Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
USA 1990
Originaltitel:Def by Temptation
Länge:91:11 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:James Bond III
Buch:James Bond III
Kamera:Ernest R. Dickerson, Lloyd Kaufman
Musik:Paul Laurence
SFX:Christina Bone
Darsteller:James Bond III, Kadeem Hardison, Bill Nunn, Samuel L. Jackson, Cynthia Bond, Minnie Gentry, Rony Clanton, Steven Van Cleef, John Canada Terrell, Guy Davis, Michael Rivera
Vertrieb:Troma / One World
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Joel ist gerade frisch in New York eingetroffen. Jeder hatte ihm erzählt, dass Großstädte gefährlich sein können, aber nie wäre es ihm in den Sinn gekommen, dass diese Worte zur blutigen Wahrheit werden würden.
Erst als seine Freunde einer nach dem anderen grausam ermordet werden, und seine neue Liebe sich als bestialisches Ungeheuer mit verhängnisvollem Blutdurst entpuppt, erkennt Joel, dass er jetzt mutterseelenallein vor seinem größten Problem steht.

Bild
Format1.33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Ziemlich schludrig sieht die DVD mal wieder aus. Zwar mag das Blaxploitation-Genre sich gern durch eine geänderte Farbgebung von anderen Werken abheben, die hier dargestellte Blässe ist aber sicherlich nicht gewollt. Stellenweise ist das Vollbild sehr graufarbig und damit kaum zu vergleichen mit den meist kunterbunten Farbtönen artverwandter Produktion. Man darf es sich so vorstellen, als ob man in einer verrauchten Bar gefilmt hätte, die wenig beleuchtet ist, so dass ein milchiger Effekt auftritt - was ja durchaus stimmt. Der Kontrast ist natürlich auch nicht gerade toll. Bei der Schärfe kann man sich etwas oberhalb platzieren, hier sieht es mal nicht nach Video aus, aber auch nicht nach einem vernünftigen Master für eine DVD. Es macht alles den Anschein, als hätte man Video ähnliches Material einfach digitalisiert. So sind dann auch Details verschwommen und ein schwerer Filter liegt über dem Geschehen, der für stehendes Rauschen sorgt. Nicht zuletzt sind es leichte Verschmutzungen, eine unsaubere Kompression (trotzdem noch besser als die meisten anderen deutschen Troma-DVDs) und das Bildzittern, die die Qualität auf 2 Punkte abmindern.
 ++----

Ton
FormateDolby Digital 1.0
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Es wäre fast wundersam gewesen, hier mal etwas mehr als nur Mono zu bekommen, der auch nur auf einem Kanal angesteuert wird, was zum händischen Umschalten auf Zweikanalton animiert. Es ist letztlich egal, mit welcher Sprache man sich den Film anschaut, beide sind sehr zurückhaltend und besitzen keinerlei Eigenschaften, die man als HiFi bezeichnen würde. Andererseits fällt auch kein Rauschen auf. Die Hintergrundmusik neigt in hohen Frequenzen zum Rascheln, die Stimmen sind etwas zu langweilig und Effekte darf man nicht erwarten. Denn der Klang besteht hauptsächlich aus zwei Teilen: Musik und Dialogen, wobei die Musik keine Dynamik anbringt. Könnte man als schlecht bezeichnen, da aber auch keine Störungen auftreten, stellt das doch zufrieden. Nur die Untertitel fehlen mal wieder.
 ++----

Extras
Extras
  • Kapiteleinleger
  • Einführung von Lloyd Kaufman (1:24 Min.)
  • Kommentar von Michael Gingold (2:10 Min.)
  • Kommentar von Mike Mayo (2:07 Min.)
  • Tromaville Café (5:34 Min.)
  • Trailer (1:47 Min.)
VerpackungKeepCase
 Das Bonusmaterial besteht aus eigens von Troma kreierten, kurzen Filmchen. Lloyd Kaufman lässt es sich natürlich nicht nehmen, eine (sinnfreie) Einleitung zu sprechen und auch in der witzigen Ausgabe des Tromaville Café aufzutreten. Hier springen wieder alle möglichen "person actors" durchs Bild, um Unsinn zu verbreiten, u.a. Joe Fleishaker und Tiffany Shepis. Weiterhin dürfen zwei Genre-Kritiker ihre Sichtweise zu "Def By Temptation" äußern. Mike Mayo von Magazin Video Hound fasst den Film sehr treffend zusammen: "'Def By Temptation is very different for Troma [..]". Der Trailer ist natürlich auch mit dabei. Leider gibt es keine deutsche Sprache oder Untertitel für die Extras, daher nur 1 Punkt.
 +-----

Fazit
Ich hab versucht, mich in die Qualitäten von "Def By Temptation" einzuschauen, aber es ist mir bereits vor ein paar Jahren nicht gelungen. Nach wie vor empfind ich "Vampire in New York" (ob der deutsche Titel sich vielleicht ein Trittbrett bei "Vampire in Brooklyn" sucht?) als ziemlich langweiligen Versuch, einen Vampirfilm von Schwarzen für selbiges Publikum zu drehen und damit ein Genre zu reanimieren, welches ihren letzten (und bisher einzigen Höhepunkt) in den 70ern fand. Der Vampir ist dabei eine hübsche, verführerische Dame, die sich in einer Szenekneipe ihre Opfer aufsammelt und sie zum halbwegs erotisch abgefilmten Techtelmechtel in die eigenen vier Wände einlädt, wo dem unvorsichtigen Opfer meist eine böse Überraschung in Form spitzer Zähne erwartet. Leider spielt sich der Film fast ausschließlich in Innenräumen ab, also der Bar oder der angesprochenen Wohnung. Während der Mann im Film als paarungswütiges Tier charakterisiert ist, das sich schnell umgarnen lässt, ist die Idee hinter der eher unwichtigen Vampirismus-Thematik schon etwas besser gelungen: Hier stehen religiöse Motive an, so dass sich die erotische Geschichte letztlich auf den immer wieder aufgegriffenen Kampf zwischen Gut und Böse festlegt, jedoch ein wenig anders als sonst. Joel (James Bond III, gleichzeitig Hauptdarsteller, Regisseur und Autor), der junge und unerfahrene Mann vom Lande, dem die Ernennung zum Prediger kurz bevorsteht, ist das Objekt der Begierde, gleichzeitig aber auch der dem Vamp gefährlichste Mann. Die zwischen Dialogen und dem Bargeschehen hin- und herwechselnden Szenen werden ein wenig aufgelockert von sehr seichter Komik, beispielsweise Bill Nunn (Interner Link"Akte X", Interner Link"Spider-Man") als Running Gag, der in der Bar reihenweise Körbe von der Weiblichkeit bekommt, nie aber um eine anschauliche Übertreibung seiner selbst verlegen ist. Dass die relativ kurzen Auftritte von Samuel L. Jackson als Joels Vater natürlich dick auf dem Cover prangen, ist typisch für Troma-Filme. Vielleicht kann man "Def By Temptation" genießen, aber er braucht unbedingt mehr Drive und Abwechslung. Erst in den letzten 10 Minuten, wenn es dem sexy Reißzahn an die Gurgel geht, kommt Spannung, Action und ein paar Effekte auf, die jedoch bis auf eine Blutfontäne aus dem Off nicht den Begriff "Splatter" für sich beanspruchen können oder gar wollen.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Def by Temptation
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.