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USA 2006
Originaltitel:Night of the Dead
Alternativtitel:Night of the Dead: Leben Tod
aka. Night of the Leben Tod
Länge:85:28 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Eric Forsberg
Buch:Eric Forsberg
Kamera:Jon Bickford
Musik:Robert Bayless
SFX:Tom Devlin, Gage Hubbard, Kazuyuki Okada
Darsteller:Louis Graham, Joey Jalalian, Gabriel Womack, Deirdre V. Lyons, Lola Forsberg, David Reynolds, Scarlet Garcia, Paul Morquecho, Carla Valentine, Elyse Ashton, Mary Christina Brown, Scott Brown
Vertrieb:Laser Paradise / NSM
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:14.09.2009 (Kauf)



Inhalt
Die schwangere Anais kommt ins Krankenhaus, um ihr Kind auf die Welt zu bringen. Doch dieses Sanatorium birgt ein schreckliches Geheimnis. Todgeweihten Patienten wird ein Serum verabreicht, das sie wieder zum Leben erweckt und sie zu Ghouls und Zombies macht. Als Anais das Geheimnis entdeckt, ist es für sie und ihr ungeborenes Kind fast zu spät. Um aus dem Krankenhaus fliehen zu können, muss sie sich mit einem Zombie verbünden. Doch damit löst sie eine grausames Blutbad aus.

