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BE 2005
Originaltitel:Indringer, De
Alternativtitel:Intruder, The
Länge:114:33 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Frank van Mechelen
Buch:Ward Hulselmans, Haydee Nackaerts
Kamera:Lou Berghmans
Musik:Steve Willaert
Darsteller:Koen De Bouw, Els Dottermans, Maaike Neuville, Steve Aernouts, Brigitte Boisacq, Axel Daeseleire, Erik De Backer, Gauthier de Fauconval, Stéphane De Groodt, Vic de Wachter, Sien Eggers, Ianka Fleerackers, Eric Godon, Olivia Le Clercq, Jonas Leemans, Gunther Lesage, Filip Peeters
Vertrieb:Epix
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:16.11.2006 (Verleih) / 30.11.2006 (Kauf)



Inhalt
Der Brüsseler Notfallarzt Tom Vansant (Koen de Bouw) sucht verzweifelt nach Spuren, die ihn zu seiner vor Monaten verschwundenen Tochter Louise führen könnten. Als er auf eine junge Ausreißerin trifft, die ihr Zuhause zur gleichen Zeit verlassen hat, ist er davon überzeugt, dass sie mehr über seine Tochter weiß. Das Mädchen findet in ihrer kleinen Heimatstadt in den Ardennen wieder mit ihren Eltern zusammen, weigert sich jedoch, über die Vergangenheit zu reden.

Bild
Format2.35:1 (anamorph)
NormPAL
 Dem Film liegt ein gleichmäßiges, nachvollziehbares Farbschema zu Grunde. Somit macht sich bei den Farben eine Dämpfung bzw. eine Tendenz zum Bläulichen bemerkbar, die ebenso wie der schattenreiche, im Schwarzwert nicht immer perfekte Kontrast die depressive, spannende Stimmung unterstützt. Das Bild gibt sich durch den angenehmen Detailreichtum oftmals sehr hochwertig. Nur kann das nicht immer gehalten werden. Während in einigen Außenszenen nämlich nur ein geringes Rauschen den klaren, fast schon filigranen Aufbau beeinflusst, sehen andere Teile aus wie das Material einer typischen Fernsehverfilmung. Dort wird das Bild etwas weich und die Natürlichkeit geht in Bewegungen etwas abhanden. Meist tritt dieser Effekt auf, wenn der Film im Wald spielt, aber es ist lange nichts, worüber man sich ernsthaft beklagen müsste. Die Kompression zeigt sich von ihrer guten, also unauffälligen Seite und Verschmutzungen sind passé. Somit ein guter, fast sehr guter Transfer; eine kleine Überraschung sogar für diesen eher unbekannten Film.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0, Dolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Flämisch
UntertitelDeutsch, Französisch
 Es bieten sich nur wenige Momente an, in denen die Rear Speaker wirklich eine Rolle spielen, weil Effekte nicht wirklich vorkommen. Die Art der Beschallung aus den hinteren Lautsprechern wird meist durch die Musik bestimmt, aber auch durch leichte Geräusche aus der direkten Umgebung. Somit entsteht doch ein sehr passabler Klang, der dank 5.1-Abmischung stellenweise das gesamte Frequenzband nutzt und mitunter dynamisch, fast sogar aufbrausend wird. Dabei ist stets zu beachten, dass es sich um einen Thriller bzw. ein Drama handelt, was die Möglichkeiten ein wenig einschränkt. Den meisten Anteil am Geschehen besitzen die sehr gut abgemischten und bestens verständlichen Dialoge, die auch in der deutschen Synchro eine gute Figur machen. Anfangs ist die Stimme der Nebenfigur Henri noch etwas gewöhnungsbedürftig, aber sonst wurde hier Wert gelegt auf eine authentische Vertonung. Der flämische Originalton ist wie der deutsche auch in Stereo und Dolby Digital 5.1 enthalten. Die Umschaltung erfolgt nur über das Hauptmenu, wobei bei einem Wechsel der Film immer neu beginnt. So etwas darf natürlich nicht vorkommen. Auch Untertitel in beiden Sprachen werden angeboten.
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Extras
Extras
  • Trailer (1:40 Min.)
  • Fotogalerie (40 Bilder)
  • Filmografie Koen de Bouw (3 Seiten)
  • Trailershow:
    • Midsummer (0:39 Min.)
    • Invisible (0:56 Min.)
    • Omagh - Das Attentat (1:37 Min.)
    • Chok Dee (1:44 Min.)
    • Drawn In Blood (1:42 Min.)
    • The Big Empty (1:13 Min.)
    • L'Amour (2:03 Min.)
    • Junimond (1:26 Min.)
    • Sweet Sixteen (1:52 Min.)
VerpackungKeepCase
 Mit dem Trailer, einer Fotostrecke und einer auszugsweisen Filmauflistung des Hauptdarstellers bringt die DVD zu wenig Informationen zum Film mit. Schade, dass kein Audiokommentar existiert.
 +-----

