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USA 2006
Originaltitel:American Hardcore
Länge:100:24 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Paul Rachman
Buch:Steven Blush
Kamera:Paul Rachman
Musik:diverse
Darsteller:Frank Agnew, Jonathan Anastas, Phil Anselmo, George Anthony, Mark Arm, Brian Baker, Al Barile, Nancy Barile, Dicky Barrett, Vic Bondi, Greta Brinkman, Dez Cadena, Tony Cadena, Joe Carducci, Curtis Casella, Edward Colver, Anthony Countey, Brandon Cruz, Mike Dean, Steve DePace, Dave Dictor, Chris Doherty, Christine Elise, Ted Falconi, Dante Ferrando, Jack Flanagan, Flea, Chris Foley, Kimm Gardner, Jimmy Gestapo, Greg Ginn, Alex Gonzalez, Jack Grisham, Brett Gurewitz, Greg Hetson, Ken Inouye, Darryl Jenifer, John Joseph, Joe Keithley, Dan Kubinski, Lucky Lehrer, Bruce Loose, Alec MacKaye, Ian MacKaye, Paul Mahern, Jesse Malin, Dave Markey, Louiche Mayorga, Sid McCray, Duff McKagan, Moby, Keith Morris, Reed Mullin, Mike Patton, Alec Peters, Rev. Hank Pierce, Jack Rabid, Alvin Robertson, Kira Roessler, Henry Rollins, Howard Saunders, Jordan Schwartz, Angie Sciarappa, Jaime Sciarappa, Kevin Seconds, Dave Smalley, Steve Soto, Bobby Steele, Mark Stern, Sean Stern, Vinnie Stigma, Gary Tovar, Chuck Treece, Oderus Urungus, Jeff Van Atta, Perry Webb, Hank Williams III, Jerry Williams, Todd Youth
Vertrieb:Sony Pictures
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:19.06.2007 (Kauf)



Inhalt
Obwohl ihr zur damaligen Zeit wenig Beachtung geschenkt wurde, hatte die Hardcore-Punk-Szene der frühen 80er Jahre enormen Einfluss auf die Rockmusik und die daraus entstandene Pop-Kultur. Bands wie Nirvana, die Beastie Boys oder aber die Red Hot Chili Peppers hätte es nie gegeben, wenn nicht Hardcore-Pioniere wie Black Flag, die Bad Brains und Minor Threat das Fundament gelegt hätten.
Hardcore war mehr als ein Musikstil: es war eine gesellschaftliche Bewegung die von jugendlichen Außenseitern der Reagan-Ära geschaffen wurde. Die Kids der Hardcore-Musikszene schufen ihre eigene kleine Gesellschaft - einige fanden durch sie ihre Stimme, andere in der rauen Musik einen Ausweg aus der Realität. Und während manche die Welt verbessern wollte waren andere einfach nur wütend und machten in der Bewegung des American Hardcore ihrem Ärger einfach Luft.
Der Film "American Hardcore" verfolgt die Spuren dieser verlorenen Subkultur, von ihren Wurzeln in den 80er Jahren bis zu ihrem Aussterben im Jahre 1986.

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Von einer Dokumentation erwarten wir natürlich nicht viel, außer dass das Gezeigte trotz dem ganzen Archivmaterial ansehnlich bleibt und das ist bei "American Hardcore" der Fall. Die Schärfe während der Interviewsequenzen, sowie Farben und Kontrast sind gut, obgleich nicht sonderlich detailliert. Die Live-Ausschnitte fallen in ihrer Qualität zwar unterschiedlich aus, trüben aber den Sehgenuss niemals. Vielmehr unterstreichen diese Szenen die Atmosphäre der Dokumentation. Lediglich die Kompression könnte an einigen Stellen etwas sauberer arbeiten.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheEnglisch
UntertitelDeutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Türkisch
 Der englische 5.1-Mix wäre nicht nötig gewesen, denn bis auf die eingespielte Musik, welche mit viel Kraft auf alle Kanäle verteilt werden, bietet man uns "nur" Interviews. Diese überzeugen dann mit einer guten Sprachverständlichkeit, was wir auch nicht anders erwartet hätten. Optional lassen sich noch diverse Untertitel hinzuschalten.
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Extras
Extras
  • Audiokommentar mit Regisseur Paul Rachman & Autor Steven Blush
  • Entfallene Szenen (50:35 Min.)
  • Musik-Performances:
    • Millions of Dead Cops (MDC) - Corporate Deathburger (1:17 Min.)
    • Bad Brains - Big Takeover (2:59 Min.)
    • SS Decontrol - Boiling Point (1:04 Min.)
    • Void - My Rules (1:24 Min.)
    • YDI - Enemy for life (1:26 Min.)
    • Jerry's Kids - I don't belong (1:06 Min.)
  • 2006 Sundance Film Festival Premiere-Party mit D.O.A. & The Circle Jerks (7:07 Min.)
  • "In the Pit" - Fotos von Ed Colver (3:53 Min.)
  • Trailer:
    • Die Liebe in mir (1:55 Min.)
    • Marie Antoinette (1:47 Min.)
    • Liebe und lassen (1:54 Min.)
VerpackungKeepCase
 Die Extras können sich durchaus sehen lassen. Neben der obligatorischen Trailershow mit einer etwas merkwürdigen Titelwahl, finden wir noch eine Fotogalerie, Impressionen von der Premierenfeier des 2006 Sundance Film Festivals vor. Desweiteren gibt es sechs Musik-Clips und 50 Minuten an entfallenen Szenen, welche optional deutsch untertitelt wurden und einiges an nettem Material zu bieten hat, was die Dokumentation aber nur unnötig in die Länge gezogen hätte, ohne ihr wirklich mehr Tiefe zu verleihen. Zum Schluss sei noch der Audiokommentar mit Regisseur Paul Rachman & Autor Steven Blush erwähnt. Deutsch untertitelt wartet dieser Kommentar mit vielen Hintergrundinformationen auf und stellt sich als hervorragende Ergänzung zur Dokumentation heraus.
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Fazit
Eine Dokumentation über die amerikanische Hardcore/Punk-Szene war bitter nötig, doch inhaltlich mehr Substanz hätte nicht geschadet. Mehr als Konzertausschnitte und Interviews finden wir nicht. Keinen Sprecher, der uns Hintergrundinformationen zur Szene liefert und zudem werden politische Aspekte viel zu oberflächlich angesprochen. Es fehlt hier definitiv an Tiefgang, wie man es als Fan amerikanischen Hardcore/Punk-Musik erwartet hätte. Auch wenn schön ist einige bekannte Gesichter vergangener Tage wiederzusehen, so ist es doch fraglich wieso wegweisende Bands wie Dead Kennedys und Misfits nur am Rande erwähnt und andere Band in nur wenigen Minuten abgehandelt werden. So bietet "American Hardcore" dem geneigten Fan eine nette Dokumentation über eine enorm einflussreiche Szene, ohne die es heute solch Band wie Beastie Boys oder aber die "Red Hot Chili Peppers nicht gegeben hätte. Und auch wenn ich mir etwas mehr darunter vorgestellt hätte, ist es schön einmal seltenes Live-Material von Black Flag oder den SS Decontrol zu sehen. Für etwas mehr Tiefe sorgt dann die gut produzierte und mit reichlich Bonusmaterial ausgestatteten DVD aus dem Hause Sony Pictures, welche allein schon wegen den Extras ein Kaufgrund ist.



Bilder der DVD




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