicher Fehlbesetzung. Dayo Wong sollte lieber woanders den Goof spielen, als Actionheld taugt er nicht. Carman Lee wirkt total, aber total fehl am Platz. Ben Lam war auch schon beeindruckender ... Das Ende war seltsam. Macht aber auch nichts. Der ganze Film war ja anders.
Die von MIG herausgebrachte DVD hat gegenüber ausländischen Veröffentlichung die Nase vorn, auch wenn die Qualität nicht unbedingt überzeugt. Drei Punkte sprechen aber direkt für einen Kauf: Das anamorphe Bildformat liegt im richtigen Format vor, die Synchro ist weitestgehend gelungen und der Film ist ungeschnitten. Bei den Filmbildern auf der Cover-Rückseite hat sich aber ein Fehler eingeschlichen, da diese aus einem anderen Film stammen. Also bitte nicht irritieren lassen.



Bilder der DVD




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