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HK 1993
Originaltitel:Yi tian tu long ji zhi mo jiao jiao zhu
Alternativtitel:Evil Cult, The
aka. Kung Fu Master
aka. Lord of the Wu Tang
aka. Red Cult
aka. Sette spade della vendeta, Le
aka. Ji Tin Tou Lung Gei Zi Mo Gaau Gaau Zyu
aka. Kung Fu Colt Master
Länge:98:58 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Wong Jing
Buch:Louis Cha, Jing Wong
Kamera:Bill Wong
Darsteller:Jet Li, Ekin Cheng, Man Cheung, John Ching, Collin Chou, Wing Cho, Sammo Hung, Gigi Lai, Ching-Ying Lam, Ka-Yan Leung, Francis Ng, Richard Ng, Chingmy Yau
Vertrieb:MIB
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:22.03.2007 (Kauf)



Inhalt
Chang Mo Kei (Jet Li) muss als kleiner Junge mitansehen, wie seine Eltern getötet werden. Durch einen Treffer eines Kung-Fu-Meisters ist es ihm jedoch nicht möglich Kung-Fu zu erlernen. Etliche Jahre später wird der "Fluch" jedoch gebrochen und Mo Kei wird zu einem der stärksten Kämpfer. Mit etlichen Spezialtechniken gerüstet zieht er los, um die Feinde der Ming-Sekte, der er angehört, daran zu hindern, an ein magisches Schwert zu gelangen, das einer seiner Vorväter auf einer Insel in Sicherheit gebracht hat. Die Ming-Sekte und Ihre Anführer stehen der Vereinigung der 6 Schulen und dem Kaiser gegenüber, der es geschickt verstanden hat die beiden anderen Gruppen gegeneinander auszuspielen. Als nach etlichen Kämpfen und vielen Toten endlich klar wird, dass der Kaiser hinter allem steckt, kommt es zur spektakulären Abrechnung ...

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Bildtechnisch kann man mit dem Film zufrieden sein. Die Farben gehen in Ordnung und wirken größtenteils natürlich. Leider sieht das Bild nicht nur etwas weich aus, sondern ist manchmal auch richtiggehend unscharf. Wirklich unschön sieht das Bild in schnellen Bewegungen aus. Der Kontrast erlaubt sich keine größeren Schwächen und verfügt über einen guten Schwarzwert. Auch sind kleinere Defekte und ein Rauschen bemerkbar. Bei der Kompression hätte man etwas sorgfältiger vorgehen sollen, da es insbesondere in schnellen Szenen zu Artefaktbilungen kommt. Die Benotung kann somit noch mit knappen drei Punkten auskommen.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 5.0 (Deutsch), Dolby Digital 2.0 (Deutsch), Dolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Mandarin, Kantonesisch
UntertitelEnglisch
 Tonal muss man ganz klar sagen ist die DVD misslungen. Sicherlich sind Filme aus Asien immer schwerer zu synchronisieren als amerikanische Produktionen, doch hier herrscht eine, zwar nicht durchgängige, aber dennoch vorhandene Asynchronität vor. Zudem scheint es, dass der Musik- und Effektetrack, der für eine ordentliche Synchronisation vorhanden sein muss, in diesem Fall nicht aufzutreiben war. So wie es sich anhört könnte man meinen, dass die deutsche Sprache nur übersynchronisiert wurde. Auch die Abmischung stellt sich als unbefriedigend dar. Neben der angesprochenen Asynchronität ist auch eine unterschiedliche Lautstärke vorhanden, die in einigen Szenen sehr leise wirkt. Auffallend sind auch einige Tonaussetzer. Vergleicht man die 5.0 mit der 2.0-Variante wird man zudem überhaupt keinen Unterschied feststellen und man hätte den Platz einer Tonspur lieber in das Bild stecken sollen. Gelegentlich ist unterschwellig der englische Dub zu hören, was darauf schließen lässt, dass man wohl die englische Fassung als Master genommen hat. Die Angabe, dass eine englische Tonspur vorhanden ist, stellt sich als Druckfehler heraus, denn neben dem deutschen Ton sind noch die Originalspuren drauf in Kantonesisch und Mandarin. Diese hören sich im Vergleich zur Synchronisation auch sehr räumlich an und verfügen über einen sehr guten Basseinsatz. Leider wurden nur englische optionale Untertitel auf die DVD gepresst und diese auch noch in Rot mit blauer Umrandung und sind somit stellenweise ziemlich unleserlich. Hier wurde einiges falsch gemacht.
 +-----

