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USA 1995
Originaltitel:Carnosaur 2
Alternativtitel:Carnosaurus II - Attack of the Raptors
Länge:82:07 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Louis Morneau
Buch:Michael Palmer
Kamera:John B. Aronson
Musik:Ed Tomney
SFX:M.M.I, Film Technical Services
Darsteller:John Savage, Cliff De Young, Don Stroud, Rick Dean, Ryan Thomas Johnson, Arabella Holzbog, Miguel A. Núñez Jr., Neith Hunter, Guy Boyd, Michael McDonald, Christopher Darga, Jason Adelman, William G. Clark, John Davis Chandler
Vertrieb:Marketing
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:18.02.2002 (Verleih) /



Inhalt
Nach einem unerklärlichen Zwischenfall in einer geheimen, unterirdischen Forschungseinrichtung soll eine Spezialeinheit das Computersystem reparieren und die Lage klären. Doch die Elite-Einheit hat keine Vorstellung von dem, was in den Gängen und Tunneln auf sie wartet. Nach mehreren geheimen Genetikexperimenten wurden blutrünstige Killer-Raptoren zum Leben erweckt. Diese machen nun Jagd auf die ahnungslosen Mitglieder der Spezialeinheit. Die einzige Rettung besteht in der Auslösung der nuklearen Selbstzerstörung der gesamten Anlage und der damit verbundenen Vernichtung der Killer-Echsen. Ein gnadenloser Kampf gegen die gefräßigen Urtiere beginnt.

Bild
Format1.66:1 (Letterbox)
NormPAL
 Es war zu erwarten, dass das Letterbox-Bild nicht grad hohen Ansprüchen genügt, die tatsächliche Leistung ist aber noch ein ganzes Stück schlechter. Dabei machen die anfänglichen Szenen noch einen brauchbaren Eindruck, wenn man Tageslicht an die Aufnahmen ranlässt. Bereits hier wird deutlich, dass der Kontrast das gesamte Bild zu dunkel wirken lässt. Dass bricht der Qualität in den späteren, sehr dunklen Szenen sprichwörtlich das Genick. Die Darstellung von Schatten ist sehr schwach und auch die Farben leiden sehr unter diesem Defizit. Somit sind Gesichter oftmals hässlich gelb oder rötlich, bekommen also stellenweise etwas Sättigung, sehen dann aber auch unnatürlich aus. Ein anderes Problem ist die mangelhafte Schärfe. Deutliches Blockrauschen, kaum ausgeprägte Details und zusätzlich ein nicht zu übersehendes Ghosting führen dazu, dass "Carnosaurus - Attack Of The Raptors" unterdurchschnittlich ausfällt.
 ++----

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch (fest bei engl. Ton)
 Während Marketing sonst immer einen 5.1-Mix anbietet, muss der Zuschauer hier auf Stereoton zurückgreifen, wobei man leider nicht so einfach zwischen den beiden Sprachen wechseln kann. Man muss sogar den Film neu starten und dann etwas seltsame deutsche, weil gelbfarbige Untertitel ertragen, wenn man den Originalton hören möchte. Der Vergleich fällt dadurch zwar schwerer, es aber leicht sein herauszuhören, dass beide nicht sonderlich viel zu bieten haben. Während im Englischen die Stereomöglichkeiten noch etwas besser genutzt werden, sind doch letztlich beide Varianten etwas unsauber, völlig adynamisch und auch sonst ziemlich langweilig. Die Verständlichkeit ist zwar jeweils ok, aber die unterdurchschnittliche deutsche Synchro gibt dem Film den Rest und es sind sogar mal knacksende Störgeräusche zu hören. Dafür rauscht der Ton aber nicht. Knapp 3 Punkte.
 +++---

