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JP 2006
Originaltitel:Kowai onna
Länge:102:08 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Keita Amemiya, Takuji Suzuki, Keisuke Toyoshima
Buch:Keita Amemiya, Takuji Suzuki, Keisuke Toyoshima
Musik:Gary Ashiya
Darsteller:Tasuku Emoto, Kosuke Toyohara, Kenta Suga, Tokie Hidari, Teruyuki Kagawa, Noriko Nakagoshi, Nahana, Maki Meguro, Shunsuke Matsuoka
Vertrieb:Rapid Eye Movies
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:18.07.2007 (Kauf)



Inhalt
3 Filme - 3 Frauen - 3 Monster

"Kata Kata" - Das Klappern
Die junge Kanaka hört nachts ein befremdliches Geräusch und verliert plötzlich ihr Bewusstsein. Als sie wieder erwacht, wirkt die Stadt wie ausgestorben und eine monströs entstellte Frau ist ihr auf den Fersen.

"Hagane" - Stahl
Sekiguchis tristes Leben wird auf den Kopf gestellt, als sein Chef ihn bittet mit dessen attraktiver Schwester auszugehen. Leider hüllt diese ihren Oberkörper in einen Kartoffelsack und das skurrile Rendezvous entwickelt sich für Sekiguchi zu einer bedrohlichen Angelegenheit.

"Uketsugumono" - Das Erbe
Der kleine Michio zieht mit Mutter Saeko zu seiner Großmutter. Die alte Frau ist geisteskrank, seitdem ihr Sohn als kleines Kind spurlos verschwunden ist. Als Saeko eine grausige Entdeckung in der verriegelten Scheune macht, ist Michio in Lebensgefahr.

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Die Farbgebung wirkt absichtlich etwas ausgewaschen und gehört zum Stilmittel des Episodenfilms. Wobei die Intensivität der Farbgebung ja nach Episode ihren eigenen Stil kreiert. Vieles spielt im Dunklen, doch verfügt das Bild über einen ausgewogenen Schwarzwert, der mit dem Kontrast harmoniert. Allgemein hätte die Ausleuchtung hätte etwas besser ausfallen können, da durch ein permanentes Hintergrundrauschen die Detailwiedergabe nicht unbedingt die Beste ist. Zwar werden insbesondere im Hintergrund einige Unschärfen sichtbar doch hat man dies schon wesentlich schlimmer gesehen. Die Gesamtschärfe ist über dem Durchschnitt und auch die Kompression arbeitet recht ordentlich. Defekte oder anderweitige Fehler sind im Bild nicht zu erkennen.
 ++++--

Ton
FormateDolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Japanisch
UntertitelDeutsch
 Der Ton macht einfach nur Spaß in seiner Abmischung und ist ein weiterer Garant für Gänsehaut. Durch den Einsatz des gesamten Boxensystems wird ein gelungenes räumliches Bild erzeugt, das durch den Einsatz der direktionalen Effekte und einem sehr dynamischen und kraftvollen Bass, bei dem der Subwoofer einiges zu tun bekommt, die unheimliche Stimmung in das heimische Wohnzimmer transferiert. In ruhigeren Passagen, wie etwa bei der zweiten Episode, werden die Rears für den Musikscore benutzt, um auch so zumindest musikalisch das Geschehen rundum zu unterstützen. Die Sprachausgabe ist glasklar und erlaubt sich keine Störgeräusche. Das japanische Original ist leiser abgemischt und liegt nur mit einer Stereospur vor. Untertitel in deutsch können optional hinzugeschaltet werden.
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Extras
Extras
  • Original Kinotrailer (1:41 Min.)
  • Trailershow:
    • Audition (1:20 Min.)
    • Invisible Waves (2:18 Min.)
    • Loft (0:51 Min.)
    • Strange Circus (1:56 Min.)
    • Tamala 2010 - A Punk Cat in Space (2:26 Min.)
    • The Place Promised in Our Early Days
    • The Strange Saga of Hiroshi - The Freeloading Sex Machine (1:38 Min.)
    • Yo-Yo Girl Cop (1:27 Min.)
  • Filmposter (36 x 54 cm)
VerpackungDigipack
 Es ist wirklich schade, dass es außer dem Trailer zum Film kein Bonusmaterial auf die DVD geschafft hat. Der Käufer bekommt zwar neben dem schicken Digipack noch ein Filmposter spendiert, doch wären ein paar Interviews mit den Machern wünschenswert gewesen. Erwähnung sollte noch die Trailershow finden, die auf das Programm des Anbieters hinweist.
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Fazit
Freunde des J-Horrors dürfen sich bei dieser Veröffentlichung aus dem Hause REM die Hände reiben. In Tradition der Omnibusfilme (Kurzfilmkompilation) werden hier drei Produktionen präsentiert, die sichtlich für Gänsehaut sorgen dürfen. Für jeden Geschmack sollte etwas dabei sein, um den Adrenalinspiegel auf Hochtouren zu steigern. Das in vielen derartigen Filmen Neu-Regisseure ihr Talent unter Beweis stellen, sorgt zudem für frischen Wind im Genre.

