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USA 2004
Originaltitel:L.A. Riot Spectacular, The
Länge:77:41 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Marc Klasfeld
Buch:Marc Klasfeld
Kamera:Barry Norwood
Musik:Nicholas Pike
SFX:Josh Hakian
Darsteller:Snoop Dogg, T.K. Carter, Charles S. Dutton, Emilio Estevez, George Hamilton, Charles Durning, Christopher McDonald, Jonathan Lipnicki, Ted Levine, William Forsythe, Ronny Cox, Jude Ciccolella, Ron Jeremy, Michael Buffer, Lindsey Ginter, Marshall Manesh
Vertrieb:Cult Movies Entertainment
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:21.06.2007 (Verleih) / 23.06.2007 (Kauf)



Inhalt
Im März des Jahres 1991 misshandeln weiße Polizisten in Los Angeles den schwarzen Verkehrsrowdy Rodney King und werden dabei von einem Augenzeugen gefilmt. Als ein gutes Jahr später eine vollständig weiße Jury die angeklagten Ordnungshüter freispricht, brechen in den südlichen Innenstadtbezirken mehrtägige Rassenkrawalle aus und fordern letztlich 55 Tote, über 2000 Verletzte sowie Sachschäden in Milliardenhöhe. Medien, Lokalpolitiker und Anwälte kochen auf dem Chaos ihr Süppchen.

Bild
Format1,85:1 (Letterbox)
NormPAL
 Das Letterbox-Bild geht zwar in Ordnung, doch ist es nicht unbedingt zeitgemäß. Die im Film verwendeten Archivaufnahmen werden bei der Bewertung außer acht gelassen und es wird sich nur auf das neue Filmmaterial bezogen. So präsentiert sich das Bild mit einer guten Farbgebung, aber nur mit einer durchwachsenen Schärfe. In Nahaufnahmen kann man von einer passablen Detailwiedergabe sprechen, die in Totalen einige Schwierigkeiten hat und Details verschwommen darstellt. Der Kontrast wirkt etwas wechselhaft und verschluckt insbesondere bei Nachtszenen einige Details. Ein leichtes Hintergrundrauschen ist vorhanden, wirkt sich aber nicht sonderlich aus. Defekte oder Verschmutzungen sind keine vorhanden und auch die Kompression arbeitet recht unauffällig. Für einen Low Budget-Film und dem dazugehörigen Produktionsstandard kann ein passabler Gesamteindruck bestätigt werden.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0 (Stereo)
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Es befinden sich drei Tonspuren auf der DVD. Zum einen der Stereotrack der Originalspur, die gut verständlich, wenn auch ohne großartigen dynamischen Einsatz vorhanden ist. Der deutschen Synchronisation wurden zwei Spuren gewidmet. Einmal der Stereotrack und eine Abmischung in Dolby Digital 5.1; beide verfügen über eine gute Sprachverständlichkeit. Zudem kann die 5.1-Variante mit ihrem räumlichen Klangbild überzeugen. Zwar bleibt es meist sehr frontlastig, dennoch können insbesondere Massenszenen für Räumlichkeit sorgen, was den Rears dann zugute kommt. Etwas mehr Dynamik und ein effektiver Basseinsatz wären gerade bei dem raplastigen Soundtrack von Vorteil gewesen. Untertitel gibt es keine, damit bleibt der O-Ton nur Zuschauern, die der englischen Sprache mächtig sind, zugänglich.
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Extras
Extras
  • Making of (10:15 Min.)
  • Trailer "Down Time" (0:49 Min.)
VerpackungKeepCase
 Das etwas kurze Making of zeigt einen Blick hinter die Kulissen des Films, was durch einige Interviews mit Crew und Darstellern aufgewertet wird. Ebenfalls gibt es noch den Trailer zum Film Interner Link"Down Time" zu sehen. Unverständlich ist wieder das Fehlen deutscher Untertitel im Bonusbereich, was die Interviews im Making of für viele uninteressant machen dürfte.
 +-----

