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AUS 1981
Originaltitel:Escape 2000
Alternativtitel:Fange Jagten
aka. Turkey Shoot
aka. Blood Camp Thatcher
aka. Kommando des Schreckens
aka. Island Of Perversion
Länge:89:31 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Brian Trenchard-Smith
Buch:Jon George, Neill D. Hicks, David Lawrence, George Schenck, Robert Williams
Kamera:John R. McLean
Musik:Brian May
SFX:John Stears
Darsteller:Steve Railsback, Olivia Hussey, Michael Craig, Carmen Duncan, Noel Ferrier, Lynda Stoner, Roger Ward, Michael Petrovitch, Gus Mercurio, John Ley, Bill Young, Steve Rackman, John Godden
Vertrieb:Cine Club
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:03.08.2007 (Kauf)



Inhalt
Die Welt ist unter Kontrolle eines tödlichen Regimes, welches keine abweichende Moral duldet. Menschen, die sich widersetzen, werden in Gefängnislager gesteckt, wo sie mit unmenschlichen Methoden umerzogen und unterwürfig gemacht werden sollen. Bei einem sadistischen Spiel, dem sogenannten "Turkey Shoot", werden einige Inhaftierte freigelassen, um dann vom Lagerleiter Thatcher (Michael Craig) und seinen geladenen Gästen wie Tiere gejagt zu werden. Jeder, der wieder eingefangenen wird, wird auf brutalste Weise von ihnen umgebracht. Auch Chris (Olivia Hussey) und Paul (Steve Railsback) sind zwei dieser Gejagten. Doch ihnen bleibt eine geringe Chance, ihre Widersacher zu überlisten und einem qualvollen Tod zu entgehen ...

