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UK 2006
Originaltitel:Glastonbury - The Mud. The Music. The Madness
Länge:132:27 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Julien Temple
Buch:Julien Temple
Kamera:diverse
Musik:diverse
Darsteller:Coldplay, Primal Scream, Blur, David Bowie, Björk, Morrissey, Scissor Sisters, The Chemical Brothers, Radiohead, Paul McCartney, Nick Cave, Pulp, The Killers, Foo Fighters, Goldfrapp, R.E.M, The White Stripes, Kaiser Chiefs
Vertrieb:Polyband
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:22.06.2007 (Kauf)



Inhalt
1970 öffnete ein junger Farmer aus Südwestengland namens Michael Eavis erstmals seine 60 Hektar große Land- und Ackerfläche für ein Wochenende. 1.500 Leute kamen und zahlten jeweils 1 Pfund, um die Auftritte einer Handvoll Pop- und Folkstars zu sehen ...
Das Glastonbury Festival war geboren! Und in den folgenden Jahrzehnten wurde die Worthy Farm zum Zentrum außerordentlicher Open-Air-Konzerterlebnisse. Über 35 Jahre, unzählige Live-Performances der größten Rock- und Popstars und Millionen von Konzertbesuchern später existiert das Glastonbury Festival noch immer.
Es gilt heute als das am längsten existierende und erfolgreichste Festival der Welt. Glastonbury steht für Live-Musik der größten Bands und Künstler unserer Zeit, für berüchtigte Exzesse aller Art, für Hippies, Rocker, Punks, Freaks, Aussteiger, ganz normale Fans, die ihrem Alltag entfliehen - und natürlich für Schlamm.

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Um bei der vorhandenen Bildqualität objektiv zu bleiben muss man wohl einen Mittelweg gehen. Durch die Mischung von altem und neuem Material, meist innerhalb von kurzer Zeit wechselnd, entsteht ein eigener Stil, der von nahezu perfekter Bildqualität bis hin zu Amateuraufnahmen aus den frühen 70ern reicht. Somit wären alle Sparten von gut bis schlecht abgedeckt. Wobei das Bild nie wirklich schlecht wird. Ältere Aufnahmen wirken etwas körnig und unscharf, wogegen die Neuen eine sehr gute Schärfe haben und klar wirken. Problematisch wird es nur in den seltensten Fällen bei ganz alten Amateuraufnahmen: Hier kann es mal vorkommen, dass man ein Meer aus sich windenden Farben, umgeben von tanzenden Körnern bei Video typischen Laufstreifen sieht. Da das gute Material aber dominiert wird an dieser Stelle eine schlechte 4 Punktebewertung mit Tendenz nach unten vollzogen.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0, Dolby Digital 5.1, DTS
SpracheEnglisch
UntertitelDeutsch
 Ganze drei Tonvarianten wurden für die Dokumentation erstellt. Im direkten Vergleich zwischen der 5.1- und der DTS-Spur ergibt sich nur ein marginaler Unterschied im Bereich der Lautstärke, da die DTS-Variante etwas lauter abgemischt wurde. Obwohl, wie bei der Bildbewertung schon angesprochen, das Material von verschiedenen Quellen stammt, erfuhr es gerade im Tonbereich eine gelungene Abmischung. Hierdurch darf sich der Zuschauer mitten ins Geschehen transportiert fühlen, da man eine ansprechende Räumlichkeit konstruierte. Das Hauptgeschehen der Liveacts oder Interviews ist auf die Front verteilt und die Festivalkulisse erstreckt sich über den gesamten Surroundbereich. Hinzu kommen noch direktionale Effekte wie Hubschrauber, welche einmal quer durch das Zimmer fliegen. Zudem verfügen die Spuren über eine ordentliche Dynamik. Ältere Szenen wurden perfekt in das Gesamtwerk eingebunden und tonal so aufgearbeitet, dass es nur selten zu Tonschwankungen kommt. Der kleine Bruder in Form der Stereospur kann hierbei nicht mithalten, ist aber eine nette Dreingabe für alle, die nicht über das technische Equipment verfügen. Zum englischen Ton können optional noch deutsche Untertitel hinzugeschaltet werden.
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Extras
Extras
DVD 2:
  • Live@Glastonbury (inklusive 10 Uncut-Tracks, 84:03 Min.)
  • Deleted Scenes:
    • Glastonbury Ceremony (2:03 Min.)
    • Stone Circle (14:21 Min.)
  • Interviews:
    • Michael Eavis (28:59 Min.)
    • Celebrities (15:43 Min.)
    • Festival Goers (11:21 Min.)
  • Freeing the Spirit (7:30 Min.)
VerpackungKeepCase
 Wer nach der Dokumentation noch nicht genug von Glastonbury hat, ist bei der Bonus-DVD genau richtig aufgehoben. Alle Konzertausschnitte aus der Dokumentation sind dort ohne Interviewsequenzen vorzufinden und wurden noch um 10 Auftritte ergänzt. Die Deleted Scenes sind eigentlich erweiterte Fragmente und so auch in gekürzter Form im Film enthalten. Natürlich darf ein interview mit dem Erfinder des Spektakels, Michael Eavis, nicht fehlen. Ebenfalls werden noch Interviews mit bekannten Stars und Besuchern des Festivals durchgeführt. Hinter "Freeing the Spirit" verbirgt sich eine kleine Zeremonie, die in einem Feuerwerk gipfelt. Da einiges auch innerhalb des Films zu sehen ist und nur die Hälfte an neuem Material präsentiert wird, gibt es einen Punkt Abzug, aber für Fans dieses Spektakels wird trotzdem eine Menge geboten.
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Fazit
Was den Amerikanern ihr Woodstock ist, nennt man bei den Briten Glastonbury. Allerdings mit dem Unterschied, dass Woodstock nur zwei mal das Licht der Welt erblickte und Glastonbury seit 1970 fast ununterbrochen jährlich stattfindet. Julien Temple zeigt in seinem Portrait das Fest von all seinen Facetten. Mit Hilfe alter Aufnahmen aus Archiven von TV-Sendern und Privataufnahmen wird ein Blick in die Vergangenheit bis zum heutigen Zeitpunkt geworfen. Schnell stellt man dabei fest, dass einige Veränderungen stattgefunden haben, doch eines blieb gleich: die Menschen. 35 Jahre werden zu 132 Minuten Festivalgeschichte geformt, in der es um Musik, Spaß und Matsch geht. Nach "Woodstock" dürfte Julien Temple wohl der zweitbeste Festivalfilm gelungen sein, der nichts beschönigt oder verschlimmert. Alle Festivalfans und Freunden der dargebotenen Musik dürfen uneingeschränkt zugreifen.



Bilder der DVD




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