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JP 2003
Originaltitel:Tamala 2010
Alternativtitel:Punk Cat in Space
Länge:91:43 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:t.o.L
Buch:t.o.L
Kamera:t.o.L
Musik:t.o.L & Trees of Life
Darsteller:Animefiguren
Vertrieb:Rapid Eye Movies
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:15.06.2007 (Kauf)



Inhalt
Gott ist tot, im Jahre 2010. Der Konzern Catty & Co stellt sich an die Herrschaft über die gesamte Galaxie zu übernehmen. Auf Planet Q gestrandet verbringt das rotzige Punk-Kätzchen Tamala ihren ersten Geburtstag mit Kater Michelangelo. Bei ihrem Streifzug durch Hate City wird Tamala von SM-Köter Kentaro eingefangen und aufgefressen. Aber damit fängt die Geschichte erst richtig an. Denn Tamala ist kein normales Kätzchen. Ein Zombie-Kater weiht Michelangelo in die Geheimnisse von Tamala ein ...
Wer oder Was ist Tamala? Und welche Verbindungen hat sie zu Catty & Co?

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Wie es sich für einen Experimentalfilm gehört, lässt man sich beim Bild nicht auf eine qualitative Ebene ein, sondern probiert verschiedene Stile aus. So ist der Großteil des Films in schwarz/weiß, wechselt aber passagenweise in ein farbiges Bild, das wiederum den Zeichentrickstil mit Computergrafiken variiert; ein schönes Spiel mit der Optik, die hierbei dann von 2-D in eine 3-D Dimension wandert. Zudem wurden reale Aufnahmen durch Filter verändert, so dass sie optisch nahezu ein perfektes Stilmittel ergeben. Diese verschiedenen Stile verfügen aber über einen sehr guten Kontrast und eine angenehmen Schärfe. Auch die Kompression leistet sich keine Aussetzer, was man dem fast tadellosen Bild auch ansieht. Nur selten setzt ein leichtes Hintergrundrauschen ein, es könnte aber auch durchaus ein weiteres Stilmittel des Films sein.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Japanisch
UntertitelDeutsch
 Der Ton überzeugt mit einer sehr sauberen und vor allem klaren Abmischung, die alle Boxen inklusive den Subwoofer in Anspruch nimmt. Egal ob Regen, Funkmeldungen oder der Score, man befindet sich mitten im Geschehen. Ein Rauschen ist in keiner der vorhandenen Tonspuren hörbar.
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Extras
Extras
  • Musikvideo: Hellmix (7:11 Min.)
  • Musikvideo: Oneday for Maria (5:25 Min.)
  • 3D-Animation: Tatla (1:52 Min.)
  • 3D-Animation: Meguro City (4:40 Min.)
  • Kinotrailer (2:26 Min.)
  • Trailershow:
    • Audition (1:20 Min.)
    • Invisible Waves (2:18 Min.)
    • Loft (0:51 Min.)
    • Strange Circus (1:56 Min.)
    • The Strange Saga of Hiroshi the Freeloading Sex Machine (1:38 Min.)
    • Unholy Woman (0:55 Min.)
    • Yo-Yo Girl Cop (1:27 Min.)
  • Postkarten
  • Poster
VerpackungDigiPack im Schuber
 Die Extras bestehen aus zwei Musikvideos sowie zwei 3D-Animationen, welche ebenfalls mit Musik unterlegt wurden, womit man diese Sequenzen ebenfalls als eine Art von Videoclip bezeichnen kann. Neben dem Kinotrailer gibt es auch eine Trailershow, die weitere Highlights des Anbieters präsentiert. Wie bei REM schon üblich und als immer wieder gern gesehenes Gimmick, wurden dem DigiPack noch ein Poster und Postkarten zum Film beigelegt.
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Fazit
"Tamala 2010" gehört zur etwas anderen Art des Animefilms. Weit weg vom Mainstreambereich und schon eher als Experimentalfilm zu betrachten, wird die Katzengeschichte erzählt. Es lohnt sich, sich zuerst mit der Inhaltsangabe auf dem DigiPack vertraut zu machen, um die Grundzüge der Geschichte in Erfahrung bringen kann. Denn schaut man sich den Film direkt an, wird der Handlungsfaden anfangs etwas schwer zu finden sein. Wenn nicht sogar sehr schwer, denn die doch merkwürdige, dadurch aber interessante Geschichte verlässt sich ganz auf die Fähigkeiten seines Zuschauers. Jeder, der sich "Tamala" ansieht, wird eine eigene Bedeutung darin für sich finden. So kann man sich einfach nur dem Gezeigten hingeben, es quasi auf sich wirken lassen, um am Ende eine Interpretation für sich zusammenzupuzzeln. Jeder Beobachter wird auf einen anderen Nenner kommen und doch nur ein Bruchstück von dem eben Erlebten verarbeitet haben. "Tamala" kann als Ganzes kaum verstanden werden. Der Plot wird sich zwar herauskristallisieren, aber vielleicht niemals als durchgängige Struktur empfunden werden. Man wird viele Querverweise auf die Kultur sehen, etwa die junge Maus im Käfig, die die Fetisch rund um junge Schulmädchen in ihren Uniformen gleichkommt, bewacht von einem Hund in Polizeiuniform, die den geifernden alternden Mann darstellt. Ebenso werden Verbindungen zu Multikonzernen gezogen, hier in Form von Catty & Company, denen die Bevölkerung in ihrem Rausch gleich einer Religion nachkommt. Es gibt viel zu interpretieren, einiges kann recht einfach als "Wahrheit" erkannt werden, anderes liegt jeweils im Auge des Betrachters. Und mit diesen Augen gibt es sehr viel zu entdecken. Der Soundtrack prägt ausgiebig den Film passt sich der Handlung auf dem Bildschirm mit seinem Chill Out-Stil perfekt an. So sei die Frage gestattet, ob durch den Konsum von Drogen eventuell eine Bewusstseinserweiterung stattfindet, die man bei der Sichtung des Films aufnimmt, was bei "neutralem" Gedankengang nicht stattfinden würde. Optisch ist der Film sehr gelungen, wenn er vom alten Stil von Animes, wie es beispielsweise bei "Astroboy" der Fall war, bis in die heutige Computertechnik übergeleitet und alle Stile des Animationsfilms vermischt. Dennoch bleibt "Tamala" ein sehr schwieriger Film, vielleicht sogar ein Kunstfilm, den es zu entdecken lohnt und dem gehöriger Respekt für das Unbekannte und surrealistische Bild zollen sollte.

Die DVD von REM erlaubt sich keine größeren Schwächen und sollte, wenn man sich auf einen neuen Weg der filmischen Kunst begeben möchte, die erste Wahl darstellen. Wünschenswert wäre aber ein interview mit der Gruppe t.o.L. gewesen, die für den Film und die gesamte Produktion verantwortlich war. Es wäre sicherlich interessant gewesen zu erfahren, wie die Macher ihren Film interpretieren würden.



Bilder der DVD




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