Extras
Extras
  • Trailer (1:11 Min.)
  • Slideshow (13 Bilder)
  • Filmografie Louis Morneau (3 Seiten)
  • Bio- & Filmografie John Savage (14 Seiten)
  • Bio- & Filmografie Cliff De Young (15 Seiten)
  • Weitere Highlights:
    • Paranoid Nightmare (2:57 Min.)
    • Die Farben der Nacht (1:32 Min.)
    • Horrorvision (1:37 Min.)
    • Raptor (0:58 Min.)
    • Der Fan (2:16 Min.)
    • Mannaja (3:01 Min.)
    • Der Leichenwagen (2:20 Min.)
    • 9 Deaths Of The Ninja (1:24 Min.)
    • Delta Force Commando (1:03 Min.)
    • The Pig Farm (1:44 Min.)
    • Diagnosis (2:10 Min.)
VerpackungKeepCase
 Weniger die Extras, die aus einer überflüssigen Slideshow (neben zwei DVD-Artworks nur Screenshots aus dem Film), dem Originaltrailer und 3 Darsteller- bzw, Regisseurinformationen bestehen, bei denen jeweils nur die erste Seite brauchbare Informationen enthält, als die Trailershow hat mich interessiert. In dieser darf man sich einige interessante, zum Teil trashige Streifen als Vorschau reinziehen.
 +-----

Fazit
- "Großer Gott! Es ist wie 'n schlechter Film!" (Dialogzitat)

Roger Corman macht sich mit dem original betitelten "Carnosaur 2" auf, die Lücke zu schließen, die der mainstreamige Interner Link"Jurassic Park" für die etwas rabiateren Plagiate übrig ließ: mehr Gore, mehr Schwachsinn, mehr Söldner-Action. Nachdem 1993 bereits der erste Teil durch seine billige Produktionsart eher negativ statt positiv auffiel, entwickelt sich auch sich auch "Carnosaur 2" schnell zur hundsmiserablen C-Action, die schnell noch in die Sparte des großen Vorbilds springen möchte, um damit ein paar Dollar im Autokino bzw. auf dem Videomarkt zu machen - Versuch misslungen! Das vom Schwachsinn gezeichnete, weil an allen Ecken und Enden zusammengesponnene Drehbuch darf wohl als Kopie von Interner Link"Aliens 2" (wohlgemerkt: nun in der Wüste statt im All) gewertet werden und schmeißt uns ziemlich fix hundsgemein miserable Darsteller um die Ohren, die als Dinofutter mehr taugen denn als Schauspieler. Leider ergibt sich aus dem Schema F und den überdrehten Figuren, die als Reparatur-Spezialtrupp ein mächtig schief gelaufenes, ebenso geheimes Regierungsexperiment geradebiegen müssen, kein wirklich trashiger Film, sondern nur ein billiger. Die Knallchargen sabbeln die gesamte Spielzeit über oberflächlich und legen sich mit ihrem Auftraggeber an, der eigentlich wissen sollte, was ihn dort erwartet, und müssen letztlich auf die Fähigkeiten eines kleinen Jungen zurückgreifen, der mal fast im Alleingang die Welt vor den urzeitlichen Raubtieren rettet. Wie man das übergroße Monster mit schwerem Fuhrpark erlegt, hat man sicherlich schon mal irgendwo gesehen, später wurden diese Szenen neu für den ähnlich üblen Interner Link"Raptor" zusammengebastelt. Denn die Montage gibt das her, viel zu sehen ist eh nie.
Was an Action fehlt, wird mit kurzen Gore-Momenten mehr schlecht als recht aufgebessert, wobei dann wieder die laienhaften, restlichen Effekte sauer aufstoßen. Der Hubschrauberabsturz beispielsweise wird in Zeitlupe abgespult. Das sichtliche Modell federt also vom Boden ab, zerbricht an einigen Klebestellen und zeigt dort dann die Plastikummantelung, bevor es explodiert. Besonders unerfreulich gestaltet sich aber die Brut selbst. Während ähnliche Werke wenigstens hier etwas Spannung erzeugen konnten, ist der Dino einfach kurz zur Stelle, metzelt ein wenig und ist dann sogleich wieder verschwunden. Sind wir etwa hier im Comic? Anscheinend hat sich der Regisseur nicht gefragt, wie das Tierchen denn plötzlich in den grad noch leeren Hubschrauber gelangt, es in einem Raum steht und dann für die nächsten 20 Minuten gar nicht auftaucht oder sich beim Beißen in Kabelschächte so wohl fühlt; möglicherweise ein Running Gag und damit der Einzige, der auch anläuft.

Wenn es denn unbedingt sein muss, kann man gern mal in "Carnosaur 2" reinschauen, aber ich hab mich hier schon sehr schwer getan. Die DVD bietet ebenfalls nichts, was positive Worte an dieser Stelle verlangen könnte.



Bilder der DVD




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