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Für einen Low Budget-Film, der auf DV gedreht wurde, hat man ein passables Bild vor Augen. Die Farben sind nicht immer optimal und wirken sich sehr wechselhaft auf das Bild aus. Durch den gewollten Comicstil, der durch den Einsatz von Farbfiltern entstanden ist, leidet auch die ansonsten recht gute Schärfe, die in besagten Szenen leichte Schwächen aufzuweisen hat. Der Kontrast ist in Ordnung und lässt keine Details verschlucken. Der Schwarzwert tendiert sehr ins Gräuliche. Wirklicher Kritikpunkt ist die Kompression, die unter Blockrauschen leidet und sich zudem in einigen Passagen durch einige Pixelbildungen beeinträchtigt zeigt. Das Bild wird zwar nie unansehnlich, doch ist dies ein unschöner Effekt, der durch etwas mehr Sorgfalt beim Authoring hätte vermieden werden können.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deutsch), Dolby Digital 2.0 Stereo (Deu, En)
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Die wichtigste Nachricht zuerst: Entgegen der Coverangabe gibt es keine englische Tonspur in Dolby Digital 5.1, dafür aber eine deutsche Tonspur. Bei der Sprachverständlichkeit aller Tonspuren gibt es nichts zu bemängeln. Jedoch ist die englische Spur etwas leiser als die deutschen Varianten. Die Nase vorn hat hier dann auch die Stereoabmischung, da es sich beim 5.1-Modus nur um einen eigentlich unnötigen Upmix handelt, der das Stereobild auf alle Kanäle verteilt. Somit ist auch ein räumlicher Klang nahezu ausgeschlossen. Dennoch verfügen alle Spuren über ein recht dynamisches Gesamtbild, so dass tonal auch der Subwoofer etwas zu tun bekommt. Störgeräusche oder Rauschen ist nicht auszumachen.
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Extras
Extras
  • Audiokommentar
  • Originaltrailer (0:58 Min.)
  • Making of (33:20 Min.)
  • Trailershow:
    • Horrors of War (3:00 Min.)
    • Draculas Curse (1:06 Min.)
    • Ten till noon (1:39 Min.)
    • The Pet - Die Sklavin (2:13 Min.)
    • The Losers (1:59 Min.)
    • Blutnacht des Teufels (0:56 Min.)
Verpackungkleine Hartbox
 Bei den Extras wird dem Käufer der Audiokommentar mit Cast und Crew geboten, der allerdings nicht ganz ernst genommen werden darf, jedoch einen informativen Inhalt hat. Ebenfalls vorhanden ist ein Making of, in dem Darsteller und Produktionsteam über die Entstehung von "Night of the Dead" berichten. Zwischen den Interviewpassagen werden Szenen aus dem Film gezeigt. Zu guter letzt gibt es noch den Originaltrailer und eine Trailershow. Leider sind deutsche Untertitel wieder Fehlanzeige.
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Fazit
Da haben wir doch mal einen Film aus der Produktionsschmiede Asylum, der nicht auf der Welle eines großen Vorreiters mitschwimmt, sondern einen zwar mit bekannten Versatzstücken versehenen, dennoch recht eigenständigen Film darstellt. Zweifelsfrei darf die Behauptung aufgestellt werden, dass Interner Link"Re-Animator" und ein wenig "Rosemaries Baby" als Paten für "Night of the Dead" fungierten, zudem ist die Zombiemasche allseits bekannt. Hauptsächlich widmet sich der Film dem Splatter & Gore-Fan, denn was Macher Eric Forsberg hier abliefert ist eine wahre Schlachterplatte, auch wenn einige Effekte nicht sehr professionell sind. Begründet wird dies durch das sehr geringe Budget, was Kenner der stets preiswert filmenden Produktionsschmiede Asylum aber nicht sonderlich verwundert sollte. Die Story des Films ist recht einfach gestrickt: Im Mittelpunkt steht der Arzt Dr. Schreklich, der bei einem Autounfall seine Frau und Tochter verloren hat. Auf der Suche nach einem Serum, das dem Tod ein Schnippchen schlagen kann, war er schon immer, doch dieser Vorfall spornt ihn zusätzlich an. Um dieses Serum zu perfektionieren, experimentiert er in seiner Privatklinik. Ihm zur Seite stehen sein treu ergebner Helfer Gunther und sein Neffe Peter, dessen hochschwangere Frau ebenfalls in der Klinik ist - wenn auch nicht ganz freiwillig. Immer wieder kommt es zu Fehlschlägen, bis der Tag kommt an dem die fehlgeleiteten Experimente in Form von Zombies die Oberhand über das Krankenhaus gewinnen. Ein Kampf auf Leben und Tod ist vorprogrammiert.
So spannend wie die Inhaltsangabe ist, so durchwachsen ist der Film selbst. Der Funke will einfach nicht überspringen, was an der sehr sterilen Ausstattung der Kulisse des Krankenhauses, in dem der Film spielt, liegt. Die Hauptcharaktere sind alle irgendwie weltfremd, grenzen schon an Debilität und wirken auf den Zuschauer eher unsymphatisch. Dies untermauert die deutsche Synchronisation noch ungemein, macht aber den Film somit auch zu einem unterhaltsamen Trash-Spaß. Beispielsweise ist die Arbeitsweise des Arztes dermaßen unprofessionell, dass schnell der Gedanke kommt: "Junge, wenn du weiter so arbeitest, wird das nie etwas werden"! Ganz korrekt ist der Film in seiner Art und Weise ebenfalls nicht und man wundert sich schon über den enormen Härtegrad. Schaut man sich aber die Interviews an, die im Bonusmaterial der DVD vorhanden sind, wird auch ganz klar gesagt, dass man möglichst viel Blut und Gedärm in die Handlung einbringen wollte. Und dies wird auch in allen möglichen Facetten zelebriert. Innereien fliegen durch die Gegend, Schädel werden zertrümmert, aber auch das Abtrennen eines Kopfes gehört zum Repertoir der FX-Künstler. Einzig der Zombie-Frosch zu Anfang will nicht sonderlich in das optische Bild passen, da dieser sehr unecht und billig daherkommt. Durch diese versammelte Gewaltorgie wird die eigentliche Handlung eher ein Nebenstrang, der zudem noch recht dünn ist. So wirkt das Gematschte auf Dauer etwas eintönig in seiner schon angesprochenen sterilen Umgebung. Kommen wir nun zu den Darstellern, die ihren debilen Rollen in nichts nachstehen. Dr. Schreklich, der von Louis Graham verkörpert wird, ist bei Asylum ein gern genommener Darsteller, der auch schon in Interner Link"Hillside Cannibals" beweisen konnte, das er besser einen anderen Beruf hätte ausüben sollen. Auch Gabriel Womack als Peter wirkt reichlich deplaziert und der einzige Lichtblick dürfte die sechsjährige Lola Forsberg ("Alien Abduction", "Snakes on a Train") sein, die zudem auch die Tochter des Regisseurs ist. Grob überschlagen bleibt somit eine reine Trash-Schlachtplatte, die durch ihre Effekte zu gefallen weiß, darstellerisch mal so richtig daneben ist und somit für ein kurzweiliges Filmvergnügen für Freunde der härteren Gangart geeignet ist. Wohl bekomm's.

Qualitativ wurde wohl das Beste aus dem Low Budget-Film geholt. Das Bonusmaterial ist solide, aber der größte Vorteil dieser Veröffentlichung ist, dass es sich um den ungeschnittenen Director's Cut handelt, der im Rahmen der "Red Edition Reloaded"-Reihe von Laser Paradise und NSM erhältlich ist.



Bilder der DVD




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