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RU 2004
Originaltitel:Lichnyy nomer
Länge:105:53 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Yevgeni Lavrentyev
Buch:Yevgeni Lavrentyev, Yuri Sagaidak, Ramil Yamaleyev
Kamera:Stasch Radwanski Jr.
Musik:Sergey Shnurov
SFX:Pavel Donatov, Arkady Dubinin
Darsteller:Aleksei Makarov, Louise Lombard, Vyacheslav Razbegayev, Yegor Pozenko, Yuri Tsurilo, Viktor Verzhbitsky, Ramil Sabitov, John Amos, Mariya Golubkina, Orso Maria Guerrini, Maria Semkina, James Derrick, Svetlana Kopylova
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:19.03.2007 (Verleih) / 29.03.2007 (Kauf)



Inhalt
Eine Terroristengruppe plant einen Bombenanschlag auf die "ewige Stadt" Rom. Um diese terroristische Bedrohung zu verhindern, müssen russische und ausländische Kräfte kooperieren. Major Smolin gehört zum FSB und ist die Schlüsselfigur der Operation. Um seine Tochter und Hunderte unschuldiger Kinder zu retten, die von den Terroristen in einem Zirkus als Geiseln festgehalten werden, muss er aus einem tschetschenischen Gefängnis ausbrechen. Smolin hat nur einen Versuch, diesen brutalen Anschlag zu verhindern. Ein Fehler - und Rom ist vernichtet ...

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Von der ersten bis zur letzten Sekunde dürfte die DVD-Umsetzung gefallen. Die Farben sind etwas intensiver als üblich, was für einen Action-Film aber sehr passend ist. In den etwas spannenderen Szenen wird meist ein Blaufilter eingesetzt, aber auch dort ist das Bild schillernd und auch sehr sicher im Kontrast. Auch die Schärfe kann dieses hohe Niveau halten bzw. sogar unterstützen. Sehr feine Details und die scharfen Konturen machen den Eindruck eines sehr natürlichen Bildaufbaus. Natürlich darf man davon ausgehen, dass keinerlei Verschmutzungen den Sehgenuss trüben. Nur etwas Rauschen tritt hier und da hervor, selten aber zu stark. Die Kompression ist an einigen Stellen auffällig, weil sie nicht ganz sauber arbeitet. Den meisten mag das nicht gleich auffallen, aber besonders um Konturen können sich schon mal Säume bilden. Trotzdem passt hier fast alles, der anamorphe Transfer ist demnach im oberen Bereich angesiedelt.
 +++++-

Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu, Ru), DTS 5.1 (Deu)
SpracheDeutsch, Russisch
UntertitelDeutsch
 In Sachen Dynamik und Bombast steht dieser russische Film den westlichen Großproduktionen in nichts nach. Trotz stellenweise bedrohlicher Lautstärke bleibt das Klangbild stets sehr klar und erfreulich satt. Nur im Russischen sind ein paar Ungereimtheiten in den Dialogen zu hören. Es macht sich stets ein sehr wuchtiger Bass bemerkbar, der auch funktioniert, wenn mal nur die Musik spielt. Sollte es wirklich etwas zu bemängeln geben, dann sind es die noch nicht optimal ausgenutzten Rear Speaker. Zwar wird versucht, einen ausgewogenen Raumklang zu erzeugen, es könnte dort aber noch etwas mehr Bewegung drin sein. Auch die Tatsache, dass die Umschaltung der Tonspuren nur über das Hauptmenu erfolgen kann, grenzt die Wertung auf 5 Punkte ein. Zumindest gibt es noch eine etwas dickere DTS-Spur, die in Sachen Raumklang dem Dolby Digital-Ton stark ähnelt.
 +++++-

