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FR, UK, LU, NL, USA 1997
Originaltitel:American Werewolf in Paris, An
Alternativtitel:Loup-garou de Paris, Le
Länge:94:15 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Anthony Waller
Buch:John Landis, Tim Burns, Tom Stern, Anthony Waller
Kamera:Egon Werdin
Musik:Wilbert Hirsch
SFX:Crawley Creatures and Associates, Magicon, Santa Barbara Studios
Darsteller:Tom Everett Scott, Julie Delpy, Vince Vieluf, Phil Buckman, Julie Bowen, Pierre Cosso, Thierry Lhermitte, Tom Novembre, Maria Machado, Ben Salem Bouabdallah, Serge Basso, Charles Maquignon, Jochen Schneider, Anthony Waller
Vertrieb:BMG / UfA
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:02.10.2000 (Kauf)



Inhalt
Serafine stürzt sich vom Eiffelturm. Kurz vor dem Aufprall kann Bungee-Jumper Andy sie retten und lässt sie auf den Boden gleiten. Für den amerikanischen Urlauber Andy ist es Liebe auf den ersten Blick, doch Serafine möchte Abstand halten, denn sie hütet ein dämonisches Geheimnis. In Vollmondnächten verwandelt sie sich in eine kannibalistische Kreatur. Auf der Spur dieses Geheimnisses fällt Andy einer Sekte zum Opfer, die es geschafft hat, den Vollmondfluch zu überwinden. Mit der Injektion eines Serums ist es möglich geworden, sich jederzeit in einen Werwolf zu verwandeln ...

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Das Bild besitzt sehr gute Farb- und Kontrastwerte, die selbst in dunklen Szenen erhalten bleiben. Das passt natürlich zur Popcorn-Unterhaltung, nicht aber unbedingt zu einem Horrorfilm. Das Bild könnte fast sogar perfekt sein, schließlich sind keinerlei Alterungseffekte bzw. -defekte sichtbar. Aber die Schärfe kann nicht halten. Vermutlich wurde ein Hochpassfilter eingesetzt, denn in Bewegungen verliert das Bild nochmals an Schärfe und sonst sind grad Details (z.B. in Gesichtern) etwas zu glatt. Auch ziehen stehende Rauschmuster dort mit, die das Geschehen etwas träge gestalten. Das mag vielen zwar egal sein, weil es kein Grund ist, der DVD nicht noch vier Punkte zu geben, aber ein wenig hat das Label hier schon verschenkt.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu, En), DTS 5.1 (Deu)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch (fest bei engl. Ton)
 Ginge es nur um den Surround-Gehalt, den der Ton besitzt, dann wären das hier dicke 5 Punkte. Der Film hat einiges zu bieten, als Beispiel sei nur die durchs Zimmer schwirrende Fliege genannt, was so klingt, als ob wirklich solch ein Tierchen durch die Stube flattert. Die Effekte werden hier nicht nur vereinzelt, sondern sehr häufig eingesetzt, was zu einem absolut überzeugenden Raumklang führt. Dabei kommt auch, besonders im DTS-Modus, der Bass sehr gut zur Geltung. Vielleicht sogar ein wenig zu stark, denn es wummert und donnert so richtig in manchen Szenen. Nur manchmal klingt es etwas holprig, wenn die Musikeinsätze etwas unkoordiniert aus den hinteren Boxen tönt. Trotzdem klingt das Geschehen etwas flach. Das liegt zumeist an den etwas leisen Dialogen, aber auch an der abgestumpften Höhenwiedergabe. Schade, dass hier nicht mehr geboten wird, die Dynamik ist nämlich auch wirklich erfreulich. Leider lässt sich die Tonart nicht direkt im Film umschalten. Tut man dies aus dem dafür vorgesehenen Menu heraus, startet sogleich der Film neu. Außerdem nervt die deutsche Zwangsuntertitelung beim qualitativ gleichwertigen, englischen O-Ton. Dafür gibt es natürlich keine deutschen Untertitel beim deutschen Ton.
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Extras
Extras
  • Cast & Crew:
    • Tom Everett Scott:
      • Filmographie (1 Seite)
      • Statement (4:59 Min.)
    • Julie Delphy:
      • Filmographie (2 Seiten)
      • Statement (5:30 Min.)
    • Pierre Cosso:
      • Filmographie (1 Seite)
      • Statement (1:58 Min.)
    • Anthony Waller:
      • Filmographie (2 Seite)
      • Statement (5:16 Min.)
    • John Grower:
      • Filmographie (1 Seite)
      • Statement (3:04 Min.)
    • James Straus:
      • Filmographie (1 Seite)
      • Statement (2:17 Min.)
  • Videoclip Bush (4:42 Min.)
  • Trailer (1:52 Min.)
  • Making Of Werewolf (27:16 Min.)
  • Fotogalerie (21 Bilder)
VerpackungSuperJewelCase
 BMG nutzt als Verpackung das erprobte SuperJewelCase, wodurch die Rückseite des Covers bereits mit Informationen (hier: Kapitelindex) gefüllt werden kann. Die Menus sind nett animiert und geräuschunterstützt, hätten jedoch etwas abwechslungsreicher sein dürfen. Die 1 Stunde Bonusmaterial, die das Cover angibt, klingt zwar gut, ist letztlich aber weitaus weniger, zumindest für den deutschen Zuschauer. Der kann sich zwar die sehr kompakt gehaltenen Filmografien durchlesen, die Statements sind aber nur in englischer Sprache abrufbar. Das Musikvideo besitzt einen argen Rotgrün-Flackereffekt, so dass eigentlich nur das Making Of bleibt, welches inhaltlich und optisch sehr gut aufbereitet wurde, viele Themen anschneidet und besonders auf die Effektkunst eingeht. Die Fotogalerie hat etwa 20 stilsichere s/w-Aufnahmen vom Set zu bieten.
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Fazit
Es gibt Fortsetzungen, die sind gar keine, weil sie sich lediglich den Titel klauen und damit einen völlig neuen Film zusammenbrauen. Und sogar das kann manchmal noch recht gut sein, wenn das Original nicht so besonders war. "American Werewolf in Paris" ist so eine "Fortsetzung" und da man so ziemlich keinen richtigen Vergleich zu Interner Link"An American Werewolf in London" ziehen kann (außer dass Amis im Ausland auf Werwölfe treffen, haben die denn keinen eigenen?) betrachten wir diesen Streifen mal ganz neutral.
Hier sind also drei Power-Hirnis aus Amiland auf Euro-Tour, wo sie den richtigen Kick suchen. Das wäre an sich mal ganz schön, wenn die drei nicht so kreuzdoof gezeichnet wären, dass man sich wundert, wenn sie im Film etwas hinbekommen. Beim Bungee-Sprung vom Eiffelturm (ja, klar ...) greift sich der eine unterwegs mal eben Julie Delpys Selbstmörderin und verliebt sich damit unsterblich. Was soll man sagen, die Schöne ist ein Werwolf und gar nicht glücklich und davon gibt es sogar noch mehr ...

