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AT 2006
Originaltitel:In 3 Tagen bist Du tot
Alternativtitel:Dead in Three Days
Länge:93:19 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 jahre
Regie:Andreas Prochaska
Buch:Andreas Prochaska, Thomas Baum, Uli Brée
Kamera:David Slama
Musik:Matthias Weber
SFX:Tissi Brandhofer, Harry Siebler
Darsteller:Sabrina Reiter, Julia Rosa Stöckl, Michael Steinocher, Laurence Rupp, Nadja Vogel, Julian Sharp, Andreas Kiendl, Karl Fischer, Michou Friesz, Amelie Jarolim, Susi Stach, Michael Rastl, Konstantin Reichmuth
Vertrieb:Delphi / EuroVideo
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:02.08.2007 (Verleih) / 16.08.2007 (Kauf)



Inhalt
"In 3 Tagen bist Du tot" - Spam, blöder Scherz oder tödliche Realität? Das fragen sich Nina Wagner (Sabrina Reiter) und ihre Clique als sie die anonyme SMS bekommen.
Die ausgelassene Stimmung, in der sich die Freunde nach bestandener Abiturprüfung gerade noch befanden, nimmt ein jähes Ende, als die Drohung wahr wird. Ninas Freund Martin (Laurence Rupp) verschwindet am Abend spurlos von der Party. Am Tag darauf wird seine Leiche aus dem See gefischt, die Polizei ist ahnungslos. Der zweite Mord lässt nicht lange auf sich warten. Nina ist die Einzige, die einen kurzen Blick ins Gesicht des Psychopathen erhaschen konnte. Sie kennt dieses Gesicht, nur woher?

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Der anamorphe Transfer ist weitestgehend zufriedenstellend, kann aber nicht in der oberen Liga mitspielen da kleine Schwächen zu vermelden sind. Sicherlich ist hier der produktionstechnische Umstand ein Faktor. Die Farben geben keinen Anlass zur Kritik und wirken natürlich. Selbst der Einsatz von Farbfiltern erlaubt sich keine Schwächen. Im Bezug auf die Schärfe ist diese nicht ganz so gelungen, da gerade in Bewegungen eine Unschärfe entsteht. Hinzu kommt noch ein leichtes aber sichtbares Bildrauschen. Auch die Detailschärfe vermag nur in Nahaufnahmen zu überzeugen. Der Kontrast wiederum kann ebenso wie die Kompression überzeugen, die beide sauber arbeiten.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheÖsterreichisch, Deutsch
UntertitelEnglisch
 Tonal bekommt man eine sehr gute Abmischung geboten, die alles aufweisen kann um eine gelungene Atmosphäre zu zaubern. Vor allem der Basseinsatz, der einiges vom Subwoofer abverlangt, erfreut die Ohren. Zwar wäre etwas mehr an direktionalen Effekten wünschenswert gewesen aber auch so gibt es ein ordentliches Klangbild. Die Sprachverständlichkeit ist sehr gut und gibt keinen Anlass zur Kritik. Eine gute Idee ist zudem, dass man noch eine hochdeutsche Tonspur spendierte, die zwar immer noch einen Dialekt aufweist, aber bestimmte Wortarten bzw. Wortspiele des österreichischen Wortschatzes übersetzt. So kommt es zu keinen Verständnisschwierigkeiten.
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Extras
Extras
  • Audiokommentar von Andreas Prochaska
  • Audiokommentar von den Hauptdarstellern
  • Deleted Scenes:
    • Vor der Party (0:31 Min.)
    • Nach der Party (1:50 Min.)
    • Prosektur (4:37 Min.)
    • Utensilien (0:55 Min.)
    • Die Maske (0:25 Min.)
    • Im Wasser (0:43 Min.)
  • Making Of (24:36 Min.)
  • Premieren Special (1:24 Min.)
  • Trailer (1:44 Min.)
  • Teaser (0:26 Min.)
  • Trailershow:
    • Adams Äpfel (1:45 Min.)
    • We Feed the World - Essen Global (0:54 Min.)
    • NVA (2:04 Min.)
    • Knallhart (1:42 Min.)
VerpackungKeepCase
 Spaß macht der Bonusbereich, der einiges zu bieten hat, angefangen mit zwei Audiokommentaren, die von unterschiedlicher Qualität sind. Da wäre einmal der des Regisseurs, der zwar interessant ist, aber recht nüchtern ausgefallen ist. Der zweite Kommentar wird von den Darstellern gesprochen, die viel zu berichten wissen und bei der Aufnahme des Audiokommentars bei bester Laune gewesen sind, was sich direkt auf den Zuhörer überträgt. Das Making of zeigt einen gelungenen Blick hinter die Kulissen und wird mit einigen Interviews gewürzt, die allerdings stellenweise recht werbelastig ausgefallen sind. Sehr sehenswert sind die Deleted Scenes und man vermisst die eine oder andere dann doch im Film. Auch zu diesen Szenen gibt es einen Audiokommentar vom Regisseur sowie von den Darstellern, die erklären warum diese Szenen es nicht in den fertigen Film geschafft haben. Das Premieren Special ist ein kleiner musikalischer Akt, der bei der Premiere stattgefunden hat.
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Fazit
Lange Zeit war aus dem phantastischen Bereich gar nichts zu hören aus Österreich und nun liegt mit "In 3 Tagen bist du tot" nach Interner Link"Jenseits" schon die zweite Produktion innerhalb kürzester Zeit im Player. Der Titel selber hört sich an wie eine weitere Slasherstory, was sich nicht verneinen lässt. Es werden deutlich bekannte Motive von Filmen wie Interner Link"Freitag der 13.", Interner Link"Texas Chainsaw Massacre" oder auch Interner Link"Ich weiß was du letzten Sommer getan hast" bemüht. Die Zitatesammlung ist relativ groß, wurde aber durch eine gelungene Kulisse, frische Darsteller und auch eigene Ideen in ein eigenständiges Projekt umgewandelt. Andreas Prochaska schafft es mit den bekannten Versatzstücken den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen und durchweg spannende Unterhaltung zu liefern. Eine gewisse Vorhersehbarkeit trübt das Gesamtbild dennoch ein wenig: Freunde des Genres werden ziemlich schnell merken aus welcher Richtung der unheimliche Mörder kommt. Konsumenten, die nur gelegentlich dem Genre frönen, werden hingegen nicht so schnell hinter das Rätsel kommen und werden mit ansehnlichen Schreckmomenten konfrontiert. Dass hierbei nicht mit dem roten Lebenssaft gegeizt wird, sollte Erwähnung finden, auch wenn die Morde nichts Neues zu bieten haben. Bewundernswert ist auf jeden Fall die Eigenständigkeit, die der Regisseur auf Film bannt, ohne irgendwelche Rücksicht nehmen zu müssen. Keine unnötige Künstlichkeit, man zeigt den Ort und die Leute, so wie sie sind und wem das nicht passt, der hat eben Pech gehabt. Bevor wieder der x-te "Freitag der 13."-Klon aus Amerika rüberschwappt sollte man zu "In 3 Tagen bist du tot" greifen, der zudem noch mit einem klasse Soundtrack, ebenfalls von österreichischen Independent-Bands, auf das Geschehen aufmerksam macht.

Der Film macht Spaß und die DVD liegt über dem Durchschnitt, weswegen man ihn sich ruhig mal zu Gemüte führen sollte. Schließlich ist er auch Beweis dafür, dass nicht alle Schlitzer aus Amerika kommen müssen.



Bilder der DVD




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