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JP 2006
Originaltitel:Zonbi jieitai
Alternativtitel:Zombi jieitai
aka. Zombie Self-Defense Force
Länge:75:48 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:Naoyuki Tomomatsu
Buch:Naoyuki Tomomatsu, Chisato Oogawara
Darsteller:Kenji Arai, Norman England, Masayuki Hase, Yû Machimura, Mihiro, Eriko Nagamine, Hisakatsu Ôya, Shun Saeki, Yuya Takayama, Miyû Watase, Jun Yamasaki, Kiyo Yoshizawa
Vertrieb:I-On New Media
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:09.11.2007 (Kauf)



Inhalt
Ein ganz gewöhnlicher Tag auf dem Land: Touristen besichtigen die Natur, eine angehende Pop-Sängerin macht freizügige Aufnahmen und ein Spezialeinsatzkommando der Armee absolviert ein Sondertraining. Doch mit dem Absturz eines Ufos ist es mit der Ruhe schlagartig vorbei. Eine seltsame Strahlung geht von dem UFO aus und erweckt Toten zu neuem Leben. Und die unzähligen Untoten haben mächtig Hunger! Die einzige Person, die Japan vor einer Katastrophe bewahren kann, ist Yuri, ein weibliches Mitglied der Spezialeinheit. Dumm nur, dass sie von ihren besonderen Fähigkeiten gar nichts weiß ...