Fazit
Liebe Leser, lassen sie uns eine Reise zurück in die 90er Jahre des letzten Jahrhunderts machen. Ort der Geschehnisse: Amerika, Los Angeles. Hier am 3. März 1991 geriet der afroamerikanischer US-Bürger Rodney Glenn King aufgrund einer erheblichen Geschwindigkeitsüberschreitung unter Alkoholeinfluss in eine Verfolgungsjagd mit der Polizei. Als man ihn stoppen konnte, widersetzte er sich der Verhaftung und griff die vier anwesenden Polizisten an. Die folgende Verteidigung der Polizisten war derart brutal, dass man sie dafür vor Gericht stellte. Diese brachiale Gewaltanwendung wurde von einem Anwohner gefilmt, der damit in die Öffentlichkeit ging. Die folgende Gerichtsverhandlung sprach die Angeklagten frei, wobei die Jury als bestochen galt. Es befand sich kein Schwarzer unter ihnen, was den Angeklagten als Vorteil ausgelegt wurde. Durch dieses Urteil wurden die schlimmsten Rassenunruhen heraufbeschworen, wie es sie zuvor nicht gegeben hatte. Neben 53 Toten und über 2000 Verletzte war noch ein Sachschaden in dreistelliger Millionenhöhe zu verzeichnen. Erst durch ein Erbitten an Präsident Bush konnte der damalige Gouverneur Peter Barton Wilson mit Hilfe der Streitkräfte die Massenunruhen beenden. Und mit eben diesen Ausschreitungen beschäftigte sich Marc Klasfeld, um die Hintergründe näher zu beleuchten, die insbesondere durch die Medien derart gepusht wurden, dass man gezwungenermaßen schon von einer Hetzkampagne reden muss.
Der Blickwinkel von "The L.A. Riot Spectacular" zeigt das Bild der Zerstörung aus einer satirischen Sicht, die vieles in humoristische gezogenen Szenarien rund um die damaligen Ausschreitungen verarbeitet. Der medien- und gesellschaftskritische Blick ist hierbei stets vorhanden und wird gerade in den Live-Bildern wiedergegeben. Diese Vermischung zwischen realen Aufnahmen und gespielten Szenen, die stets mit komischen Dialogen und Handhabungen vollzogen sind, ist durchweg gelungen. Regisseur Marc Klasfeld handelt die "riots" (Ausschreitungen) ordnungsgemäß ab und zeigt auch die Vorgeschichte auf, die nicht in den Medien zu sehen war, als Rodney Glenn King tatkräftig auf die Polizisten losging. Allein die Verfolgungsjagd, die wie ein Pferderennen aufgemacht wurde, weiß auf Anhieb zu gefallen. Sind aber erstmal die Fronten geklärt, bekommt wirklicher jeder in diesem gesellschaftskritischen Film sein Fett weg. Die Mexikaner, die Juden oder auch die Nazis - alle werden bis zum großen Showdown zum "Familienduell" gebeten. Dass der komödiantische Anteil deutlich über die doch brutalen Hintergründe gesetzt ist, ist zwar lobenswert, jedoch fragt man sich immer wieder, ob man nun wirklich lachen sollte. Für diejenigen, die der politischen Korrektheit willen nicht persönliche Gewissenbisse oder Konflikte über Recht und Unrecht austragen müssen, ist der Film somit eine interessante Aufarbeitung der Ausschreitungen. Viel ist auch den Darstellern zu verdanken, die sich zum Großteil aus bekannten Gesichtern zusammensetzt. Emilio Estevez, Ron Jeremy oder Charles Dutton sind nur drei der berühmteren Namen, die im Film auftauchen. Als Erzähler, der durch die Geschichte führt, konnte Snoop Dogg gewonnen werden, der hier schon mal etwas üben durfte, um später auch durch den "Hood of Horror" zu führen.
Technisch ist der Film nicht mit Großproduktionen zu vergleichen, da man hier immer noch von einem Low Budget-Film reden muss. Letztlich reicht es dem Film aber zum Vorteil, denn hätte ein Major als Geldgeber hinter dem Film gestanden, würde er sicherlich anders aussehen und die klare Aussage hinter dem Film wäre anders ausgefallen. In der vorhandenen Fassung kann man mit Sicherheit von einem kultverdächtigen Film sprechen.



Bilder der DVD




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