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JP 2002
Originaltitel:Jitsuroku Andô noboru outlaw-den: Rekka
Alternativtitel:Violent Fire
aka. True Story of Ando's Gang - Legend of Outlaw Fire
Länge:95:50 Minuten (ungeküzrt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Takashi Miike
Buch:Shigenori Takechi
Kamera:Kiyoshi Itô
Musik:Joe Yamanaka
Darsteller:Riki Takeuchi, Ryôsuke Miki, Ken'ichi Endô, Mika Katsumura, Sonny Chiba, Yuya Uchida, Tetsuro Tamba
Vertrieb:I-On New Media
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:25.08.2006 (Verleih) / 29.09.2006 (Kauf)



Inhalt
Eine Gruppe der Yakuza tötet den Boss der Sanada-Gang. Die Reaktion seines Sohnes Kanesada auf diesen kaltblütigen Mord ist klar: Tödliche Rache um jeden Preis! Doch auch die ehrwürdigen Yakuza sind mittlerweile recht träge und bürokratisch geworden und um einen ausufernden Bandenkrieg zu verhindern, beginnt man mit den Kontrahenten zu verhandeln. Kanesada selbst gerät nun zwischen die Fronten der Auseinandersetzungen. Müde und genervt von den vielen Debatten mit seinen Gangster Brüdern nehmen er und ein paar Getreue nun selber die Dinge in die Hand. Mit einem Raketenwerfer und weiteren netten Mordwerkzeugen bewaffnet, macht er sich auf, den grausamen Tod seines Vaters endgültig zu sühnen. Für Kanesada ist Gewalt eine Religion ...

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Das Ausgangsmaterial für den anamorphen Transfer muss in einem sehr schlechten Zustand gewesen sein, wie kann man sich anders die Unmengen an Defekte und Dropouts im Bild erklären? Zudem ist die Bildschärfe wirklich als mangelhaft zu bezeichnen und lässt keinerlei Detailzeichnung zu. Hier wirkt das Bild meist sehr matschig und unscharf und auch der Kontrast arbeitet alles andere als sauber und lässt helle Flächen stark überstrahlen. Der Schwarzwert ist dabei auch nur mittelmäßig, was aber auch an den eingesetzten Farbfiltern liegen dürfte, welche das Bild mal sehr kühl, dann wieder sehr warm erscheinen lassen. Ingesamt ist die Farbgebung aber äußerst kräftig ausgefallen. Konturen sind meistens sehr schwammig und weich, zeigen dann aber auch des Öfteren Ausfransungen und Doppelkonturen, was auf eine leichte Nachschärfung schließen lässt. Zudem ist der Transfer sehr grobkörnig und zeigt deutliches Blockrauschen bis hin zu Kompressionsartefakten im Hintergrund. Für einen Film von 2002 sehr enttäuschend und einfach schade, wie die Japaner mit ihrem Filmmaterial umgehen.
 ++----

Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Japanisch
UntertitelDeutsch
 Etwas besser sieht es hingegen beim deutschen Dolby Digital 5.1-Mix aus. Hier wird uns eine gut verständliche und recht ordentliche Front spendiert, welche zudem mit einem guten Bass aufwarten darf. Die Rears werden für den Score und einige Effekte genutzt, was auch recht gut gelingt und für etwas Räumlichkeit sorgt. Leider ist die deutsche Tonspur nicht ganz fehlerfrei: So fehlen des Öfteren Nebengeräusche wie z.B. Schüsse bei finalen Kampf oder Tritte und die dazugehörigen Geräusche. Warum das so ist, können wir euch nicht sagen, der japanische Original-Mix hat diese Fehler allerdings nicht, klingt aber auch ohnehin deutlich klarer und weiträumiger. Das gesamte Klangspektrum tönt wesentlich frischer und die Rears kommen vor allem in den Actionszenen viel deutlicher zum Tragen. Optional lassen sich deutsche Untertitel hinzuschalten.
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Extras
Extras
  • Interview mit Takashi Miike (17:51 Min.)
  • Trailer (1:18 Min.)
  • Trailershow:
    • Agitator (1:01 Min.)
    • Ashura (1:11 Min.)
    • Blood & Bones (1:54 Min.)
    • Dead Or Alive Final (1:29 Min.)
    • Frozen Land (1:31 Min.)
    • Gozu (1:23 Min.)
    • Happiness Of The Katakuris (2:06 Min.)
    • The Heart Is Deceitful Above All Things (2:19 Min.)
    • Preacher - Der Haschpapst (1:50 Min.)
    • Shinjuku Killers (1:24 Min.)
    • Slashers (1:24 Min.)
    • Zebraman (1:33 Min.)
VerpackungKeepCase
 Neben den schön animierte DVD-Menü sei vor allem das 18minütige Interview mit Takashi Miike erwähnt, welches deutsch untertitelt wurde und eine Menge über die Hintergründe der Produktion bekannt gibt. Ansonsten gibt es nur noch den Originaltrailer und eine Trailershow.
 +-----