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 Falls man japanische TV-Spielfilme kennt, kann man vielleicht erahnen, wie in etwa die DVD von "Zombie Self Defense Force" aussieht, die einen ähnlichen Eindruck macht. Es ist sehr deutlich zu erkennen, dass bereits beim Aufnahmeprozess Fehler gemacht wurden, die dem Film den späteren Zugang zur qualitativen Oberliga verwehren. Zum Beispiel kann sich keine Szene so richtig von den etwas faden Szenen mit ihrem Gelbstich lösen. Dadurch sieht das reichlich spritzende Blut auch nicht sonderlich realistisch aus. Der Kontrast zeigt besonders in Außenaufnahmen durch zu helle, überstrahlende Hintergründe die üblichen Probleme von DV-Aufnahmen. Die sind insgesamt aber meist ein klein wenig schärfer als das hier Gezeigte. Der Detailgrad fällt stellenweise einfach etwas zu gering aus. Das Rauschen und die eher dezenten Kompressionsartefakte sind kaum problematisch. Es existieren auch völlig zufriedenstellende Szenen, die zwar immer noch ein wenig detailarm sind, dafür sonst kaum Wünsche offen lassen. In Bewegungen bleibt das Bild angenehm konstant, denn das Ghosting reduziert sich auf ein Mindestmaß. Die Wertung ist irgendwo zwischen 3 und 4 Punkten angesiedelt.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Japanisch
UntertitelDeutsch
 Die Klangwiedergabe ist überaus klar und auch fehlerfrei. Dazu kommt, dass die hier eingesetzten Synchronstimmen zur Komödie mehr als passen, auch wenn sie bei ernsthaften Filmen etwas albern wären. Die Stimmen des japanischen Originals fallen etwas direkter aus, wobei sich deutsche Untertitel zuschalten lassen. Im Stereobereich ist der Klang sehr gut aufgelockert, während auf den hinteren Lautsprechern in beiden Sprachen eher wenig passiert. Wegen der sehr dezenten Geräusche hier und da lohnt es sich also kaum, die Anlage umzuschalten. Im Dynamikteil ist der Track zurückhaltend, nicht aber verhalten. Insgesamt entspricht also der Ton genau dem, was man erwarten konnte. Da ich beim Bild schon etwas knausrig war, möchte ich dann hier doch die 4 Punkte geben, auch wenn es ebenfalls ein Grenzfall ist.
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Extras
Extras
  • Making Of (30:51 Min.)
  • Trailer (1:02 Min.)
  • Trailershow:
    • Calvaire (1:49 Min.)
    • Neighbour No. 13 (1:37 Min.)
    • Mangler Reborn (1:34 Min.)
    • Moon Over Tao (1:13 Min.)
    • Red Shoes (2:08 Min.)
    • Sakuya - The Demon Slayer (2:56 Min.)
    • Shinobi (2:02 Min.)
    • Survive Style (1:33 Min.)
    • Tokyo Zombie (2:00 Min.)
    • Taxidermia (2:12 Min.)
  • Weblink
VerpackungSteelbook
 Das Making Of der DVD ist sehr zu empfehlen, denn es zeigt ausführlich den ganz normalen Wahnsinn eines Drehtags am Set eines Low Budget-Films. Da müssen Darsteller bei Minusgraden schon mal ausharren oder sich sogar auf den kalten Boden legen, aus dem sie als Zombie auferstehen. Besonders hervorgehoben ist in diesem halbstündigen, unterhaltsamen Filmchen, wie die Spezialeffekte mit all dem Kunstblut zur Anwendung kommen. Das freut natürlich auch die Darsteller. Der Rest sind Trailer und ein Link zur Webseite von I-On.
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Fazit
Der japanische Horror-Film hat manchmal die Angewohnheit, einige Elemente bewusst ins Lächerliche zu ziehen und damit den Trash-Faktor anzuheizen. Als besonderes Beispiel, wie man daraus eine gelungene Zombie-Komödie machen kann, soll "Zombie Self Defense Force" herhalten. Der ist von der ersten Minute an auf Albernheiten, blutige Effekte und damit einfach Spaß ausgelegt. Um die knapp bemessenen 75 Minuten Gesamtspielzeit nicht zu verschwenden, geht es nach einem Ufo-Absturz, das eine seltsame grünliche Strahlung beim Aufprall freigibt, auch direkt los mit der Zombie-Invasion. In bekannter Manier werden verschiedenste Grüppchen, die später in einem Haus beim Wald aufeinander treffen sollen, von den Mooshirnen angefallen und dezimiert. Unter den Flüchtenden befindet sich die Yakuza ebenso wie ein Trupp des Militärs, so dass zweifelsohne für eine bunte Mischung gesorgt ist. Die Menschlichen verhalten sich auch selten dämlich, so dass es für die Zombies eher unproblematisch ist, an ihre Leibspeise zu gelangen.
"Zombie Self Defense Force" ist mit seinen hoffnungslos billigen CGIs auf gehobenem Amateur-Niveau, den ziellos herumlaufenden Protagonisten und der reichlich gelassenen Art, wie man der tödlichen Bedrohung begegnet, nicht nur typisch für den J-Zombie, sondern besonders typisch für den Trash-Filmer Naoyuki Tomomatsu, der vorher bereits mit "Stacy" die Untoten auferstehen lies und dem gorigen Schulmädchenfetisch in "Eat The Schoolgirl" fröhnte. Beides ist auch hier wieder zu finden, wobei Tomomatsu sichtlich keinen Wert drauf legt, ein hohes Produktionsniveau an den Tag zu legen. Dies und einige nette Ideen macht den Film auch so unterhaltsam, auch wenn er, wie bereits beschrieben, kaum bekloppter ablaufen könnte. Toll sind z.B. der fremdgegangene Chef in seiner Hütte am Wald, der aus Versehen seine Angestellte, die von ihm schwanger ist, ins Jenseits befördert. Nicht nur sie steht fortan wieder auf, um die Truppe aufzureiben, besonders ihr kleines Zombie-Baby sorgt für Furore. Das ist seit Interner Link"Braindead" zwar nicht sehr originell, birgt aber für ebenso lustige Sequenzen. Weitere Highlights sind das Auftauchen eines Aliens (voraussehbarer Gag, aber gut!) und Yuri, hinter der sich ein Cyborg verbirgt, der den Laden zum Ende hin ordentlich aufmischt. Für Action ist also allseits gesorgt, blutige Effekte mit geradezu plakativen Blutfontänen (natürlich immer ins Gesicht!) und für Spaß auch, ich weiß also nicht, was dem Filmvergnügen im Wege stehen sollte. Na gut, evtl. dass man mit Obertrash nicht viel anfangen kann. Das muss jeder selbst für sich entscheiden, ich hab mich dafür entschieden. Erklärt mir bitte nur noch, wie man den seltsam politisierten Vorspann verstehen muss ...

Die DVD hätte vielleicht noch etwas schärfer sein dürfen, ist sonst aber ausreichend für solch einen Titel. Chic ist definitiv die kalte, schwere Metallverpackung, die im Innenteil zwei Bilder bereit hält. Wer sich also beim ähnlich gelagerten Interner Link"Tokyo Zombie" oder den Vorwerken des Regisseurs amüsiert hat, dem dürfte das hierbei auch nicht schwer fallen.



Bilder der DVD




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