Fazit
Mit dem belgischen "Der Eindringling" haben sich Epix einen kleinen Geheimtipp aus dem Thriller-Genre an Land gezogen, der äußerlich unscheinbar wirkt, dabei aber auf so vielen Ebenen perfekt inszeniert ist. Für den Thriller, der im Kern ein Drama ist und von zwei Mädchen handelt, eins seit anderthalb Jahren verschwunden, das andere nach ebenso langer Zeit wieder aufgetaucht, besitzt - und das ist für diese Art Film unabdingbar - ein hervorragend ausgewählter Stamm an Charakterdarstellern, die das kleine Dorf als eingeschworene Gemeinde verkörpern. Bravourös übernimmt Koen De Bouw den verzweifelt nach dem Grund für das Unglück seiner Tochter suchenden Arzt Tom, der mit etwas glasigem Blick, aber sehr dickköpfig die Gemeinde infiltriert, um dort dem Geheimnis auf den Grund zu gehen. Spannend gestaltet sich "Der Eindringling" deswegen, weil sich Tom dabei gleichwegs Freunde und Feinde macht, wobei Letzteres im bodenständigen, durchweg freundlichen Dorf schon ungewöhnlich ist. Er weiß nicht einmal, ob er auf der richtigen Fährte ist, der Geist seiner Tochter scheint ihn hierher zu leiten (bitte nichts Übersinnliches erwarten!) und als Zuschauer ist man sich selbst uneinig, ob Tom nun endgültig am Verlust seiner Tochter zerbricht oder doch den richtigen Riecher besitzt. Der Film wirft nun fortwährend seltsame Begebenheiten auf, die ein geschickt arrangiertes Puzzle darstellen, das sich auch erst sehr spät lösen wird. Möglicherweise braucht es sogar einen zweiten Durchlauf, um diese Details als Zuschauer aufzunehmen und die Verhaltensweisen der Protagonisten nachvollziehen zu können. Die kleine Gemeinde ist dabei fast unbewusst versucht, den dörflichen Frieden und die vorherrschende Idylle zu erhalten. Gerade die etwas langsameren Momente stellen immer wieder die Verbindung zwischen den Figuren her, die allesamt sehr emotional agieren. Ob es nun die ländliche Gegend ist (ein Touristenort, der langsam am Aussterben ist) oder die Tiefe der Figuren, "Der Eindringling" bleibt durchweg spannend und realistisch, ohne auf beschönigende Szenen zurückgreifen zu müssen oder mit zusätzlicher Action einen Ausgleich zu schaffen. Klaro, dass es zum Schluss ganz dick kommt, eine Menge Geheimnisse das Tageslicht erblicken, die weder ein Happy noch ein Bad End beschreiben. Allein dafür gibt es eine Empfehlung, dass aber ein hohes Niveau über 2 Stunden Spielzeit aufgebaut wird, ist zusätzlich bemerkenswert.

Ganz nebenbei: Es wäre wohl besser gewesen, den Film nur mit dem deutschen Titel ("Der Eindringling") herauszubringen, als zusätzlich auf den englischen Titel "The Intruder" zurückzugreifen, mit welchem die meisten Filmfans doch eher Horror bzw. Trash in Verbindung bringen.



Bilder der DVD




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