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USA 2006
Originaltitel:Quick and the Undead, The
Länge:75:10 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Gerald Nott
Buch:Gerald Nott
Kamera:Scott Peck
Musik:Brian Beardsley, Pieter A. Schlosser
SFX:Brian Beardsley
Darsteller:Clint Glenn, Dion Day, Nicola Giacobbe, Erin McCarthy, Parrish Randall, Jarod Scott, Jeff Swarthout, Derik Van Derbeken, Toar Campbell, Paul Molnar, John Reynolds, Elysia Skye
Vertrieb:Atomik Films/Ascot Elite
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:17.04.2007 (Verleih) / 15.05.2007 (Kauf)



Inhalt
Vor 85 Jahren verwandelte ein Virus dreiviertel der Bevölkerung in Zombies. Um die Überlebenden zu schützen, hat die Regierung Prämien für jeden dauerhaft niedergestreckten Untoten ausgesetzt. Eine Gruppe Kopfgeldjäger bestreitet dadurch den Lebensunterhalt und verdient trotzdem so wenig, dass sie einen ihrer Anführer erschießt. Jener Anführer jedoch ist selber bereits ein Zombie und kann sich deswegen an die Fersen seiner Mörder heften. Der Vergeltungsschlag muss möglichst bald erfolgen, denn die Kopfgeldjäger planen eine neue Epidemie: In einem abgelegenen Farmhaus werden Zombies gezüchtet, die auch in Zukunft regelmäßige Kopfschüsse garantieren sollen!

