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JP 2005
Originaltitel:Shinobi
Alternativtitel:Basilisk
Länge:97:59 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Ten Shimoyama
Buch:Kenya Hirata, Futaro Yamada
Kamera:Masasai Chikamori
Musik:Tarô Iwashiro
SFX:Imagica
Darsteller:Yukie Nakama, Jô Odagiri, Tomoka Kurotani, Erika Sawajiri, Kippei Shiina, Takeshi Masu, Mitsuki Koga, Tak Sakaguchi, Houka Kinoshita, Shun Ito, Riri, Minoru Terada, Masaki Nishina, Toshiya Nagasawa, Yutaka Matsushige, Renji Ishibashi, Kazuo Kitamura
Vertrieb:I-On New Media
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:16.03.2007 (Verleih) / 27.04.2007 (Kauf)



Inhalt
Japan im Jahre 1614: Der große Herrscher Tokugawa einigt das lange zerrissene Land. Die Zeit der Clankriege zwischen den Landesfürsten scheint besiegelt. Ninja-Meister Hattori Hanzo und seine Shinobi-Krieger erscheinen nutzlos für die weiteren Entwicklungen im Land, was zu einem verhängnisvollen Plan führt: Die beiden größten Clans des Landes sollen in einem Duell ihre jeweils fünf besten Kämpfer gegeneinander antreten lassen. Der Clan, dessen Krieger diesen Kampf gewinnen werden, stellt die Nachfolge Tokugawas sicher. Zehn Krieger mit übermenschlichen Eigenschaften treten nun an, die Herausforderung anzunehmen. Darunter auch die junge Oboro sowie der Clan-Thronfolger Gennosuke. Beide sollen gegenseitig um ihr Leben und die Zukunft ihres Clans kämpfen. Doch niemand ahnt, dass die beiden mehr vereint als voneinander trennt ...