Extras
Extras
  • Original Kinotrailer (2:55 Min.)
  • Slideshow (1:45 Min. / 7 Photos)
  • Filmographien (engl., 8 Textseiten):
    • Jet Li
    • Sammo Hung
    • Sharla Cheung Man
    • Wong Jing
VerpackungKeepCase
 Neben dem Trailer befindet sich noch eine kleine Slideshow auf der DVD, die sieben Fotos aus dem Film präsentiert. Hinzu gesellen sich noch vier Filmographien, die jedoch nicht vollständig sind.
 +-----

Fazit
"The Kung Fu Cult Master" ist wieder einer der Filme, bei denen sich der westliche Zuschauer ohne größere Erfahrung mit dem Asienfilm etwas unwohl fühlt. Nicht selten wird er sich in den ersten 10 Minuten ertappen, am liebsten einen Zettel und einen Stift zu holen, um einen Familienstammbaum zu zeichnen, so sehr verworren wirken die Personenbezüge und ihre Handlungsweisen. Dies dürfte darauf zurück zu führen sein dass "The Kung Fu Cult Master" auf einer literarischen Trilogie beruht, die von Louis Cha im Jahre 1961 begonnen wurde. In seinem Entstehungsland ein großer Erfolg aber bei westlichen Lesern eher unbekannt, kommt dies den asiatischen Zuschauern auch zugute, da ein Großteil mit der Thematik vertraut sein dürfte. Somit muss Regisseur Wong Jing auch nur eine kurze Zusammenfassung der Geschehnisse erzählen. Allen, denen die Geschichte gänzlich unbekannt ist, stehen erstmal etwas verloren da und fühlen sich, als ob man den halben Film schon verpasst hat und einfach in die Handlung hineinkatapultiert wird. Betrachtet man den Film aber nicht nur nebenbei, sondern lässt etwas Konzentration walten, gelingt der Grundeinstieg in die Thematik recht schnell und man wird feststellen, dass die Geschichte eigentlich recht banal daherkommt. Zudem macht der Film, hat man Gefallen an ihm gefunden, eine gute Figur und wird allen Freunden von fliegenden Menschen, Zauberschwertern und dem allseits bekannten Kampf von Gut gegen Böse sicherlich munden. Hinzu gesellen sich Massenkämpfe, die durch ihre Choreografie, die im Übrigen von niemand anderen als Sammo Hung stammen, und ihrer Kulisse zu gefallen wissen. Egal ob trostlose Wüste oder versteckte Grabkammer, dem Auge wird immer etwas geboten. Nachteil des Ganzen ist, dass wirkliche Kämpfe eher die Seltenheit sind, was bei Namen wie Sammo Hung oder Hauptdarsteller Jet Li eigentlich recht schade ist. Aber dies ist auch nicht das Ziel des Films, der eher in Tradition eines Interner Link"A Chinese Ghost Story" funktionieren möchte. Überraschend einfach gestaltet sich das offene Ende, was wohl daran liegt, dass man die Geschichte fortsetzen wollte, diese aber aufgrund eines recht mageren Einspielergebnisses fallen ließ. Eine Chance hat der Film aber sicherlich verdient, auch wenn der Einstieg für westliche Gemüter etwas schwerer fallen wird.

Leider ist die technische Seite der deutschen DVD aus dem Hause MIB nicht der Standard, den der Zuschauer erwarten wird. Kann das Bild noch einen passablen Weg gehen wird dies in der Tonbewertung recht dramatisch, da man wohl die Endkontrolle vergessen hat. Ist man der englischen Sprache einigermaßen mächtig kann man die optional vorhandenen Untertitel hinzuschalten und direkt auf den Originalton ausweichen. Von der deutschen Tonspur muss hier leider abgeraten werden, was aber nicht an der Synchronisation liegt, denn die ist eigentlich hörbar.



Bilder der DVD




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