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GR 2005
Originaltitel:To Kako
Länge:80:00 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Yorgos Noussias
Buch:Yorgos Noussias
Kamera:Claudio Bolivar, Petros Nousias,
Musik:Grigoris Grigoropoulos, Thanos Karabatziakis
Darsteller:Meletis Georgiadis, Pepi Moschovakou, Argyris Thanassoulas, Stavroula Thomopoulou, Mary Tsoni, Andreas Kondopoulos, Nikos Sabalis, Yannis Katsambas
Vertrieb:Ion-New Media / Sunfilm
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:29.06.2007 (Kauf)



Inhalt
In Athen bricht eine unkontrollierbare Epidemie aus, welche bei den Infizierten zu folgenden Krankheitsbildern führt: Rote Augäpfel, hinkende Gangweise und das unstillbare Verlangen frisches Menschenfleisch zu verzehren. Eine Gruppe Überlebender, unter ihnen ein abgedrehter Taxi-Fahrer, ein Elitesoldat sowie ein junges, soeben frisch verwaistes Mädchen, versuchen mit vereinten Kräften und schwer bewaffnet einen Weg aus diesem blutigen Inferno zu finden. Doch wie soll man, möglichst in einem Stück, einen Weg aus einer Großstadt finden in der nahezu sämtliche Bewohner zu mordgierigen Zombies mutiert sind? Unter dem waghalsigen, wenn auch einzig möglichen Motto "Entweder gewinnen die ... oder wir!" nehmen die letzten Überlebenden einen an beiden Fronten sehr verlustreichen Kampf mit der ganzen Stadt auf ...