Es wurde alles, was man über Werwölfe weiß, zu einem ganz neuen Eintopf verkocht, der nur schwer verdaut werden kann. Der Fluch nach dem Gebissensein geht flöten, wenn man den Verursacher meuchelt. Das wiederum ist auch mit normalen Kugeln möglich und die lieben Tierchen nähren sich von menschlichen Herzen, was aber nicht ausschließt, dass man seine Opfer trotzdem zerfleischen kann.
Einiges kopiert man aus dem Vorgänger (so sind die Werwolfopfer für die Werwölfe als zerfallene Leiche sichtbar), anderes aus anderen Filmen (die Wolfssicht ist glatt aus Interner Link"Wolfen" kopiert). Manchmal gibt's was zu Schmunzeln und hie und da wird's auch hart, aber die F/X-getricksten Wölfe sehen alles andere als überzeugend aus. Dafür rennt es sich wieder ganz prima in der Kanalisation von Paris herum und freundliche männliche Franzosen gibt's auch nicht. Erschwerend puzzelt die Polizei noch ein wenig herum, aber weder die Horrorfreunde noch Liebhaber skurrilen Humors werden hier besonders bedient.
"American Werewolf 2" plätschert zwar nicht gerade vor sich hin, aber richtiges Interesse für die Amis will auch nicht aufkommen, höchstens mal ein Hauch Spannung. Das Happy End entbehrt auch noch jeglichen Witzes und der optische Schlussgag kann mich auch nicht versöhnen. Das hier ist blass und durchschnittlich, wenn auch tatsächlich mal was Neues versucht werden wollte. Aber die Leute mit der Inspiration waren gerade woanders beschäftigt.



Bilder der DVD




Druckbare Version
American Werewolf - Fürchte den Mond (20th Anniversay Special Edition)
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