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D 1968
Originaltitel:Ich spreng' euch alle in die Luft
Alternativtitel:Long Day of Inspector Blomfield, The
aka. Mad Jo
aka. Superbulle, Der
Länge:69:51 Minuten (gekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Rudolf Zehetgruber
Buch:Katharina Gajda, Stanley Sheldon, G.B. Wallace, Rudolf Zehetgruber
Kamera:Hannes Staudinger
Musik:Hans Hammerschmidt
Darsteller:Götz George, Werner Pochath, Anthony Steel, Walter Barnes, Ingeborg Schöner, Eddi Arent, Gert Günther Hoffmann, Siegfried Wischnewski, Karl Schönböck, Herbert Fux, Leopold Rudolf
Vertrieb:Best Buy Movies
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Am Morgen dieses Tages wird der Kripomann Eddie Blomfield (Götz George) in einen Lohngeldraub verwickelt. Er stellt den Täter Blinky Smith (Herbert Fux), der auf der Flucht mit seinem Wagen in den Tod rast. Sein rauschgiftsüchtiger Bruder (Werner Pochath) hat nur ein Ziel, den Tod seines Bruders zu rächen. Damit Smith schneller an sein Ziel kommt, überfällt er Blomfields zuständiges Polizeirevier. Im Drogenrausch terrorisiert er die Revierbesatzung und droht alles in die Luft zu sprengen. Mit einem lebensgefährlichen Einsatz versucht Superbulle Blomfield, den Verbrecher außer Gefecht zu setzen. Smith kann sich befreien und stürzt sich auf seine schwere Maschine. Nun beginnt eine mörderische Verfolgungsjagd. Ein Zweikampf auf Leben und Tod.

Bild
Format1.33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Wenn ich dran denke, was Best Buy Movies bereits bei einigen ihrer VÖs falsch gemacht haben und wie alt dieser Film bereits ist, kann ich nicht viel von dieser DVD erwarten. Die Qualität ist tatsächlich unterdurchschnittlich, stark schwankend und nur mit Altersbonus bei 2 Punkten einzuordnen. Zumindest die Schärfe hat man zu einem befriedigenden Ergebnis gebracht, wobei eine saubere Aufarbeitung sicherlich wesentlich mehr Natürlichkeit geschaffen hätte. Einige Szenen sind sowohl farblich als auch vom Kontrast her stark verschlissen. Hier bleibt nichts mehr erkennbar außer ein grünlich dunkler Brei. Weitestgehend bleibt der Film davon verschont, der grünlich-gelbliche, manchmal überhellte, dann wieder zu dunkle Look bleibt aber allgegenwärtig. Das Master kann kein allzu Gutes gewesen sein, denn zahlreiche Verschmutzungen, Bildstörungen und ein manchmal wackliger Bildstand sind bedenklich. Da wurde wohl eine Videokassette "aufgewertet". Selbst Nostalgie-Fans könnte von diesem leicht verschimmelten Aussehen etwas gestört sein. Beim Authoring hat sich dann auch noch eine höchst mäßige Kompression eingeschlichen, die in Szenenwechsel schon mal verpixeln kann und das leichte Rauschen etwas nervös erfasst.
 ++----

