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IT 1987
Originaltitel:Notte al cimitero, Una
Alternativtitel:Die Gruft - Zombies des Grauens
aka. Gruft, Die
Länge:92:12 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Lamberto Bava
Buch:Lamberto Bava, Dardano Sacchetti
Kamera:Gianlorenzo Battaglia
Musik:Simon Boswell
SFX:Angelo Mattei, Ditta Ricci
Darsteller:Gregory Lech Thaddeus, Lea Martino, Beatrice Ring, Gianmarco Tognazzi, Karl Zinny, Lino Salemme, Gianpaolo Saccarola, Fabrizio Bava, Lamberto Bava
Vertrieb:Astro
Norm:PAL
Regionalcode:0



Inhalt
Eine Gruppe Jugendlicher flüchtet vor der Polizei in ein düsteres Waldgebiet. Nachts wollen sie in einem alten Gasthof übernachten. Der kauzige alte Wirt zeigt ihnen einen Schatz, welcher demjenigen gehört, der es schafft, eine Nacht in der Gruft des Friedhofs zu verbringen. Die Jugendlichen entschließen sich, den Versuch zu wagen und wecken damit grausame Wesen und Kreaturen, welche jenseits ihrer furchtbarsten Alpträume liegen. Bald stellt sich die Frage, ob es überhaupt eine Möglichkeit gibt, dem Grauen aus den verwinkelten Labyrinthen der Gruft zu entkommen ...

Bild
Format1.33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Das Vollbild sieht wieder nur auf den ersten Blick gut aus, entpuppt sich danach schnell als Videokassette. Zumindest besitzt es jene Qualität. Es sind nicht Verschmutzungen, die das mittlerweile 20jährige Material beeinträchtigen, sondern bereits die Farbgebung. Vieles ist deutlich zu dunkel, was gegen den Kontrast spricht, und die Farbe erscheinen meistens blass oder gehen zu stark ins Grün hinein. Der Bildaufbau neigt etwas zum Matschigen, wobei nicht selten feine Details flackern bzw. eine unnatürliche Bewegung aufweisen. Besonders schlimm trifft es die Szenen mit Rauch. Hier verschwimmt die Szenerie sehr stark, so dass man kaum noch 3 Punkte vergeben kann. Bewegungen ziehen etwas nach, es gibt immer mal wieder farbige Flecke auf dem Bild und die Kompression ist alles andere als fähig. Somit ist die Wertung nur mit Altersbonus zu verstehen, denn gerade dunkle Szenen leiden unter den Kontrast- und Schärfeschwächen.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch (fest in nicht synchronisierten Szenen)
 Der deutsche Ton ist sicherlich ein Relikt einer Videokassette, denn das brummige Rauschen ist kaum zu überhören und doch sehr aufdringlich in vielen Szenen. Die Dialoge klingen ähnlich, meist dumpf, besitzen aber noch bessere Eigenschaften als die sehr fern klingende, spitze englische Synchro. Die und klobige, deutsche Zwangsuntertitel schalten sich in einigen Szenen kurz ein, wenn der deutschen Fassung mal wieder Dialoge fehlen, was jedoch nie die Bildqualität beeinträchtigt. Der typische 80er-Jahre-Soundtrack bekommt die beste Qualität noch im Hauptmenu ab und zeigt im Film dann kleinere Verzerrungen auf, geht aber in Ordnung, da diese Mängel nicht zu deutlich hervorstechen. Die Akustik beschränkt sich übrigens auch klar auf ein monaurales Signal, was bei dieser Ausgangsqualität nicht anders zu erwarten war. Fast wäre das nur noch 1 Punkt, denn bei diesem Alter müsste mehr rauskommen.
 ++----

Extras
Extras
  • Trailer 1 (0:43 Min.)
  • Trailer 2 (2:45 Min.)
  • Slideshow (0:18 Min.)
VerpackungKeepCase
 Also jetzt mal ehrlich: Der Trailer kann doch nicht ernst gemeint sein vom Label. Da zeigt man innerhalb von 43 Sekunden völlig zusammenhangslos und ohne jegliche Aussage sehr kurze Ausschnitte aus dem Film, blendet unten rechts einen unübersehbaren Kasten mit der Webseite ein und mattet die Vollbild-Szenen noch sichtbar mittels schlecht aufgelegter, schwarzer Streifen zum Widescreen. Dieses Konstrukt, erstellt zum VHS-Release von Astro Anfang 2001 kann man wohl kaum als Extra ansehen. Trailer 2 als englischsprachiger Originaltrailer ist da schon gehaltvoller, leider aber in lausiger Qualität und mit eingeblendetem Logo "Surf Film" am rechten oberen Rand. Sonst gibt es nur noch eine Slideshow mit relativ kleinen Abbildungen, die zu schnell wechseln und ein nicht grad professionell erstelltes Menu, bei dem im Hintergrund ein Auszug des Soundtracks dudelt.
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Fazit
Gar nicht mal so schlecht, was Lamberto Bava in zugegeben schwierigen Zeiten hier ablieferte - vor allem aber besser, als ich es erwartet hatte. Zuerst einmal muss man sich als Zuschauer auf eine etwas längere Durststrecke begeben, denn anfangs wird man zugemüllt mit nervigen, aufgetakelten Twens, die erst mal zum Ort des Schreckens gelangen müssen und mit jeder Menge hohler Phrasen und nicht vorhandenem Talent glänzen; zumindest das setzt sich später fort. Ist man dann in der höchst dubiosen Kneipe angelangt, die von einem cholerischen Scherzbold aufgemischt und von einem verunstalteten Mann geleitet wird, kommt Bavas Vorliebe für schaurige Schauplätze zur Geltung. Nebel und blau ausgeleuchtete Gruselkulissen lassen kurzzeitig vergessen, dass "Graveyard Disturbance" ja doch ein Kind der späten 1980er ist (ganz schlimm: der Soundtrack zwischen Geschmacksverbrechen und Ohrwurm). Schon bald tölpelt die Gruppe durch die Gruft und wird von der untoten Belegschaft erschreckt. Sehr gut beispielsweise, wie der Eingangszombie (mit spitzen Zähnen wie ein Vampir) seine Freundin im Sarg wachrüttelt, ihr an die Brust greift und von ihr gleich darauf eine gepatscht bekommt. Auch das schwimmende Auge in der schleimigen Suppe macht den Eindruck, dass hier nicht alles ernst genommen werden soll. Und erst recht das wenig bekömmliche Banquett der Verunstalteten, die, sobald sie merken, dass sie entdeckt wurden, sich schnell in ihre Särge zurückflüchten, lässt Bava das (eigene) Genre auflockern.
Man mag bemängeln, dass es zwar ein stellenweise atmosphärischer, aber kein reinrassiger Horrorfilm ist, da letztlich trotz guter Masken keine blutigen Effekte oder Todesarten präsentiert werden, aber als Fan des italienischen Kinos kann man sich hierbei vielleicht zu arrangieren. Wer jedoch gar nichts mit den späten, meist trashigen Auswüchsen des europäischen TV-Genre-Films anzufangen weiß, der sollte dringlichst die Finger von "Graveyard Disturbance" lassen. Der Film könnte auf komplettes Unverständnis und Langweilebekundungen treffen. Die DVD ist leider nicht sehr gut gelungen, denn sowohl Bild als auch Ton sind unter dem Standard einer DVD. Dass es kein richtiges Bonusmaterial gibt, ist hingegen zu verschmerzen.



Bilder der DVD




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Gruft, Die
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