Fazit
- "Der Tod ist nur ein Schritt auf dem Weg zur Vollkommenheit."
- "Rock'n'Roll ..."

Im Gegensatz zu den meisten seiner weiteren Yakuza-Filme lässt Takashi Miike in diesem Fall etwas mehr von den Zutaten einfließen, für die seine knallbunten Gewaltorgien berühmt und berüchtigt wurden. Die Brutalität ist weniger realitätsnah, dafür aber etwas goriger als etwa in Miikes "Black Society Trilogy". Vor allem aber hat der Regisseur hier einiges von seinem typischen Humor einfließen lassen, etwa wenn die beiden Racheengel über die optimale Vorgehensweise beim Haarefärben diskutieren oder wenn die Waffen gegen Ende hin immer gewaltiger werden. Das furiose Finale, bei dem man sich mit Raketenwerfer und gigantischem MG den Schneid abzukaufen versucht, bietet comicartige Shootouts in rasanten Bildern. Leider mangelt es einigen Szenen im Film aber auch an genau diesem Tempo. Die Dialoge ziehen sich hin und wieder etwas in die Länge und bieten dabei nicht allzu viele interessante Informationen. Kein Wunder, haben wir es doch mit einer lupenreinen Yakuza-Revenge-Story zu tun, die auf der einen Seite die schier endlosen Debatten der Bosse bietet und auf der anderen den Rachefeldzug von Kanesada und seinem einzigen verbliebenen Kumpel. Hätte man die Dialoge ein klein wenig gestutzt, käme "Deadly Outlaw Rekka" wohl etwas rasanter daher und wäre vermutlich auf mehr Begeisterung gestoßen. Im Gegensatz zu so mancher Kritik hat uns der Film aber dennoch sehr gut gefallen, was nicht zuletzt an dem ungewöhnlichen Soundtrack liegen dürfte. Diesen bildet nämlich das 1971er Album "Satori" der Flower Travellin' Band. Zwei Musiker dieser '73 aufgelösten Progressive Rock Kapelle spielen sogar im Film mit und haben Miike mit ihrer Musik derart begeistert, dass er nichts anderes für seinen Film verwendete. Der Sound orientiert sich an Bands wie Black Sabbath oder Led Zeppelin, wirkt dabei aber eine Spur psychedelischer und verschweigt nie seine japanische Herkunft. Wer also nichts mit dem Film anfangen kann, wird sich womöglich immerhin für den Soundtrack begeistern können. Ansonsten rechtfertigt aber auch bereits die Prügelei, in der Kanesada mit einem Brecheisen gegen fünf Yakuzas kämpft, durch ihre Intensität das Ansehen von "Deadly Outlaw Rekka".

Die DVD lockt leider nicht wirklich zum Kauf, da das Bild vor allem zu Beginn sehr unscharf ist und für einen Film von 2002 verdammt viele Kratzer aufweist. Im Rahmen des Erträglichen bleibt die Qualität allerdings noch und da sowohl deutsche als auch japanische Tonspur in brauchbarem 5.1 vorliegen, kann man den Film immer noch genießen. Bei den Extras verhält es sich wie bei den meisten der etwas älteren I-On New Media-Veröffentlichungen, allerdings ist das neben "Filmtrailer" und "Trailershow" fast schon obligatorische Takashi Miike-Interview mit über 17 Minuten recht großzügig ausgefallen. Miike-Fans können also ruhig zugreifen, müssen allerdings Abstriche in der Bildqualität hinnehmen. Dafür ist "Deadly Outlaw Rekka" völlig ungeschnitten auf DVD erschienen.



Bilder der DVD




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