Extras
Extras
  • Originaltrailer dt. (2:39 Min.)
  • Originaltrailer russ. (2:39 Min.)
  • Making Of (22:39 Min.)
  • Interviews (22:33 Min.)
  • Visual Effects (2:38 Min.)
  • TV-Spots (2:21 Min.)
  • Weitere DVDs:
    • Undisputed 2 (2:07 Min.)
    • House Of 9 (1:45 Min.)
    • The Bodyguard (1:52 Min.)
    • The Cutter (1:25 Min.)
VerpackungKeepCase in Schuber
 Das Making Of erweist sich als sehr ergiebig und enthält vor allem unkommentierte Drehs, insbesondere die Aufnahmen der Action-Szenen, aber auch kurze Kommentare der Darsteller, des Regisseurs und der Produzenten. Die Effekte wurden bereits im Vorfeld sehr realistisch angegangen, wie man hier sieht. So wurde beispielsweise die Bruchlandung des Flugzeugs nicht nur per Modell nachgebaut, sondern die große Maschine wurde wirklich geschrottet. Natürlich griff man auch auf viele CGI-Effekte zurück, die unter "Visual Effects" separat vorgestellt werden. Bei den Waffen wurde übrigens ebenso auf funktionstüchtige Geräte zurückgegriffen. Die Interviews danach scheinen von der Premierenfeier zu stammen und sind dadurch, dass sie nicht geschnitten wurden, sehr direkt. Nur scheint mir auch hier die Übersetzung etwas holprig zu sein, einige Gedankengänge machen keinen Sinn und kurze Auslassungen scheinen mir auch vorzukommen. Zumindest kommt hier zum Vorschein, dass sich die Produktion sehr viele Gedanken um das Thema selbst machte, ob man Kriegszustände nun überhaupt derart darstellen könne und ob der Dreh vielleicht die Öffentlichkeit erschrecken könnte. Zum Schluss gibt es noch mehrere aneinandergereihte TV-Spots und 4 Trailer aus dem e-m-s-Programm inklusive Kapitelangaben.
 +++---

Fazit
Das ehemalige Feindbild der westlichen Action-Welt besitzt nun auch filmisch sein eigenes Feindbild: "Countdown - Mission Terror" verarbeitet sein aktuellstes politisches Dilemma, die Tschetschenien-Kriege und die daraus resultierenden Terroranschläge im eigenen Land, zur Popcorn-Action. Wo Interner Link"Stirb Langsam" und Konsorten politischen Realismus unter einer überzogenen Darstellung verdecken konnten, was die Qualität nur verbessern kann, betreibt "Countdown" bedenkliche Schwarzweißmalerei, die sich durchaus mit den groben Verfehlungen der russischen Terrorismus-Politik (bzw. deren Anfängen) vergleichen lässt. Wem es leichter fällt, die Hintergründe zu übersehen, dem dürften zumindest die inhaltlichen und inszenatorischen Schwächen des Filmes auffallen. Es sind durchaus einige interessante Szenen dabei, die dem Fan feuriger Action gefallen werden, z.B. der Konvoi durch die Stadt mit dem gepanzerten Fahrzeug, die anschließende Flugzeugentführung und die Gefechte innerhalb der Maschine. Auch wie die Terroristen das Theater stürmen, das Aufgebot von Polizei und Schaulustigen davor ist ordentlich gelungen. Leider aber verkommt die Chose zum billig erdachten Mitläufer, da der Schnitt, die Erzählung und die Charakterzeichnung von Mittelmaß bis lächerlich reichen, ganz abgesehen von den klaffenden Logiklöchern, die so groß nun auch nicht sein müssten. Manchmal erscheint das alles so, als ob die Entwicklung des Genre-Films um 15 Jahre verschlafen wurde. Einzig mit der stellenweise ausgeführten Härte (frei nach Putins Leitsatz, dass mit Terroristen nicht verhandelt wird), kann man punkten. Da stürmen russische Sondereinsatzkommandos einfach so das gefüllte Theater und schießen wild um sich, ohne Rücksicht auf Verluste in der zivilen Bevölkerung. Andererseits schwächen pathetische Momente und völlig überflüssige, weil unrealistische Szenen (z.B. die der Remote-Attacke auf den Bombenrechner) die guten Merkmale wieder ab.
Die technische Umsetzung ist mehr als zufriedenstellend und das Bonusmaterial lädt auch zum Einschalten ein, vom Film hatte ich mir aber ein wenig mehr erwartet als eine wenig kompetent ausgeführte Kopie bekannter Antiterrorismus-Filme. Hier machen sich Oberflächlichkeit und Standardszenen breit, die der sonst recht spannenden Hetzjagd die Möglichkeiten nehmen.



Bilder der DVD




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