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Der anamorphe Transfer des Klassikers kann auf Anhieb gefallen obwohl eine starke Bildunruhe vorherrscht, die doch keine störenden Ausmaße annimmt. Die Farbgebung wirkt natürlich, sogar teilweise recht kräftig und auch das Schärfeverhalten macht einen guten Eindruck. Vielleicht ist es ein wenig zu weich, aber mehr sollte man auch altersbedingt nicht erwarten. Lediglich in schnelleren Bewegungsabläufen kommt es zu leichten Unschärfen. Der Kontrast kann überzeugen und harmoniert mit dem Schwarzwert. Lediglich die Kompression leistet sich stellenweise kleinere Aussetzer in Form von sichtbaren Blockrauschen. Defekte und Verschmutzungen tauchen immer wieder mal auf, trüben den Gesamteindruck aber nicht wirklich.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Mono)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Dem deutschen Ton merkt man das Alter deutlich an. Begleitet von anfangs oft wahrnehmbarem Knacksen wirkt sich das Qualitätsverhalten wechselhaft aus. Meistens zwar klar, kommt es vor, dass der Ton sehr dumpf wird und etwas überspitzt klingt sowie einen Hang zum Leiern entwickelt. Nichtsdestotrotz wird die Sprachverständlichkeit niemals undeutlich. Für die ehemals geschnittenen Szenen der deutschen Fassung gibt es zwei Alternativen. Es besteht die Möglichkeit, den Film in besagten Szenen im Original mit deutschen Untertiteln oder aber durchweg in deutsch mit einer Nachsynchronisation anzusehen. Eine gute Idee, um so von möglichen Kritiken verschont zu bleiben, denn die wenigen Stellen, für die man diesen eigentlich gut gemeinten Aufwand betrieben hat, sind alles andere als von Profis synchronisiert worden und zudem auch nicht lippensynchron. Aber kein Grund zur Kritik, weil man es ja jedem recht macht mit dieser Lösung. Alternativ gibt es auch den Originalton, der ebenfalls über eine gut verständliche Sprachqualität verfügt. Wie es sich gehört gibt es auch optional gut lesbare Untertitel. Ein Rauschen ist zwar vorhanden, fällt aber nicht sonderlich ins Gewicht. Somit können wir trotz der Schwächen im deutschen Ton noch unsere Höchstwertung im Monobereich verteilen, denn Mühe hat man sich wirklich gegeben.
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Extras
Extras
  • Audiokommentar mit Brain Trenchard-Smith
  • Trailer Deutsch "alt" (2:40 Min.)
  • Trailer Englisch (2:41 Min.)
  • Trailer Deutsch "neu" (2:!9 Min.)
  • Alternative Titel Sequenzen (3:15 Min.)
  • Interview mit Brain Trenchard-Smith (9:48 Min.)
  • Blood and Thunder Memories (23:46 Min.)
  • Bildergalerie (20 Bilder / 1:17 Min.)
  • Trailershow:
    • Run and Kill (2:52 Min.)
    • Defector (2:03 Min.)
    • Shootfighter (1:08 Min.)
    • Fist of the Northstar (2:01 Min.)
    • Virgin Apocalypse (3:11 Min.)
    • Hillside Cannibals (1:58 Min.)
    • Intruder (1:50 Min.)
    • Angel Town (2:02 Min.)
    • Slugs (1:57 Min.)
VerpackungKeepCase mit Pappschuber
 Es ist erfreulich, dass man das gesamte Bonusmaterial der Anchor Bay-DVD lizensierte und zudem noch die deutschen Trailer auftrieb. So darf man sich auf ein informatives Interview mit dem Regisseur freuen und eine kurze Dokumentation mit Namen Blood and Thunder Memories, in der sich drei der ehemaligen Darsteller an die Zeit zurückerinnern und dabei nicht unbedingt gut auf den Film zu sprechen sind. Neben einer Bildergalerie gibt es noch zwei alternative Titelsequenzen, die sich lediglich im Schriftzug des Titels unterscheiden. Der Audiokommentar von Regisseur Brian Trenchard-Smith darf hierbei auch nicht fehlen und gerade dieser hat wirklich viel zu berichten. Zu guter letzt gibt es noch den Trailer zum Film in dreifacher Ausführung. Das gesamte Bonusmaterial mit Ausnahme des Audiokommentars wurde deutsch untertitelt, was ja nicht immer selbstverständlich ist. Auch wenn es eigentlich so sein sollte bei einer DVD für den deutschen Markt. Wer sich für weitere Titel aus dem Hause Cine Club interessiert, sollte noch einen Blick in die Trailershow werfen.
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Fazit
Die frei dem Alternativtitel nach übersetzte "Truthahnjagd" ist ein schwer unterhaltsamer Action-Reißer, der vordergründig eine "Ode an die Freiheit des Individuums" sein soll, letztlich aber nur eine brutale und zynische Mischung aus "Ilsa"-Lagermentalität und Interner Link"Running Man"-Menschenjagd ist. Bedingt durch seine straighte Inszenierung mit viel (B-)Bombast und zahlreichen harten Effekten, dazu stellenweise ziemlich überzeichnet, kann der Film sowohl Freunde von Action- als auch Splatterfilmen gleichermaßen zufrieden stellen. Der Film beginnt als leidlich harter Lagerfilm, in dem schon einmal Leute aus Spaß angezündet werden oder, um die Zielgenauigkeit der Waffen zu prüfen, einen Schuss ins Bein bekommen; die gewohnten Vergewaltigungen, die ja gerne innerhalb des Genres zu sehen sind, wurden (glücklicherweise) ausgespart, auch sind die Folterungen relativ milde anzusehen, wenngleich der Sadismus der Wärter offenkundig ist, was sich z.B. am Erklären der elitären Regeln des Camps zeigt, wo stockend sprechende Gefangene schnurstracks vermöbelt werden.
Ab der Mitte des Films kippt der Streifen in einen "Running Man"-Verschnitt bei dem zahlfreudige Kunden die Gefangenen des Erziehungslagers mit Miniatur-Bulldozern(!), Pferden und diversen Waffen durch den australischen Busch jagen. Natürlich wendet sich irgendwann das Blatt und die unterschätzten Menschen schlagen blutig zurück, um am Ende das komplette Lager zu befreien. Was ein Spaß, ich war richtig positiv überrascht. Zwar ist die Handlung eher seicht und die Gesellschaftskritik wird nur oberflächlich behandelt, dafür waren die Darsteller recht gut, wenn von ihnen auch meist nicht viel abverlangt wurde außer Flüchten und Kämpfen. Abverlangt wurde vielleicht von Bob McCarron (F/X bei Interner Link"Braindead") recht viel, der musste nämlich für die Vielzahl der blutigen Effekte sorgen, die es bisweilen echt in sich haben und extrem blutig ausfallen: da werden Körper durch einen Bulldozer halbiert, Zehen abgerissen, Menschen mit unzähligen Pfeilen durchbohrt, Höhepunkt dürfte eine Körperzerfetzung durch eine Stand-MG sein. Also für Freunde harter Effekte gibt es genug, vorher dürfen diese aber noch um die Protagonisten bangen, da die Katz-und-Maus-Spiele recht spannend in Szene gesetzt und auch schön in die Länge gezogen sind. Was allerdings dieser Werwolf-Freak in dem Film soll wird wohl immer ein Rätsel bleiben, zu dem es keine Antwort gibt.

Und wieder gibt es einen gesuchten Klassiker in einer adäquater Veröffentlichung. Hier stimmt nicht nur die Qualität des Films, auch bei der Umverpackung hat man sich in Form eines schicken Schubers mit Prägedruck sichtlich mühe gegeben, dem Käufer etwas für sein Geld zu bieten. Dabei sah es mit der Veröffentlichung des Films erst gar nicht so rosig aus, da windige Bootlegger das Potential des Films und die Schreie der Fans nach einer würdigen Veröffentlichung ausnutzten. Cine Club zog sein Ding durch und weist das Bootleg in seine Schranken. Allen, die sich die Bootleg-Fassung kauften, dürfen somit den Weg Richtung Mülltonne einschlagen, um die Raubkopie zu entwerten und im Anschluss gegen diese weltweit längste Fassung einzutauschen, die zudem noch über gutes Bonusmaterial verfügt.



Bilder der DVD




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News"Insel der Verdammten" von Cine Club
Insel der Verdammten
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