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Der auf Digital-Video gedrehte Zombieflick hinterlässt einen grundsoliden Eindruck, wirkt produktionsbedingt aber etwas matschig und hin und wieder unscharf. Insgesamt können wir aber mit dem Schärfeverhalten durchaus zufrieden sein, auf Tiefenschärfe müssen wir aber weitestgehend verzichten. Dafür wirkt die Farbgebung durchweg recht ordentlich - der Kontrast hingegen erscheint stellenweise etwas zu steil und neigt dazu, etwas zu überstrahlen. In dunklen Szenen werden zudem hin und wieder nötige Details verschluckt. Hinzu kommt ein produktionsbedingt recht starkes Bildrauschen und eine nicht immer sonderlich sauber arbeitende Kompression. Dafür trüben weder Defekte noch anderweitige Verschmutzungen das "Sehvergnügen". Für einen Low Budget-Film also durchweg akzeptabel, aber mehr als 3 Punkte sind hier nicht drin.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Griechisch
UntertitelDeutsch
 Beide 5.1-Tracks klingen überraschend kraftvoll und bietet zudem eine Vielzahl gut platzierter Surroundeffekte, welche ein solides Raumgefühl erzeugen. Zwar dürfen wir kein Effektgewitter erwarten, aber es wurden sehr viel Wert auf den Einsatz der Rears gelegt, die neben dem Score auch für Umgebungsgeräusche und nötige Effekteschübe sorgt. Dabei kommt der Subwoofer niemals zu kurz. Natürlich überzeugen die Dialoge und sorgen für eine klare und stets gut verständliche Front. Wenn man bedenkt, dass wir es hier mit einem reinen Independent-Film zu tun haben, können wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein. Der griechische 5.1-Mix enthält deutsche Untertitel.
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Extras
Extras
  • Trailer beim DVD-Start: "Shinobi" (2:02 Min.)
  • Making of "To Kako" (27:24 Min.)
  • Evil's Visual Effects (6:26 Min.)
  • Entfernte Szene (0:44 Min.)
  • Kurzfilme:
    • "A Night at the Office" (4:51 Min.)
    • "Claws" (1:27 Min.)
    • "Merry Mary" (0:25 Min.)
    • "Bloody Mary" (1:08 Min.)
  • Interview mit dem Regisseur (6:18 Min.)
  • Originaltrailer (0:51 Min.)
  • Trailershow (18:02 Min.):
    • Black Kiss (1:28 Min.)
    • Cup of My Blood (1:44 Min.)
    • Ghost (1:36 Min.)
    • Ghost Train (1:58 Min.)
    • Matando Cabos (2:21 Min.)
    • Neighbour Nr. 13 (1:37 Min.)
    • Red Shoes (2:02 Min.)
    • Shinobi (2:02 Min.)
    • Survive Stile (1:33 Min.)
    • The Heirloom (0:30 Min.)
VerpackungMetalpack
 Das Making of enthält 27 Minuten an Interviews mit Cast & Crew, Sequenzen aus dem Film und gewährt uns Einblicke in die Effektarbeit, in die Ausarbeitung der Idee, sowie die Reaktion der Gäste auf Festivals. Das ganze ist nett, aber auch nicht mehr. Dafür sind die Informationen leider viel zu gering. "Evil's Visual Effects" handelt von den CGI-Effekten im Film und zeigt in knapp 5 Minuten einige Szenen vor und nach der Bearbeitung. Hier hätte man sich deutlich mehr Zeit nehmen müssen, denn ein solches interessantes Thema sollte man nicht in fünf Minuten abhandeln. Weiter geht es mit einer 40sekündigen Deleted Scene, welche man sich auch hätte sparen können. Das sechsminütige Interview mit dem Regisseur bietet leider nicht wirklich informative Antworten, was wohl daran lag, dass die Fragen schon recht belanglos waren.
Bevor wir uns am Ende noch eine Trailershow weiterer I-On New Media-Titel anschauen dürfen, widmet man sich erst einmal den vier Kurzfilmen. Da wäre einmal der 4minütige "A night at the office" vom "Evil"-Regisseur Yorgos Noussias. Dieser wird auf dem Cover als "A night in the office" betitelt und ist nicht nur langweilig, sondern auch ziemlich talentfrei gefilmt. Die anderen beiden Kurzfilme sind von der Designern Zina Papadopoulou und hierbei handelt es sich um Animationsfilme mit dem Titel "Bloody Mary" und "Merry Mary". Beide sind nicht nur interessanter aufgrund ihrer Optik, sie wurde sogar besser erzählt und sehenswert umgesetzt, da kann selbst der Kurzfilm "Claws" von Petros Noussias nicht mithalten. Zum Schluss dürfen wir uns noch den Original-Trailer anschauen. Alles Extras wurden mit deutschen Untertiteln versehen.
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Fazit
Viel Story braucht man nicht, um Griechenland durch Zombies unsicher machen zu lassen. Das weiß auch Regisseur Yorgos Moussias, der mit "Evil" einen typischen, für eine ungekürzte FSK-Freigabe sogar recht blutigen Genrefilm erschaffen hat, der weder neue Aspekte aufwirft, noch wirklich spannend oder gar interessant inszeniert wurde. Vielmehr wirkt das ganze wie eine wilde Mischung bekannter Zombie- und Dämonenfilme (zu mühsam Titel zu nennen), die hier dreist zitiert, kopiert und variiert werden. Dabei ist der wohl größte Fehler, dass der Regisseur nicht wusste, ob er jetzt einen ernsten Zombieschocker kreieren sollte oder doch mehr einen Fun-Splatter-Streifen in bester Interner Link"Braindead"-Manier. Erzählerischen Qualitäten, Charakterzeichnung und Spannungsbögen sind leider Fremdwörter für "Evil" und es sind lediglich die überzogenen Splattereinlagen, die das Werk überhaupt sehenswert machen. Im Mittelteil geht es dann sogar richtig übel zur Sache und man könnte der Meinung sein, dass die FSK-Leutchen sprichwörtlich gepennt haben (was man ihnen nicht einmal verübeln könnte). Hier zeigt man uns eine Aneinanderreihung von Gore und Splattereffekten, die es durchaus in sich haben. Es werden zig Gegenstände zweckentfremdet und gegen die Zombies eingesetzt. Das sieht lustig aus, macht unter Freunden sogar richtig Spaß, nur sollte man die Fernbedienung niemals aus den Augen verlieren, denn der Rest ist einfach langweilig und dröge wie ein alte Gyrostasche. Nichts von wegen Apokalypse - es entsteht ja nicht einmal eine stimmige Atmosphäre, die uns ins das Geschehen hineinzieht. Nur für ein paar heftige Splattereinlagen am Stück muss ich mir den Film nicht unbedingt geben, dafür ist meine Zeit doch zu kostbar.
Wirr und uninspirierter Flick, ohne Nährwert ... naja, vielleicht für die Zombies, aber der Zuschauer wird sich ärgern 80 Minuten verschenkt zu haben, dabei hätte man durchaus was solides aus der Thematik herausholen können.
Hier wollte aber jemand zuviel auf einmal, das funktioniert leider nicht, vor allem nicht bei einem minimalen Budget. Dabei schmeckt Gyros doch immer so lecker, aber hier ist das Verfallsdatum weit überschritten. Die DVD erscheint im Steelbook ähnlichen MetalPack und wartet mit einem nicht gerade andsehnlichen Cover auf. Technisch bekommen wir soliden Kost geboten, was für einen Low Budget-Film immer noch recht gut ist.



Bilder der DVD




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NewsGriechische Zombies in "Evil"
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