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TH, NL 2006
Originaltitel:Invisible Waves
Länge:113:33 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Pen-Ek Ratanaruang
Buch:Prabda Yoon
Kamera:Christopher Doyle
Musik:Hualampong Riddim
Darsteller:Tadanobu Asano, Hye-jeong Kang, Eric Tsang, Maria Cordero, Toon Hiranyasap, Ken Mitsuishi, Hideki Jitsuyama, Tomono Kuga, Hiro Sano
Vertrieb:Rapid Eye Movies
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:22.06.2007 (Kauf)



Inhalt
Auf einem Passagierschiff in Südostasien blickt Kyoji (Tadanobu Asano) versteinert auf Hongkong und seine Vergangenheit zurück. Eine verhängnisvoll tödliche Affäre mit der Frau seines Chefs zwang ihn zur Flucht. Von den unsichtbaren Wellen des Schicksals getrieben führt ihn seine Fahrt nun nach Thailand ins Ungewisse: Welches neue Unheil erwartet ihn in dieser Fremde? Wird er die geheimnisvolle Noi (Gang Hye Jung) wiedersehen? Wie weit muss er gehen, um sein Leben zu retten? Doch schon bald kehrt er zurück und steht auf der Suche nach Vergeltung chancenlos dem Glück seines größten Feindes gegenüber ...

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Pen-Ek Ratanaruang hat seinen ganz eigenen Stil, seine Gefühle in die Regiearbeit einfließen zu lassen. Der sehr ruhige Film wird in etwas dunklen Bildern gezeigt, die auch in der Farbgebung deutlich kühl wiedergegeben werden. Wer ein buntes Farbspektrum erwartet ist hier fehl am Platz. Und diese dunkle Kühle ist das Besondere des Films, denn sie vermittelt gekonnt die charakteristischen Gefühle der Protagonisten. Der gelungene Schwarzwert leistet hier seine übrige Arbeit und harmoniert sehr gut mit dem Kontrast. Positiv fällt ebenfalls die Schärfe auf, die Details sehr gut in Szene setzt. Kleiner Negativpunkt ist ein leichtes Hintergrundrauschen, das die gute Gesamtansicht etwas trübt. Durch den gelungenen, aber dennoch eigenwilligen Stil des Regisseurs und dem leichten Rauschen kommt das Bild auf gute 4 Punkte.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheJapanisch, Englisch, Koreanisch, Thailändisch
UntertitelDeutsch
 Wie auch schon bei "Last Life in the Universe" verzichtete der Anbieter REM auf eine deutsche Synchronisation. Wieder einmal eine gelungene Idee, da Regisseur Pen-Ek Ratanaruang in vier Sprachen drehte und so die Authenzitität bewahrt bleibt. Trotz Stereotrack bietet die Klangkulisse alles, was das Herz begehrt. Zwar fehlt die Räumlichkeit aber man bekommt ein sehr sauberes und vor allem dynamisches Klangbild präsentiert. Die optionalen Untertitel sind gut lesbar platziert. Auch fehlt es nicht an einer sehr guten und klaren Sprachwiedergabe, wenn man die vorhandenen Sprachen beherscht.
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Extras
Extras
  • Originaltrailer (2:!8 Min.)
  • Making of (Thai mit engl. Untertiteln, 29:27 Min.)
  • Trailershow:
    • Audition (1:20 Min.)
    • Last Life in the Universe (2:20 Min.)
    • Loft (0:51 Min.)
    • Strange Circus (1:56 Min.)
    • Tamala 2010 (2:26 Min.)
    • The Strange Saga of Hiroshi the Freeloading Sex Machine (1:38 Min.)
    • Unholy Woman (0:55 Min.)
    • Yo-Yo Girl Cop (1:27 Min.)
VerpackungSoftbox
 Der Originaltrailer und ein halbstündiges Making of mit vielen Interviewpassagen sind das Extra der DVD. Leider verfügt das Bonusmaterial über keine deutschen Untertitel, was eigentlich zum guten Standard gehören sollte. Immerhin gibt es englische Untertitel. Eine Auswahl weiterer Titel des Anbieters gibt es in einer Trailershow zu sehen, die das Bonusmaterial der DVD zudem beendet.
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Fazit
Mit Pen-Ek Ratanaruangs neuesten Film bekommt man asiatisches Arthausekino vom Feinsten serviert, das vom Stammkameramann Christopher Doyle nahezu perfekt in Szene gesetzt wurde. Dies wurde ihm mit einer Einladung zur diesjährigen Berlinale versüßt, die den Film in ihren Wettbewerb aufnahm. Ebenso wie bei Interner Link"Last Life in the Universe" wird ein sehr ruhiger Film präsentiert, der in gar melancholischen Bildern seine tiefgründige Geschichte preisgibt. Gerade diese exzessive Ruhe ist der Grund, dass der Film nicht jeden Betrachter zufrieden stellen kann. Auf die gesamte Laufzeit gesehen gibt das Drehbuch etwas zu wenig her, aber dieses Manko weiß die hervorragende Kameraarbeit des Virtuosen Christopher Doyle wieder auszugleichen. Zwar kann man "Invisible Waves" nicht auf die gleiche Stufe stellen wie seinen Vorgänger, aber dennoch direkt eine darunter. Ein weiterer Vorteil ist auch der Einsatz des grandiosen japanischen Schauspielers Tadanobu Asano. Schaut man sich "Invisible Waves" und "Last Life in the Universe" direkt hintereinander an, scheint es als ob Ratanaruang beide Filme irgendwie verbinden wollte. Vielleicht als Vor- oder als Nachgeschichte von "Last Life in the Universe", der das Mittelstück bildet. Die vielen Kritiken, dass sich der Regisseur nicht weiterentwickelt hat, kann ich nicht nachvollziehen, denn die Charakterisierung wirkt in dieser Tristesse aus grauer Lebensenergie sehr gelungen. Ein Übriges leistet hierbei die musikalische Untermahlung von Hualampong Riddim, der die bedrückende, düstere Lebenssituation mit seinen Klängen umzusetzen weiß. "Invisible Waves" ist sicherlich kein einfacher Film, der durch seine extravagante Art der breite Masse nicht zugänglich sein wird, allen anderen wird ein klassischer Film Noir geboten, auf den man sich einlassen sollte.



Bilder der DVD




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