Bild
Format2.35:1 (anamorph)
NormPAL
 Von den üblichen Schwächen asiatischer DVD-Umsetzungen kann sich diese I-On-Scheibe ganz klar befreien. Weder muss man sich auf Kratzer einstellen, noch werden Transfermängel wie Ghosting sichtbar. Auch farblich wurde eine ausgezeichnete Wahl getroffen, so dass weder gelbliche noch grünliche Verfärbungen auftreten. Die Naturaufnahmen sehen wieder einmal herrlich aus, sind angemessen koloriert und besitzen den dazu passenden Kontrast, der dabei nicht zu kräftig ausfällt. So ist die Optik auch sanft, fast auf eine märchenhafte Stimmung ausgerichtet. Ob es daran liegt, dass die Schärfe als einziges Merkmal zu schwach ausfällt? Jedenfalls scheint ein Weichzeichner über dem Bild zu liegen, der zwar keine verwerfliche Unschärfe produziert, die Details aber soweit einschränkt, dass es trotz restlicher guter Eigenschaften nur zu 4 Punkten reicht.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu, Jap), DTS 5.1 (Deu)
SpracheDeutsch, Japanisch
UntertitelDeutsch
 Der Film wurde bereits in deutschen Kinos ausgewertet, besitzt folglich eine ausgesprochen gute deutsche Synchro, die selbst Randcharaktere mit bekannten Sprechern besetzt. Auch der Mix weist sehr gute Eigenschaften auf, ist, wenn sich das überhaupt vergleichen lässt, sogar noch etwas besser als die Bildbearbeitung gelungen. In Dialogszenen sind die Stimmen auf den Center bezogen und in den Rears spielen sich dann nur leise Signale ab. Aber in actionreichen Momenten - und davon gibt es mehr als genug - dreht "Shinobi" so richtig auf. Hier mischen sich Hintergrundgeräusche mit aggressiven, dynamischen Surround-Effekten, die eine tolle Räumlichkeit produzieren. Der Subwoofer zieht mit, ist dabei aber nicht überwältigend, was wohl am Film selbst liegt. Mit Umschalten auf den DTS-Modus ändert sich das ein wenig, denn nun gewinnt das Geschehen an zusätzliche Lautstärke, was mit Anwahl des O-Tons noch deutlicher wird. Zwischen diesem und dem deutschen Track fällt auch ein Tonhöhenunterschied auf. Die deutschen Untertitel sind fehlerfrei und übersetzen sogar Teile der Credits und den Song im Abspann.
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Extras
Extras
DVD 1:
  • Trailer (2:02 Min.)
  • Trailershow:
    • Black Kiss (1:28 Min.)
    • Casshern (1:59 Min.)
    • Catch A Virgin Ghost (1:01 Min.)
    • Evilbreed (1:01 Min.)
    • Ghost (1:36 Min.)
    • Ghost Train (1:58 Min.)
    • Red Shoes (2:08 Min.)
    • Saikano (1:14 Min.)
    • The Crossing (2:07 Min.)
    • The Heirloom (1:35 Min.)
  • Info (1 Seite)
DVD 2:
  • Die Spezialeffekte (10:13 Min.)
  • Die Welt von "Shinobi" in einem Frame-Storyboard-Vergleich (38:14 Min.)
  • Framesammlung des Regisseurs - Storyboard-Vergleich (3:10 Min.)
  • Die Waffen (8:51 Min.)
  • Vorbereitungen zum Dreh (8:47 Min.)
  • Die Kampfszenen (4:41 Min.)
  • Internationale Trailer und TV-Spots (4:00 Min.)
VerpackungSteelbook
 Das Bonusmaterial befindet sich bis auf den Trailer und eine Programmvorschau auf DVD 2. Dort geht es insbesondere um die Actionszenen und die Spezialeffekte. Das erste Extra zeigt die Entstehung der "Digital Doubles", also jener Technik, mittels derer man übergangslos Menschen durch gerenderte Figuren ersetzt, um gefährlichere Stunts darzustellen. Der Storyboard-Vergleich ist mit fast 40 Minuten ziemlich ausführlich und schneidet mehrere Szenen an. Aber Vorsicht: Hier wird bereits das Ende gezeigt. Etwas kompakter ist da der zweite Storyboard-Vergleich mit nur 3 Minuten. In weiteren Extras wird die Arbeit des Waffendesigners, der Crews vor Ort, die die Gebäude erstellen und die die Action-Szenen vorbereiten, vorgestellt. Es hatte wohl mehrfach die Holzhütten weggeblasen, weswegen man besondere Vorkehrungen bei deren Aufbau traf. Zuletzt wurden in einem 4minütigen Clip mehrere Trailer und TV-Spots zu diesem Titel aneinander gehängt. Alle Extras liegen im Originalton mit deutschen Untertiteln vor. Als besonderes Extra gibt es die Doppel-DVD in einem Steelbook, welches im Innenteil mit Fotos des Filmes ausgestattet ist.
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Fazit
Eigentlich sollte den Eastern- und Swordplay-Fan nichts mehr aus dem Sattel hauen, der deutsche Markt wurde ja, auch dank I-On, mit einigen wundervollen Titeln gesättigt, die langsam die Vermutung aufkommen lassen müssen, dass die Asiaten Knaller am laufenden Band produzieren. Trotzdem ist "Shinobi" nicht weniger als schlichtweg atemberaubend, weil hier wirklich mal alles passt, was sich der europäische Zuschauer unter einem fernöstlichen Action-Epos vorstellen mag. "Shinobi" funktioniert nicht nur in ruhigen Momenten, wenn sich die (zugegeben übermäßig platonische) Liebe zwischen Gennosuke und Oboro entwickelt und die Kamera dies vor fantastischen Sets einfängt. Weder wird die Beziehung der beiden Clan-Oberhäupter zu schmalzig ausgebreitet, noch sind die Kämpfe überlang gehalten, um vielleicht Zeit zu schinden. Beides ist auf den Punkt gespielt, hindert nicht an der Ausarbeitung der Grundidee (Welchen Platz haben die Kämpfer der Shinobi in einem friedlich regierten Land?) und besonders die Fights wünscht man sich stellenweise noch etwas länger. Hier wird ein gekonnter Mix aus Drahtseilakrobatik und perfekten CGIs zelebriert, der sich durch die vielfältigen Spezialfähigkeiten und Identitäten der 10 Kämpfer spannend und interessant hält. Ein wenig Magie, viel Flugkunst und eine Menge Geheimnisse um die Fähigkeiten der Kämpfer lassen wahrhaft bezaubernde Momente entstehen. Auf zu schnelle Schnittfolgen wird glücklicherweise ebenso verzichtet wie auf klassische (mittlerweile fast schon langweilige) Martial Arts-Bewegungen. Zusammengehalten wird die Geschichte nicht nur durch die Romanze sondern auch durch einen heimtückischen Herrscher, der die Clans gegeneinander aufwiegelt, um sie als seine Kriegsmaschinerie zu missbrauchen. Wer auf Massenschlachten hofft, der muss nicht enttäuscht sein, schließlich sind die Duelle sehr interessant gehalten.
Wer also etwas übrig hat für dieses Genre, der sollte "Shinobi" unbedingt nach Hause nehmen und genießen - falls er es nicht schon während der kleinen deutschen Kinoauswertung zu Beginn dieses Jahres getan hat. Denn so schlüssig wurde die Geschichte bisher nur selten erzählt, ganz ohne unnötigen Ballast wie Komik und übertriebenen heroischen Momenten.



Bilder der DVD




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Shinobi - Heart Under Blade
Shinobi - Heart Under Blade
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