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JP 1988
Originaltitel:Akira
Länge:119:06 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Katsuhiro Ôtomo
Buch:Katsuhiro Ôtomo
Kamera:Katsuji Misawa
Musik:Shoji Yamashiro
SFX:Takashi Maekawa, Noriko Takaya
Darsteller:(Stimmen) Mitsuo Iwata, Nozomu Sasaki, Mami Koyama, Tesshô Genda, Hiroshi Ôtake, Kôichi Kitamura, Michihiro Ikemizu, Yuriko Fuchizaki, Masaaki Ôkura, Tarô Arakawa, Takeshi Kusao, Kazumi Tanaka, Masayuki Katô, Yôsuke Akimoto
Vertrieb:Panini / SPV
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:02.12.2005 (Kauf)



Inhalt
Auferstanden aus der Asche des Dritten Weltkrieges, wurde Neo-Tokyo zu einer gefährlichen, von Verbrechern heimgesuchten Megalopolis. Die korrupte Regierung hat nur scheinbar Kontrolle über das mächtige Militär, das das Chaos zu verhindern versucht und die schrecklichen Ereignisse der Vergangenheit vertuscht. Die Freunde Tetsuo und Kaneda stolpern über das dunkelste Geheimnis von Neo-Toyko, als ihre Motorradgang auf einen seltsamen Jungen mit greisenhaften Zügen stößt. Auch Tetsuo wird gefangen genommen und Experimenten ausgesetzt, die ihm übernatürliche Kräfte verleihen. Doch diese geraten außer Kontrolle, und er lehnt sich gegen die Welt auf, die ihn unterdrückt hat! Niemand kann seine destruktive Kraft aufhalten ... außer Kaneda und der letzte Junge, der Tokyo zerstört - Akira.

