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USA 1973
Originaltitel:Cleopatra Jones
Länge:84:56 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Jack Starrett
Buch:Max Julien, Sheldon Keller
Kamera:David M. Walsh
Musik:J.J. Johnson
Darsteller:Tamara Dobson, Bernie Casey, Brenda Sykes, Antonio Fargas, Dan Frazer, Bill McKinney, Stafford Morgan, Michael Warren, Albert Popwell, Caro Kenyatta, Esther Rolle, Keith Hamilton, Jay Montgomery, Arnold Dover, Angela Gibbs, John Alderman, Eugene Jackson
Vertrieb:Warner
Norm:PAL
Regionalcode:2,4,5



Inhalt
Sie ist sexy, cool und brandgefährlich: Cleopatra Jones (Tamara Dobson), Rauschgiftfahnderin der CIA. Als Cleo in der Türkei ein Mohnfeld abbrennen lässt, schwört Mommy (Shelley Winters), Chefin eines mächtigen Drogensyndikats, Rache: Sie ruft die von ihr geschmierten Cops an und befiehlt ihnen, einen Vergeltungsschlag gegen das Antidrogen-Hauptquartier im Stadtzentrum zu inszenieren. Anschließend sollte Mommy besser die Nummer des Notrufs wählen, denn jetzt bekommt sie es mit Cleopatra höchstpersönlich zu tun ... Und die geht nicht gerade zimperlich mit Verbrechern um!

Bild
Format2.40:1 (anamorph)
NormPAL
 Das Bild ist nur halbfertig restauriert. Im Vergleich zur alten Videokassette, die zusätzlich gekürzt war, hat sich natürlich eine Menge geändert, es seinen nur das nun korrekte Bildformat und die meist knalligen Farben genannt, die einen wirklich tollen Eindruck hinterlassen. Andererseits treten immer wieder kleine Verschmutzungen auf, die mit moderatem Aufwand beseitigbar wären. Auch am Detailgrad mangelt es mehr als deutlich. Altersbedingte Schwächen sind zwar einzusehen, so aber wird keine Natürlichkeit erreicht. Woran das liegt wird nicht ganz klar, da aber im gesamten Film kaum Rauschen zu sehen ist und im Vorspann stark gefiltert wurde, kann man davon ausgehen, dass auch der restliche Film diese Behandlung erfahren hat. Insgesamt eine etwas verschenkte Chance, auch wenn die Wertung stark auf 4 Punkte zuläuft. Mehr Schärfe und das wäre dringewesen.
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Ton
FormateDolby Digital 1.0
SpracheDeutsch, Englisch, Französisch
UntertitelDeutsch, Französisch, Englisch, Holländisch, Arabisch, Schwedisch, Finnisch, Tschechisch, Kroatisch, Slowenisch, Griechisch, Ungarisch, Türkisch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte
 Dass die englische Tonspur mit dabei ist, erweist sich als Glücksgriff, denn vom deutschen Ton ist nicht viel zu erwarten. Es ist schon sonderbar, wie stark sich ein Monokanalton in zwei Sprachen voneinander unterscheiden kann, denn im Deutschen wird es ungewöhnlich leise, kraftlos, teilweise verwaschen und die Musikstücke kann man beinahe ganz vergessen bei dieser Akustik. Zischelnde Stimmen, ausbleibende Höhen und ebenso nicht existente Tiefen lassen da kaum mehr als die Minimalbewertung zu. Schade, die deutsche Synchro hat nämlich ein paar coole, passende Sprecher und Dialoge abbekommen, auch wenn diese oft stark vom Originaldialog abweichen. Der O-Ton ist dann gleich viel heller, bringt den Score richtig zur Geltung und klingt einfach angenehmer, wenn auch hier die Limitierung auf Mono nicht zu verleugnen ist. Die Wahl sollte also nicht schwer fallen, es gibt schließlich Untertitel, sogar für Hörgeschädigte, dazu.
 +-----

Extras
Extras-
VerpackungKeepCase
 Weder das Menu noch das nicht vorhandene Bonusmaterial wirft ein gutes Licht auf die Veröffentlichung, die vermutlich einfach fix raus musste. Echt schade, wenigstens ein fetziger Soundtrack im Hauptmenu wäre doch drin gewesen, oder?
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Fazit
- "... I'm coming back. And your head and your body is gonna need separate maintenance." (Cleopatra Jones)

1973 buhlten gleich zwei "große" Damen um die Gunst des Blaxploitation-Publikums: Pam Grier in Interner Link"Foxy Brown" und Tamara Dobson in "Ein Fall für Cleopatra Jones". In vielerlei Hinsicht geht die Runde klar an Miss Grier, aber CIA-Agent Jones geht natürlich auch in Ordnung, auch wenn man stellenweise Abstriche machen muss. Tamara Dobson besitzt zwar Ausstrahlung, allein ihrer Größe wegen, die sie über jeden Gegner hinwegschauen lässt, ihr fehlt es aber klar an darstellerischem Talent, weswegen sie den Film über mit dem gleichen selbstzufriedenen Lächeln bestreitet, hinter dem sich vielleicht ein wenig Unsicherheit verstecken mag. Aber zurück zum Wesentlichen: "Cleopatra Jones" ist schwarze Frauenpower pur, bei der die Männer gewaltig nach der Pfeife der coolen Aktrice tanzen, die keine Szene auslässt, um sich im buntesten und (damals grad) chicsten Fummel ablichten zu lassen, den die Kompanie an Kostümbildner zu schneidern in der Lage waren. Manchmal, so scheint es, wäre sie gern der weibliche James Bond, der, wie anfangs in der Türkei, die Welt bereist, um es Übeltätern bitter heimzuzahlen.
Leider nur ist der Film überhaupt nicht ernst zu nehmen. Ihre Gegnerin, die rothaarige Wuchtbrumme, die von allen immer nur "Mommy" genannt wird, ist ebenso wie ihre Mannschaft ein Abziehbild, das man eher in einem Comic erwartet als in einem Film. Das entschärft den Film mitsamt seiner wenigen blutigen Szenen ein wenig, wobei der Actiongehalt nach wie vor hoch ist. Vom Attentat über einen Bomberangriff bis hin zur zünftigen Verfolgungsjagd (Cleo fährt eine fetzige Corvette) wird alles geboten - nur manchmal eben etwas auf komisch getrimmt. Letztlich liegt es wohl an vielen Faktoren, dass "Cleopatra Jones" nicht so richtig schön "schwarz", spannend, schmierig und stylisch ist, man keine echte, gefährliche Action-Figur etablieren kann. Für kurzen Filmspaß ist aber dennoch gesorgt. Wenn's dann mehr sein soll, doch lieber "Shaft", "Foxy Brown" und Konsorten, die ihre Aufgabe etwas ernster nehmen und der "kleinen" Schwester zeigen, wo der Hammer hängt.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Cleopatra Jones gegen die Drachenlady
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