Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
USA 2005
Originaltitel:Ten 'til Noon
Länge:87:55 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Scott Storm
Buch:Paul Osborne
Kamera:Alice Brooks
Musik:Joe Kraemer
SFX:Leo Vezzali
Darsteller:Alfonso Freeman, Rick D. Wasserman, Rayne Guest, Jenya Lano, Thomas Kopache, Daniel Hagen, Dylan Kussman, Jennifer Hill, George Williams, Daniel Nathan Spector, Jason Hamer, Justin Huen, Paul J. Alessi, Erin Stutland, Yvonne Perry
Vertrieb:WGF / Schröder Media
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:12.07.2007 (Verleih) / 16.08.2007 (Kauf)



Inhalt
11:50 Uhr. Der Millionär Larry Taylor (Rick D. Wasserman) wacht in seinem Bett auf und blickt in die Mündung eines Revolvers. Mr. Jay (Alfonso Freeman), ein Killer, steht vor ihm und erklärt ihm, dass er noch zehn Minuten zu Leben habe. Zur selben Zeit, 11:50 Uhr, steigt Larrys Frau (Rayne Guest) mit einem Fremden ins Bett, während der gefürchtete Gangsterboss Mr. Duke (Thomas Kopache) einen kleinen Gauner um 11:50 Uhr dafür bezahlt, sich bei einem fingierten Banküberfall verhaften zu lassen. Alles beginnt um 11:50 Uhr - und endet Punkt 12 ...

Bild
Format2,00:1 (anamorph)
NormPAL
 Das Bild weiß auf Anhieb nicht wirklich sonderlich zu gefallen, da der NTSC-PAL-Transfer alles andere als gelungen ist. In ruhigen Szenen wirkt das Bild noch recht solide, wobei die Schärfe und die Detailschärfe sehr dürftig ausgefallen sind, doch sobald Bewegung ins Bild kommt, kommt es zum berühmten Ghosting, der das Bild richtig unscharf erscheinen lässt. Eine vernünftige Detailwiedergabe ist daher nicht auszumachen. Die Farben wirken eigentlich etwas zu blass, stellenweise sogar unnatürlich. Hinzu kommt, dass das Bild sehr dunkel ist aber über einen guten Schwarzwert verfügt. Der Kontrast kann zwar nicht überzeugen, macht aber eine solide Figur. Als positiv ist die Kompression zu bezeichnen, die verhältnismäßig ruhig arbeitet.
 ++----

Ton
FormateDolby Digital 5.1(Deutsch), Dolby Digital 2.0 Surround
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Der Ton ist nahezu rauschfrei und verfügt über ein durchschnittliches Klangbild, welches aber nur wenig Räumlichkeit aufweist und zudem etwas kraftlos wirkt. Ein leichter Basseinsatz ist zwar vorhanden, kann aber keine ordentliche Dynamik in entsprechenden Szenen erarbeiten. Die Sprachverständlichkeit ist in Ordnung und kommt klar und deutlich aus den Boxen. Überraschend ist die Surroundspur etwas lauter abgemischt und wirkt etwas kraftvoller. Der O-Ton ist am ehesten mit dem deutschen 5.1-Ton zu vergleichen. Deutsche Untertitel gibt es leider nicht.
 +++---

Extras
Extras
  • Trailer (1:39 Min.)
VerpackungKeepCase
 Als Extra befindet sich nur der Originaltrailer auf der DVD.
 ------

Fazit
Beim betrachten von "Ten 'till Noon" wird einem direkt bewusst, das Regisseur Scott Storm ein Fan von Quentin Tarantino sein muss, zu offensichtlich sind die Anlehnungen an dessen Werke, allen voran Interner Link"Pulp Fiction". Grundsätzlich keine schlechte Quelle, die er zu kopieren versucht, es fehlt dem Film aber an eigenen Ideen, um ihn in die obere Liga der Tarantino-esken Kultfilme zu befördern. Kann man darüber hinwegsehen und den Film ohne Hintergedanken auf sich wirken lassen, wird man durch Irrungen und Wirrungen im Storytwist belohnt, die zwar nicht unbedingt den "damit hab ich nie gerechnet"-Charakter für sich verbuchen können, aber zu unterhalten wissen. Einige Episoden des Films scheinen etwas undurchdacht in das Drehbuch hineingeschrieben worden zu sein, denn vom geplanten Bankraub wird beispielsweise nach der kurzen Einführung nicht mehr geredet, was den Verdacht eines Lückenfüllers aufkommen lässt, der nur dazu da ist die Spielzeit künstlich aufzupusten. Dabei wäre dies eigentlich nicht nötig gewesen und lenkt nur von der eigentlichen Handlung ab. Auch beim Schluss lässt das Drehbuch von Paul Osborne kein besonders befriedigendes Gefühl beim Zuschauer aufkommen, da es irgendwie unvollendet wirkt. Hier soll wohl bezweckt werden, die eigene Phantasie wieder in Bewegung zu bringen oder ist möglicherweise ein zweiter Teil geplant? Denn so sehr die Geschichte um eine originelle und zuweilen auch gut durchdachte Erzählweise bemüht ist, so schwach und mit fehlender Konsequenz ist dann die Auflösung des Ganzen. Mit Beginn der Endcredits sollte man im Übrigen nicht abschalten, da hier der Verbleib einer weiteren Person gezeigt wird. Das Zusammenführen der Episoden ist wirklich gelungen und da muss man Scott Storm für sein hervorragendes Timing loben, welches zusammen mit der Kameraarbeit von Alice Brooks die Handlungsstränge aneinanderreiht. Die Darsteller gehören ins solide Mittelfeld, können in ihren "kurzen" Auftritten überzeugen und der Handlung den nötigen Schwung verpassen. Kurzum können Fans von Tarantino und seinem "Pulp Fiction" bedenkenlos zugreifen und einen Blick riskieren. Neues darf man sicherlich nicht erwarten, aber lieber gut geklaut und ein passables Filmchen auf die Beine stellen als gar keinen Film gedreht zu haben. In diesem Sinne netter Zeitvertreib, denn die Ansätze sind vorhanden.

Wünschenswert wäre eine bessere Bildqualität gewesen, die den nicht uninteressanten Film würdig präsentieren könnte und ein wenig Bonusmaterial, das die genauen Hintergründe durchleuchtet hätte. So bekommt der Käufer nur eine recht dürftige DVD, die man sich aber für kleines Geld gern in die Sammlung stellen kann. Das zur Verfügung gestellte Presseexemplar von MIG weist noch als Label WGF auf. Es handelt sich hierbei um die Verleih-DVD. Zum Verkauf im August wird beim identischen Cover allerdings der Labelname MIG stehen.



Bilder der DVD




Druckbare Version
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.