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 "The Quick and the Undead" ist ein Low Budget-Film - und zwar durch und durch. Auf HD-Video gedreht merkt man leider viel zu deutlich, dass bei der Ausleuchtung und Kameraführung des Öfteren geschlampt wurde. So wirkt der Kontrast meist deutlich zu steil und helle Flächen neigen dazu zu überstrahlen. In dunklen Szenen bemerkt man schnell, dass der Schwarzwert nicht wirklich gut arbeitet und immer wieder ins Bläuliche tendiert. Zudem ist die an sich gute Schärfe oftmals doch mehr als gewöhnungsbedürftig und vor allen in Totalen wirkt das Bild weich, während Nahaufnahmen eine recht angenehme Detailschärfe offenbaren. Leider zeigen die Konturen immer wieder kurze Treppenmuster und zudem fällt ein leichtes Bildrauschen auf, was aber je nach Szene und Szenario stark variiert. Zudem scheint man mit zwei verschiedenen Kameramodellen gearbeitet zu haben, da man hin und wieder deutliche Unterschiede in der Qualität des Ausgangsmaterials bemerken kann. Die Kompression ist durchaus verbesserungswürdig und zeigt immer wieder leichtes Blockrauschen auf homogenen Flächen. Zum Schluss sei noch kurz die Farbgebung erwähnt, welche meist sehr satt und kräftig, aber niemals wirklich natürlich ausgefallen sind, da sie im Nachhinein stark bearbeitet wurde.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 Surround, Dolby Digital 5.1 (nur dt.)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Obgleich nicht erwähnt, gibt es noch eine deutsche Dolby Digital 2.0-Variante, auf der auch der 5.1-Upmix basiert. Räumlichkeit wird derweilen nie erzeugt. Zwar darf die Musik und Umgebungsgeräusche aus den Rears hallen, das geschieht dann aber so leise, dass dies kaum der Rede wert ist. Somit bleibt das gesamte Szenario sehr frontlastig, aber zumindest gut verständlich. Die Stereo-Spur klingt deutlich dünner und kraftlos und von Dynamik darf ebenfalls keine Rede sein. Da klingt der englische 5.1-Mix schon wesentlich besser und vor allem natürlicher. Umgebungsgeräusche werden viel deutlicher wiedergegeben und auch die Rears werden besser eingesetzt und erzeugen ein Mindesmaß an Räumlichkeit. Optional lassen such deutsche Untertitel hinzuschalten.
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Extras
Extras
  • Audiokommentar
  • Making of (27:46 Min.)
  • Geschnittene Szenen (3:07 Min.)
  • Outtakes (10:16 Min.)
  • Trailer Deutsch (1:33 Min.)
  • Trailer Englisch (1:33 Min.)
  • Alternativer Trailer (2:00 Min.)
  • Trailershow:
    • Subhuman (1:48 Min.)
    • Zombie King and the Legion of Doom (1:58 Min.)
    • Scarecrow gone Wild (1:53 Min.)
    • Corpses (1:37 Min.)
    • Red Riding Hood (0:59 Min.)
    • Skinned Deep (1:59 Min.)
    • Dr.Chopper (1:48 Min.)
VerpackungKeepCase
 Der informative Audiokommentar mit dem Regisseur - leider nicht untertitelt - ist wirklich überraschend gut ausgefallen und auch das 28minütige Making of , sowie die drei Deleted Scenes können sich sehen lassen. Hinzu kommen noch 10 Minuten an Outtakes, der deutsche und englische Trailer, sowie ein Alternativ-Trailer. Eine Atomik Film-Trailershow darf natürlich nicht fehlen. Für einen Independent-Film wirklich sehenswert und gut.
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Fazit
Für Kenner von Originaltiteln unschwer zu erahnen, handelt es sich bei "The Quick and the Undead" um einen Zombiefilm im Westernmilieu; immerhin mal wieder etwas neues - aber ob dieses bislang eher unabgehandelte Szenario wirklich frischen Wind in das ansonsten eher sich immer wieder reproduzierende Subgenre bringen kann? Sagen wir es mal so: Die Grundidee an sich, den Zombie- mit dem Westerngenre zu kreuzen, ist gar nicht mal so uninteressant; man sollte aber zumindest ein adäquates Drehbuch haben - von einem ausreichenden Budget nicht weiter zu sprechen. Leider kann dieser Independentfilm weder mit dem einen, noch dem anderen aufwarten und ist in seiner Gesamtheit nur ein weiterer Zombiefilm von vielen; ohne jeglichen Flair, Spannung oder Atmosphäre. Da bieten manch andere Niedrigbudgetproduktionen doch ein weitaus Mehr an Unterhaltung.
Mit die größte Schwäche liegt in der geradezu lahmen und dahindümpelnden Geschichte des Kopfgeldjägers, der sich in einem postapokalyptischen Szenario bewähren muss, nach Reliquieneinsammlung getöteter Zombies von einer rivalisierenden Gang niedergeschossen wird und auf Rache aus, die Pampa durchquerend eine blutige Spur hinter sich herzieht. Mit einem Nichts an Hintergrund - Was? Wo? Wie? Wann? Warum? - beginnend, bekommt man auch im Verlauf der rund 80 Minuten keinerlei Erklärungen geliefert, ärgert sich vielmehr über die uncharismatischen darstellerischen Leistungen der substanzlos charakterisierten Figuren und der hanebüchenen Logiklöcher (wundersame Selbstheilung nach Zombiebiss?) inmitten der wie bereits erwähnt trägen Story ohne jegliche (dramaturgische) Entwicklung.
Viel passiert nun wirklich nicht; auch die wenigen Zombieszenen reißen einen kaum vor Begeisterung aus dem beginnenden Tiefschlaf, sind diese doch zum einen sehr spannungsarm inszeniert, zum anderen alles andere als ansehbar. Gar keine bis nur mäßige Masken, bei Kopfschüssen spritzt das Blut zwar kräftig, aber aus der falschen Stelle und sehr Wasserpistolenstrahl ähnlich; die wenigen Fressszenen sind ebenfalls eher dilettantischer Machart und kaum wirklich als hart anzusehen. Dass dann noch Motorrad gefahren wird und die Kostüme wie aus dem Theaterverleih einer Sonderschule aussehen, lässt die Kategorisierung "Western" wie ein Schlag ins Gesicht erscheinen. Selbst einem gestandenen Mann wie Clint Eastwood, der zweifelsfrei Pate für den Hauptcharakter stand (sic!), würden Tränen bei dieser Gurke ins Gesicht steigen.

Technisch befindet sich die DVD auf einem angemessenen Niveau und überzeugt vor allem in puncto Bonusmaterial. Beim Bild und Ton hätten wir uns eine etwas bessere Umsetzung gewünscht und auch beim DVD-Menü muss Atomik Film noch einiges dazulernen, denn hier bekommen wir wieder nur Standbilder spendiert.



Bilder der DVD




Druckbare Version
News"The Quick and the Undead" von Atomik-Films
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