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 Dank leichter Nachschärfung erreicht diese DVD auch das Niveau, das man von der Laser Paradise gewohnt ist, welche sie insgesamt aber deutlich übertrifft. Die Scheibe von Panini kann mit einem sehr guten Kontrast und dem Anime angepassten Farben aufwarten und besitzt nun auch das richtige Bildformat. Die Konturen sind sehr sauber abgegrenzt, so dass die Umsetzung sehr plastisch und wesentlich natürlicher als die alte LP-DVD aussieht. Trotzdem ist nicht alles perfekt geworden. Besonders die um die Konturen herum unsaubere Kompression sorgt für seltsame Effekte in schnellen Wechseln. Außerdem sieht man in manchen Bewegungen, dass der Film ursprünglich von NTSC stammt. Ghosting ist damit nicht gemeint, sondern das Timing von einigen Animationen. Dadurch, dass nicht jede der 25 Frames pro Sekunde Teil der Animation ist, wirkt besonders das vertikale Scrolling etwas unsauber. Na ja, das ist sicherlich zu verschmerzen, da es weniger oft vorkommt. Denn für einen 1987er Anime ist immer noch alles im grünen Bereich, wenn auch nicht derart "ultimate" wie erwartet.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Deu, Jap), Dolby Digital 5.1 (Deu), DTS 5.1 (Deu)
SpracheDeutsch, Japanisch
UntertitelDeutsch
 2001 hat Pioneer eine Neuabmischung dieses Filmes veranlasst, so dass die beiden Tonspuren Dolby Digital 5.1 und DTS durchaus berechtigt sind. Dazu kommt eine deutsche Neusynchronisation, die mit hervorragenden Sprechern besetzt wurde. Diese ist der dünn klingenden, alten Synchro, die in Stereo mit drauf ist, tontechnisch klar überlegen. Einen Großteil der Räumlichkeit machen nämlich nicht die Umgebungsgeräusche aus, sondern die Verteilung der Stimmen auf die verschiedensten Kanäle. Das Klangbild dahinter ist ebenso zufriedenstellend, weil klar und kräftig. Übermäßig wird der Bass nicht gebraucht, aber immer wieder mal tritt auch er hörbar in Erscheinung. Auch an den japanischen Originalton hat man gedacht, den man wahlweise mit deutschen Untertiteln nutzen kann. Wenn noch ein paar mehr echte Effekte im Deutschen zu hören wären, wie es beispielsweise während der "Traumsequenzen" passiert, dann hätten hier 5 Punkte gestanden.
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Extras
Extras
  • Original-Trailer (1:23 Min.)
  • Akira - The Making Of (47:53 Min.)
  • Panini Video Trailer:
    • Ghost In The Shell (0:59 Min.)
    • Blood - The Last Vampire (0:57 Min.)
    • Neon Genesis Evangelion - Death & Rebirth (1:11 Min.)
    • Neon Genesis Evangelion - The End Of Evangelion (1:14 Min.)
    • Burst Angel (0:55 Min.)
    • Ghost In The Shell - Stand Alone Complex (1:37 Min.)
    • Samurai 7 (1:31 Min.)
    • Samurai Champloo (0:51 Min.)
    • Gungrave (0:50 Min.)
VerpackungKeepCase
 Das Bonusmaterial wird man vielleicht schon von der deutschen Erstauflage her kennen und es besteht hauptsächlich aus dem dreiviertelstündigen Making Of. Interviews mit den Machern bekommt man hier ebenso zu sehen wie Impressionen von der künstlerischen Gestaltung und der Animation. Weiterhin ist für den Trailer gesorgt und eine Programmvorschau von Panini.
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Fazit
Mit "Akira" verbindet man in der Regel das erste große Anime-Epos der Filmgeschichte - und das erste Aufbegehren, auch die westliche Welt mit den japanischen Zeichentrickfilmen zu faszinieren. Der Cyberpunk-Anime "Akira" verbindet somit auch schon fast alles, was einen guten Animefilm ausmacht.
Die Helden der anfangs eher mysteriösen, später dann Fantasy-lastigen Story sind eine jugendliche Motorradgang. Im Fokus der Zeichentrick-Kamera steht Kaneda. Sein Jugendfreund Tetsuo wird von der Regierung gefangen gehalten. Mit unmenschlichen Experimenten werden in Tetsuo übersinnliche PSI-Kräfte hervorgerufen, die ihren Ursprung in dem mythischen Akira haben. Kaneda schließt sich eher unfreiwillig einer Terroristentruppe an, die versuchen, die Experimente zu stoppen. Dass Kaneda dabei ganz uneigennützige Annäherungsversuche an eine junge Aktivistin im Sinn hat, bietet genug Plattform für ein paar nette Gags, zwischen der halsbrecherischen Action. Auf dem Höhepunkt seiner übermenschlichen Kraft entflieht Tetsuo dem Labor und selbst die Militärs müssen versuchen, dem neu geschaffenen Wesen Einhalt zu bieten.
In guten Zeichnungen und einer sehr gelungenen Erzählung überzeugt "Akira". Der Showdown, der dann eher in den fantastischen, leicht surrealen Bereich gehört, distanziert sich eher von der leichten Science-Fiction-Grundstimmung der ersten drei Viertel des Filmes. Gerade diese überhöhte Dramatik ist ein besonderes Markenzeichen eines Animes - genauso wie die übertrieben brutalen Gewaltdarstellungen, und die ständigen, manchmal unterschwelligen, sexuellen Anspielungen. "Akira" ist der perfekte Einsteiger-Anime. Denn in seiner eher normalen Erzählweise tritt er an die nicht-asiatische Kultur heran, die sich eher an problematischen Rezeptionen und Storytellings stoßen, als an visuellen Innovationen. Nach "Akira" ist auch der letzte Mainstreamer gerüstet für den nächsten Anime. Willkommen im faszinierenden Universum japanischer Zeichentrickkunst.



Bilder der DVD




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Akira
Akira
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