Die erste Episode "Kata Kata" allerdings ist von einem alten Bekannten, nämlich Keita Amemiya (Interner Link"Moon over Tao"). Seine Geschichte spiegelt den bekannten und vor allem immer noch beliebten Geisterhorror wieder, der mit gruseligen Geräuschen und Geistern mit langen schwarzen Haaren aufwarten kann. Neues bietet die Geschichte nicht und sie wirkt wie eine Mischung aus Interner Link"The Grudge" und Interner Link"Sixth Sense". Eine junge Frau hat einen Unfall und wird von einer unheimlichen Frau in rot gejagt. Erst der Geist eines Kindes kennt die wahren Beweggründe, doch scheint die Realität schlimmer als gedacht. Gekonnt wird aber mit den Nerven des Zuschauers gespielt, was zu einer kurzweiligen Geisterhetzjagd heranreift. Wobei bei näherem Betrachten doch ein etwas von wohl eher unfreiwillige Komik aufkommt, da die Maske gerade in Nahaufnahme nicht immer unbedingt gruselig wirkt. Dies kann dann aber labilen Gemüter vor dem bevorstehenden Herzstillstand bewahren.
Episode 2 wurde vom Regieneuling Takuji Suzuki gedreht und stellt gleichzeitig sein Debüt dar. Zudem ist es auch der beste und unglaublichste Beitrag dieser Sammlung. Ein Vergleich zwischen den Regie-Ikonen Takashi Miike und Shinya Tsukamoto sei an dieser Stelle angebracht, den Suzuki liegt irgendwo dazwischen. Denn seine Idee ist noch nie dagewesen in dieser Form und dürfte auch Fans von David Lynch erfreuen. Die Geschichte hat das Potential eines gelungenen bizarr-komischen Körperhorror-Märchens. Alles dreht sich um den jungen Mechaniker Sekiguchi, dem von seinem Chef aufgetragen wurde mit dessen Schwester auszugehen. Damit er einen Eindruck von ihr bekommt, zeigt ihm der Boss ein Foto, auf dem eine bildhübsche junge Frau zu sehen ist. Da Sekiguchi bis zum heutigen Tag nicht sonderlich viel mit dem weiblichen Geschlecht zu tun hat, willigt er freudig ein. Doch bei dem Treffen kommt es anders als erwartet. Nicht das hübsche Mädchen erwartet ihn, sondern ein Jutesack mit schönen langen Beinen und einem schwarzen Minirock. Beide gehen dennoch zusammen aus, wobei es Sekiguchi sehr unwohl ist. Und dieses Gefühl trügt nicht, denn diese Ungewissheit, die unter dem Sack verborgen ist, besteht aus Fleischstücken und tödlichen Schnappmessern. Was hier präsentiert wird, ist unglaublich und man muss es selbst mit eigenen Augen sehen.
Die dritte und letzte Episode wurde von Keisuke Toyoshima inszeniert, der schon für einige Kurzfilme im J-Horrorbereich zuständig war. Langsam wird die Geschichte um eine Mutter, die mit ihrem Sohn nach der Trennung von ihrem Mann bei ihrer Mutter einzieht, aufgebaut. Ganz normal scheint die Oma nicht zu sein, denn vor langer Zeit verschwand ihr Sohn im Alter von sieben Jahren. Genauso alt ist auch ihr Enkel und die Ereignisse von damals scheinen sich zu wiederholen. Auch hier wird, in etwas ruhigeren Tönen, für eine ordentliche Gänsehaut gesorgt. Durch minimalen Aufwand und Verzicht auf Beleuchtung oder Computeranimationen wird eine düstere Grundstimmung geschaffen, die an die guten alten Tage des Spukhausfilms erinnert.
Man wird durchweg mit einer gruseligen Grundstimmung belohnt wenn man sich "Unholy Women" zu Gemüte führt, wobei der Mittelteil dieser Sammlung der Höhepunkt darstellt. Die beiden anderen Episoden sind solide aber vor allem spannende Gruselunterhaltung, die zu gefallen weiß. Diejenigen, die gern eine Gänsehaut verspüren oder einfach die unglaublichste Liebesgeschichte seit "Christine" sehen wollen, dürfen beherzt zugreifen, denn auch auf technischer Seite ist die DVD ihr Geld wert, auch wenn Bonusmaterial sicherlich diese Veröffentlichung aufgewertet hätte.



Bilder der DVD




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