Ton
FormateDolby Digital 1.0
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Die tonale Umsetzung darf man doch wesentlich deutlicher als gelungen betrachten als das Bild. Tatsächlich musste die Vorlage hier weniger leiden, ist also noch gut in Schuss. Die Stimmen erklingen klar und tragen ein paar Altersfragmente mit sich, die nicht weiter störend wirken sollten, z.B. ein etwas kratziger Klangcharakter und ein paar geringere Störgeräusche, die sich aber nie zu lautem Ploppen oder gar Totalausfällen erheben. Lediglich die Übergänge der gekürzten Szenen sind mit einem unüberhörbaren Reißen verbunden. Leider hat man nicht den technisch höchst simplen Weg gewählt, die Monospur zumindest auf beide Kanäle zu legen, sondern presste eine einfache 1.0-Spur drauf. Auch auf Untertitel muss man verzichten. Das Ausbleiben anderer Sprachen ist natürlich zu verschmerzen, schließlich handelt es sich um eine deutsche Produktion.
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Extras
Extras
  • Weitere DVDs (jew. 1 Textseite):
    • American Eagle
    • Angel Dust
    • Angels Of The City
    • Angelina, von allen begehrt
    • Chillers
    • Cold Fire
    • Das Todesschwert der Ninja
    • Der Superbulle
    • Fuga
    • Im Schatten des Mörders
    • Kommando Schwarzer Panther
    • Mundo Verde
    • Prime Fighter
    • Sieben Kampfmaschinen des Todes
    • War Devils
VerpackungKeepCase
 Bei einer gekürzten DVD, die ihre Kapitel direkt im Hauptmenu auflistet, sollte man nicht auf Extras hoffen. Selbst der Unterpunkt "Weitere DVDs" macht nichts her, da man hier jeweils nur eine Texttafel mit technischen Daten, Kaufpreis und Inhaltsangabe anstatt einem Trailer vorfindet. Äußerst schwach!
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Fazit
Erster Gedanken nach Cover-Sichtung: Hier will uns jemand ganz gewaltig einen Wink in Richtung italienischer Polizeifilm geben, denn Götz George könnte blicktechnisch doch glatt als deutscher Maurizio Merli durchgehen. Den Superbullen im Titel kennt man ja außerdem noch von einer Reihe mit Tomas Milian. Stattdessen aber ist diese Produktion aus dem Jahre 1968 aber sehr britisch ausgelegt, spielt irgendwo im fernen England, was zunächst nicht grad glaubwürdig erscheint und befasst sich mit dem eher gesetzten Krimi, der ein paar Momente des Thrillers und des Action-Filmes einfängt, aber auch ein wenig trashig gestaltet wurde.
Für Letzteres dürfte der beliebte Götz George verantwortlich sein, der zwar tough ist, aber ganz und gar nicht dem Eindruck des gewalttätigen, harschen Kommissars entsprechen möchte, welches das Cover vermittelt. Die Wegpunkte seiner Karriere scheinen nicht so recht von Eigeninitiative geprägt zu sein, vielmehr rutscht er in die Situationen hinein und kann dort dann auch mit ein wenig Glück und vornehmer Zurückhaltung den Fall lösen. Porträtiert wird dies als Einmann-Show in einem Handlungsstrang, bei der eine exzentrische, etwas einsame Witwe die Vorgänge im Garten ihres Nachbarn sehr kritisch beäugt und einen Mord vermutet. Parallel dazu, zeitmäßig mindestens gleichwertig bemessen, nimmt der Bruder eines von Blomfield getöteten Verbrechers das gesamte Kommissariat als Geisel und wartet nun ab, dass Blomfield endlich ins Büro zurückkehrt, was durch wundersame Zufälle immer wieder abgewendet werden kann. Leichter Humor mischt sich mit der dramatischen Situation im Büro, die sicher nicht mehr ganz so Nerven zerfetzend wirkt, wie sie damals gedacht war, dafür aber mit einem kleinen, gut aufgelegten Staraufgebot punkten kann, welches die Spielzeit mit Leichtigkeit überbrückt. Neben Werner Pochath als koksenden Kleinkriminellen, der seine Leute mit Revolver und Sprengstoff in Schach hält, versammeln sich nach und nach Charaktergesichter wie Gert Günther Hoffmann, Siegfried Wischnewski, Walter Barnes und Eddie Arent, um dem frechen Attentäter die Stirn zu bieten.
Vergleichsweise einfach fallen die Action-Szenen, zwei Motorradverfolgungen, aus, die ihre abwechslungsreiche Wirkung aber nicht verfehlen. An einigen Stellen mag "Superbulle" etwas zu zahm ablaufen und so gar nicht zum reißerischen Originaltitel "Ich spreng' euch alle in die Luft" passen, ist dafür aber kurzweilig, charmant und eben handgemacht.

Kaum zu übersehen dürften die Handlungskürzungen sein, die nicht selten den Zuschauer zu einem "Was war das denn jetzt?" bewegen werden. Dabei ging der Schnittkünstler wohl mit dem Hammer vor, denn es entfallen Szenen, insbesondere im Büro, die einige Charaktere wohl kaum seltsamer aus dem Zusammenhang reißen könnten. Beispiel: Eddi Arents Charakter betritt mit zwei Damen das Büro, beginnt damit, die Situation zu erläutern, heftiger Schnitt und die beiden sitzen auf der Bank. Das passiert an dieser Stelle sogar mehrfach kurz hintereinander, so dass man vorerst von Rollenrissen ausgeht, die aber gefühlt zu viel Material vernichten. Die Vermutung liegt nah, dass hier die als gekürzt bezeichnete Videokassette von Vision-Video Selection genutzt wurde. Das macht diesen Film natürlich in dieser Form unbrauchbar, aber auch die anderen Eckdaten des Silberlings sind alles andere als kaufenswert. Also bitte stehen lassen, auch wenn die Versuchung einigermaßen groß ist.



Bilder der DVD




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