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USA 2001
Originaltitel:Down Time
Länge:89:51 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:Sean Wilson
Buch:Sean Wilson, Larry Loy
Kamera:Greg Burnstein
Musik:James Anthony Cotton
Darsteller:William Van Nolan, Peter Quartaroli, Sam McBride, Joy Garner, James Anthony Cotton, David Fine, David Berkson, David Cordoni, Mario Montes, David Dyno Rocha, Kelwin Hagen, Christian Canterbury, Wolfgang Von Huttick
Vertrieb:Cult Movies Entertainment
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:24.05.2007 (Verleih) /



Inhalt
Slim ist ein kleiner Drogenhändler, der mit dem Deal seines Lebens versucht, auf die Sonnenseite des Lebens zu gelangen. Zusammen mit seinem Partner Paulie vermasselt er den Deal und beide kommen gerade noch mal mit dem Leben davon. Beide werden verhaftet und Slim muss erkennen, dass Paulie ihn verraten hat, um seine eigene Haut zu retten. Slim wird zu acht jahren im Zuchthaus von St. Quentin verurteilt. Er erkennt schnell, dass das Leben im Knast von Rassenkonflikten geprägt ist, denen er versucht, aus dem Weg zu gehen. Dennoch landet Slim auf der schwarzen Liste des weißen Gangführers Sammytown. Von nun an geht es für Slim nur noch ums nackte Überleben.

Bild
Format1,85:1 (Letterbox)
NormPAL
 Das Bild der Low Budget-Produktion ist nicht sonderlich gut ausgefallen. Gerade im Bereich des Kontrastes lässt es zu wünschen übrig. Dies liegt vor allem daran, dass wohl aus produktionstechnischen Gründen die Ausleuchtung ungenügend war, das Bild somit zu dunkel ausfällt und viele Details verloren gehen. Farblich wirkt das Bild recht blass, außer bei Rottönen, denn diese wirken sehr stark. Eigentlich sogar viel zu stark, was wiederum einen unnatürlichen Teint verursacht. Auch ist ein Rauschen deutlich merkbar, was wiederum die Detailschärfe stark in Mitleidenschaft zieht. Ganz sauber muss der Transfer der NTSC-Vorlage ebenfalls nicht gewesen sein, da man stellenweise einen Nachzieheffekt bemerkt, der auf eine unsaubere Normwandlung hinweist. Einzig bei der Kompression kann man von einem passablen Ergebnis sprechen, die nur von einem leichten Blockrauschen begleitet wird. Auch ist das Bild frei von Defekten oder Verschmutzungen.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Die Synchronisation ist gelungen, doch hat sich ein Fehler in die deutsche 5.1-Tonspur eingeschlichen. Akustisch sind die Kanäle nämlich vertauscht. So werden die hinteren Speaker für die Sprachausgabe benutzt und die vorderen für die Umgebungsgeräusche. Problematisch ist es nicht, da die Sprachverständlichkeit absolut in Ordnung geht, doch im Bezug auf ein räumliches Klangbild wird die Illusion zerstört. Begleitet wird die Tonspur von einem leichten Rauschen. Der O-Ton in seiner 2.0-Variante ist wesentlich kraftvoller abgemischt, gerade in Bezug auf die musikalischen Hip Hop-Untermahlung wäre dieser vorzuziehen. Leider gibt es keine zuschaltbaren Untertitel. Für den Fehler in der deutschen Tonspur müssen wir jedoch einen Punkt abziehen.
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Extras
Extras
  • Audiokommentar mit Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Sean Wilson
  • Musikvideo: "Pond Fulla Convicts" von Low Down (4:18 Min.)
  • Originaltrailer (0:49 Min.)
VerpackungKeepCase
 Allrounder Sean Wilson gibt einiges in seinem Audiokommentar über die Herstellung des Low Budget-Films preis. Es ist wieder schade, dass hier keine deutschen Untertitel spendiert werden. Der Originaltrailer sowie ein Musikvideo der Gruppe Low Down runden den Bonusbereich ab.
 +-----

Fazit
Gangster und Ghettofilme stehen immer noch hoch im Kurs beim Publikum. "Down Time" ist so eine Art Film, der zu Beginn die Ursache für den Knastaufenthalt unseres Hauptdarstellers beleuchtet und darauf das Alltagsleben im Knast. Zwei Gründe gibt es allerdings dafür, dass der Film nicht so recht funktionieren will. Zum einen das anscheinend doch sehr geringe Budget des Films und zum anderen der Tagesablauf. Die meiste Zeit verbringt man mit Kartenspiele und redet dummen Zeugs. Da ich selber in keinem amerikanischen Knast eingesessen habe (Anm. d. Red.: wir überprüfen just in diesem Moment Marcs Vergangenheit) kann ich mir möglicherweise über diese pseudo-authentischen Angaben kein Urteil erlauben, doch wenn man sich andere Filme mit der Gefängnisthematik ansieht, bekommt man doch ein anderes Bild serviert. Gerade das Bandendrama "Blood In Blood Out" von Taylor Hackford nehme ich hier als Beispiel. Regisseur Sean Wilson versucht zwar auf eine bemühte Art und Weise dem Film einen dramatischen Unterton zu verleihen, doch möchte ihm das nicht wirklich gelingen. Bei den Darstellern wurde wieder stereotypisch gecastet. Es gibt den (Anti-)Helden, die schwarze Bewegung, die Latinos und natürlich auch Skinheads sind mit von der Partie. Hierbei dürfen Drogen dann auch nicht fehlen, so dass neben dem Kartenspielen gelegentlich noch etwas gedealt wird. Und hierbei wird auch mal in die eigene Kasse gewirtschaftet - zum Entsetzen des Oberdealers, der daraufhin den Befehl zum Töten gibt. Gerade solche Szenen sind Mangelware und hätten zumindest zu einem ansehnlichen Actionfilm reichen können. Irgendwie wirkt das Gezeigte aber stets halbgar, was das Gericht zwar nicht ungenießbar macht, aber doch noch etwas auf dem Herd hätte drauf bleiben können, damit es richtig schmeckt. Denn gerade die Kulisse des Gefängnisses und der Ghettosound wirken gelungen.

Qualitativ gehört die DVD zu den schlechteren des Anbieters, wobei man auch ganz klar sagen muss, dass es stellenweise an den technischen Bedingungen liegt, die aufgrund des Budgets hervorgerufen wurden. Freunde von diesem Genre können einen Blick riskieren, sollten aber bei weitem keinen neuen Meilenstein erwarten.



Bilder der DVD




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