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FR, CAN, UK 2002
Originaltitel:Spider
Alternativtitel:Spider - Desafie Sua Mente
aka. Spider - Shônen wa kumo ni kiss wo suru
Länge:94:39 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:David Cronnenberg
Buch:Patrick McGrath
Kamera:Peter Suschitzky
Musik:Howard Shore, Brian Arbuckle
SFX:Alan Senior
Darsteller:Ralph Fiennes, Miranda Richardson, Gabriel Byrne, Lynn Redgrave, John Neville, Bradley Hall, Gary Reineke, Philip Craig, Cliff Saunders, Tara Ellis, Sara Stockbridge, Arthur Whybrow, Nicola Duffett, Jake Nightingale, Alison Egan
Vertrieb:Columbia
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Als einer der jüngsten Bewohner zieht der geistig verwirrte Spider in ein freudloses, von Hausmeisterin Wilkinson mit eherner Hand geführtes Londoner Männerwohnheim. Von dort aus unternimmt der kettenrauchende, ständig Unverständliches vor sich hin murmelnde Spider lange Spaziergänge in die Umgebung. Dabei versinkt er immer tiefer in die Erinnerungen an seine Kindheit, die ein schreckliches Ende fand, als sein Vater die Mutter ermordete und dessen Geliebte immer mehr Aussehen und Wesenszüge der Getöteten übernahm.

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Wer David Cronenberg kennt, weiß, dass man auch bei "Spider" wieder einen surrealen Touch bei den Bildkompositionen erwarten kann. Das anamorphe Widescreen-Bild wirkt sehr blass und kalt von seiner Farbgebung her und der Kontrast ist sehr stark ausgefallen, sorgt von daher wegen seinem übertriebenen Schwarzwert für eine nicht immer gute Darstellung der Details. Das Bild ist nahezu frei von störendem Bildrauschen, lässt dafür aber deutlich an Schärfe vermissen. Selbst in Nahaufnahmen wirkt das Bild sehr weich und es fehlt an der nötigen Detailschärfe. Aber auch dies ist eher ein Stilmittel Cronenbergs, als ein Fehler der DVD. Die Kompressionen leisten sich keine Ausrutscher und arbeiten unauffällig im Hintergrund. Nur selten ist leichtes Blockrauschen erkennbar und Defekte und Verschmutzungen sind ebenfalls kaum auszumachen. Störend ist hier aber der etwas unruhige Bildstand und leichte Nachzieheffekte in Bewegungsabläufen. Insgesamt durchweg passend zur düsteren Version Cronebergs, aber mehr als 4 Punkte kann man dennoch nicht geben.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch
UntertitelDeutsch, Englisch
 Ein Effektfeuerwerk dürfen wir bei einem Dialogfilm wie "Spider" nicht erwarten, dafür aber eine saubere Sprachwiedergabe. Die Effektlautsprecher werden selten, wenn aber auch nur dezent für Umgebungsgeräusche eingesetzt. So z.B. auch von der 37. bis zur 38. Minute, in denen die Rearspeaker für den Wind und das Vögelgezwitscher genutzt werden und das Geschehen sehr räumlich wirken lassen. Der Rest spielt sich überwiegend im Frontbereich ab und klingt recht angenehm. Hier hätte man aber durchaus mehr rausholen können, aber für ein Drama geht dies in Ordnung. Der englische Track unterscheidet sich kaum, wirkt aber etwas weiträumiger. Optional gibt es deutsche und englische Untertitel zum Anwählen.
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Extras
Extras
  • Audiokommentar mit David Cronenberg
  • Die Entwicklung von Spider (8:12 Min.)
  • Die Besetzung (12:25 Min.)
  • The Making of Spider (9:11 Min.)
  • Originaltrailer (2:09 Min.)
  • Filmografien:
    • David Cronenberg
    • Patrick Megrath
    • Ralph Fiennes
    • Miranda Richardson
    • Gabriel Byrne
    • Lynn Redgrave
  • Trailershow:
    • Gothika (2:06 Min.)
    • The Missing (1:53 Min.)
    • 3 Way (0:59 Min.)
 Das Zusatzmaterial ist recht mager ausgefallen und eigentlich ist nur der deutsch untertitelte Audiokommentar des Regisseurs wirklich hervorzuheben. Der Rest besteht aus einem Trailer, sechs Filmografien und drei leider viel zu kurzen Filmdokumentationen, von denen "Die Entwicklung von Spider" noch die interessanteste ist.
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Fazit
Die DVD bietet weder große Überraschungen, noch ist sie enttäuschend. Columbia hat einmal mehr routinierte Arbeit geleistet, nur leider ist das Bonusmaterial recht mager ausgefallen. Der Film selber dürfte für den größten Teil des Publikums recht unzugänglich sein, da er weder ein typischer Cronenberg ist, noch als herkömmliches Drama bezeichnet werden kann. "Spider" ist vielmehr die Charakterstudie eines durch und durch gestörten Mannes, der in seiner Traumwelt gefangen zu sein scheint und seine Kindheit noch einmal durchlebt. Da es keine richtige Bezugsperson gibt und die Geschichte oftmals recht undurchsichtig erscheint, gehört "Spider" mit Sicherheit zu den zähesten Werken Cronenbergs. Es ist aber auch eines seiner besten Werke, dessen Schönheit sich einem erst beim erneuten Sichten erschließt. Ein Film, der von seinem Hauptcharakter ( Ralph Fiennes) getragen wird, sowie der düsteren und nahezu verstörenden Sichtweise eines David Cronenbergs. "Spider" gehört zu den wenigen Filmen, die nicht aus den Federn des Interner Link"Videodrome"-Regisseurs stammen und von daher ein ganzes Deut harmloser ausgefallen ist als seine vorherigen Werke. Dennoch gehört "Spider" zu wichtigsten, obgleich auch schwierigsten Filmen der letzten Jahre, der einen, wenn man es zulässt, fesselt und nie wieder los lässt. Düster, verstörend und schwer zu verdauen. Und auch wer mit dem Film nicht viel anfangen kann, muss sich eingestehen, dass ihn Cronenbergs neuester Geniestreich auch Stunden nach dem Anschauen beschäftigen wird. Als nächstes verfilmt er den amerikanischen Comic Interner Link"A History of Violence" von Vince Locke und John Wagner, mit Ed Harris und dem Interner Link"Herr der Ringe"-Star Viggo Mortensen. Wir dürfen gespannt sein ...



Bilder der DVD




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Spider
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